Im Übergang

Knapp sieben Wochen sind nun seit meinem letzten Post vergangen. Die Beschäftigung mit psychologischen Aspekten des Bogenschießens hat tatsächlich zu einer seelischen Beruhigung geführt. Aber auch zu einer intensivere Beschäftigung mit Aspekten des systematischen Bogenschießtrainings. Nach den Büchern von KiSik Lee und Tyler Benner sowie Gerhard Gabriel habe ich Johann Krosts “Von 0 auf 1300″ gelesen und beginne jetzt mit seinem zweiten Buch “Bogenschießen – Kinderspiel oder harte Arbeit?”.

Parallel hierzu haben wir im Verein ebenfalls begonnen, den Trainingsaufbau systematischer zu gestalten. Am 3. Oktober fand ein “Fortgeschrittenentraining mit Hans-Dieter Linke (“Max”) statt, das einige Verbesserungen im Schießstil erbracht und uns dazu angeregt hat, in Zukunft mit Trainingsplänen zu arbeiten. Dankenswerterweise hat unsere Trainerin Helga Kahle nun wieder begonnen, uns bei der Erstellung von individuellen Trainingsplänen zu unterstützen und so eine Periodisierung des Trainings einzuleiten. – Ich denke inzwischen, dass es das Fehlen eines systematische Trainings- und Jahresaufbaus war, der mich im Sommer in die Lage gebracht, dass meine Leistungen um den Grad eingeknickt sind, der fehlte um meine Saisonziele zu erreichen.

Diese Phase der Neubesinnung passt auch sehr gut zur Übergangsphase zwischen Sommer- und Winterprogramm. Es stehen nur wenige Turniere an; es ist Zeit, seinen Bogen auf die Wintersaison zu trimmen und den Schießstil zu pflegen. Der Übergang ins neue Sportjahr ist auch ein guter Zeitpunkt, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Was habe ich erreicht und was will ich im nächsten Sportjahr erreichen?

Zunächst einmal gilt es, die Erfolge zu feiern bzw. zu würdigen. Weniger als zwei Jahre nach dem Einstieg ins Bogenschießen war ich Teilnehmer einer deutschen Meisterschaft und habe mit dem 30. Platz in der Schützenklasse ein respektables Ergebnis erzielt. In der FITA-Jahresbestenliste 2010 stehe ich mit meinem Ergebnis von der Großen FITA in Bassum auf Platz 22. Auf Landesverbandsebene bin ich zusammen mit Chris Klüppel und Kalle Schweer amtierender Mannschaftsmeister in der Halle; bei den Landesverbandsmeisterschaften in der Halle und im Feldbogen habe ich jeweils den sechsten Platz erreicht. Und zuletzt habe ich wieder respektable Ergebnisse auf kleineren Turnieren erzielt: 1063 Ringe beim Short-Range-Turnier in Stadthagen, 660 Ringe beim 30m-Saisonabschlussturnier in Watenbüttel, 370 Punkte auf der 3D-”Bärenhatz” in Holtorf. – Mit diesen positiven Ergebnissen gehe ich wieder gestärkt in die neue Saison.

Im Bereich der Bogentechnik habe ich meine Ausstattung überprüft und teilweise verändert. Meine Überlegungen und Erfahrungen bei der Stabilisation haben mich bewogen, nicht weiter den Fuse Carbon Connexion Monostabi mit 30″ zu nutzen, sondern den Fuse VFR mit 34,5″ zu nehmen. Grund ist das relativ hohe Gewicht des hinteren Carbon-Connexion-Dämpfers bei Verwendung eines Vorbaus. Mit dem Carbon-Connexion-Kopfdämpfer ist meine Stabilisation nun insgesamt nun fast 41″ lang und dämpft die Schuss- und Eigenschwingungen des Bogens hervorragend. Weiterhin unterstützt der lange Stabi meinen Schussablauf positiv, da ich den Stabikopf beim Pfeilauflegen nun auf den Boden absenken kann. Dies ist gelenk- und kraftschonender als mit kurzem Stabi und führt auch dazu, dass ich den Schussablauf gleich mit einer leicht nach vorn gebeugten Haltung beginnen kann. Das hilft beim Einrasten der Schulter und sorgt für eine bessere Schwerpunktlage des Körpers beim Auszug.

Bei den Pfeilen verzichte ich auf X7-Alupfeile und somit auf besonders große Pfeildurchmesser. Stattdessen nutze ich meine günstig erworbenen ACC 3-18, mit denen ich meine besten Ergebnisse auf 30m-Distanzen erzielt habe. Mit einem Pfeilgewicht von ca. 355 grain ist dieser Pfeil deutlich leichter als mein 2114er X7 mit ca. 450 grain aus der letzten Hallensaison. Ich denke, dass ich der Qualität des ACC auf Kurz- und Mittelstrecken blind vertrauen kann, während der schwere X7 bei mir oft einen behäbigen Eindruck hinterlies. Hinzu kommt, dass der Umbau vom ACC auf den ACE deutlich einfacher und schneller geht als von X7 auf ACE oder umgekehrt. – Sollte sich jedoch herausstellen, dass ich bis ca. Weihnachten mit dem ACC nicht die erhofften Ringzahlen schieße, bliebe als Notlösung immer noch der Umstieg auf die gut weggelegten 2114er X7.

Im Bereich der Schießtechnik habe ich ein paar Verbesserungen einleiten und stabilisieren können. Insbesondere beim Stand bin ich nach etlichen Versuchen wieder beim leicht offenen Stand mit um etwa 10-15° gespreitzten Füßen gelandet. Der hintere rechte Fuß steht dabei um ca. 10° in Richtung Scheibe. Bei dieser Stellung fühle ich einen für mich optimalen Kompromiss zwischen der Stabilität des geschlossenen und der Dynamik des offenen Stands. Mit dem offenen Stand bekomme ich insbesondere die Winkelbewegung des Ellenbogens und den Zug aus dem Rücken am Besten hin.

Ein wenig Sorgen bereitet mir meine seit einiger Zeit einsetzende Altersweitsichtigkeit. Momentan bekomme ich keinen klaren Kontrast zwischen dem Visierkorn und der Zielauflage eingestellt. Zwar hilft die Verwendung einer Blendklappe, aber mich stört das damit verbundene Stirnband. So werde ich mir in der nächsten Woche wohl eine Brille fertigen lassen, auf die ich eine Blende befestigen kann.

Was sind meine Ziele für das Sportjahr 2010? – Zunächst einmal: Ich schieße jetzt in der Altersklasse! Dies wird in vielen Turnieren oder Meisterschaften zu besseren Platzerungen bei gleicher Ringzahl führen. – Folgende Ringzahlen strebe ich an:

  • Vereinsmeisterschaft Halle: 550 Ringe
  • Kreismeisterschaft Halle: 560 Ringe
  • Berlin Open: 570 Ringe
  • Landesverbandsmeisterschaft Halle: 570 Ringe
  • Deutsche Meisterschaft Halle: 575 Ringe
  • Qualifikation Feldbogen: 300 Ringe
  • Vereinsmeisterschaft FITA: 600 Ringe
  • Kreismeisterschaft FITA: 605 Ringe
  • Landesverbandsmeisterschaft Feld: 310 Ringe
  • Landesverbandsmeisterschaft FITA: 610 Ringe
  • Deutsche Meisterschaft Feld: 600 Ringe
  • Deutsche Meisterschaft FITA: 600  Ringe

Übermorgen ist die Vereinsmeisterschaft in derHalle – schau’n mer mal!


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