Ich weiß, das noch schwerere Zeiten bevorstehen

Ich weiß, das noch schwerere Zeiten bevorstehenJulias Blog: Daneshjoo News, 8. Januar 2011 – Majid Tavakoli hat auf die Durchsuchung des Hauses seiner Familie in Shiraz durch Agenten des Geheimdienstministeriums mit einem Brief reagiert. Er verurteilt darin den empörenden Vorfall und bittet alle Medien, Journalisten, studentischen Aktivisten und politischen Aktivisten, einstweilen keinen Kontakt mehr zu seiner Familie aufzunehmen und nicht mehr um Interviews zu bitten. Der vollständige Wortlaut von Tavakolis Brief liegt Daneshjoo News vor:

„Ich sehe immer wieder Szenen von Ashura vor mir. Ich war nicht dabei, aber ich spüre, wie es gewesen sein muss. Wir standen in einer Ecke, und sie, vor unseren Augen, sagten und taten, wonach ihnen der Sinn stand. Sie zerstörten alles. Es fühlte sich an, als hätten wir niemanden mehr, als seien wir allein. Es fühlte sich an, als stiege der Staub auf. Nichts war zu sehen als Flammen, Rauch und Blut. Als dein vier- oder fünfjähriger Neffe unerwartet durch die offene Tür kam und sah, in welchem Zustand das Haus war, stürzte er mit Tränen in den Augen auf meinen Vater und mich zu. Er warf sich auf meinen Schoß und sagte: „Tante, was tun sie? Was wollen Sie? Tante, was passiert hier?“ – Ich musste an Zeynabs Leiden denken. Ich wollte aufschreien, aber ich wollte nicht, dass sie mich weinen sehen oder hören. Ich nahm all meine Kraft zusammen, um nicht zu weinen. Diese Szenen leben in meinen Gedanken weiter. Mehrmals täglich sehe ich diese Bilder, jedes Mal verspüre ich einen Druck in der Brust, als müsste ich ersticken. Ich kann nicht schlafen. Der ständige Kloß in meinem Hals hilft nicht weiter. Ich weiß nicht, warum ich nicht vergessen kann…“

Dies sind die Worte meiner Mutter. Einer leidenden Mutter, die noch immer unter Schock steht und nichts essen kann, obwohl seit der Durchsuchung ihres Hauses mehrere Tage vergangen sind. Ohne es selbst zu merken, sitzt sie stundenlang in einer Ecke und weint, ein Anblick, der den Rest meiner Familie traurig macht. Meine Mutter sagt, sie fühlt sich, als sei sie nicht sie selbst, und sie möchte mit niemandem reden. Sie sagt, dass sie mir dies erzählt hat, weil sie hofft, dass ich ihr helfen kann, sich ein wenig zu beruhigen. Sie will mich nicht aufregen, aber sie fühlt sich sehr schlecht und ist extrem angespannt. Sie sagt, mein Vater habe sie zurechtgewiesen, weil sie Tränen in den Augen hatte und zitterte, als sie kamen. Er fragte sie, warum sie sich in ihrer Gegenwart nicht besser unter Kontrolle hatte. Aber war das überhaupt möglich? Ich wünschte, meine Mutter hätte sich selbst gestattet, vor aller Augen zu weinen. Vielleicht hätte das das Gewissen der Leute geweckt, die das getan haben. Wenn sie geweint hätte, hätte das vielleicht ihren Schmerz lindern und ihr helfen können, all das Unrecht zu ertragen.

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