Hund pinkelt in Wohnung

Endlich ist Ihr Hund stubenrein. Die Freude ist groß. Doch dann passiert es. Ihr Hund verrichtet plötzlich sein Geschäft mitten in der Wohnung. Nicht immer, aber immer wieder.

Ist das Protestpinkeln oder hat die plötzliche Unsauberkeit andere Gründe? Falls Ihr Hund in die Wohnung pinkelt, ist in erster Linie Detektivarbeit von Ihnen gefordert.

Ihr Hund pinkelt in die Wohnung: Was nun?

Hier erklären wir, wie Sie Ihren Hund wieder stubenrein bekommen. Grundsätzlich können fünf verschiedene Szenarien schuld an der Unsauberkeit sein:

  1. Krankheiten, Ihr Hund hat gesundheitliche Probleme
  2. Mangelhafte Sauberkeitserziehung
  3. Unsicherheit oder Trauma
  4. Alleine bleiben als Stressfaktor
  5. Markieren durch Rüden als Revierverhalten

Krankheiten als mögliche Ursachen

Der erste Schritt ist abzuklären, ob Ihr Hund an einer Erkrankung leidet. Diese kann für seine Unreinheit verantwortlich sein. Zunächst sollten Sie also Ihre Tierärztin aufsuchen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Häufige Ursache ist eine einfache Blasenentzündung. In diesem Fall kann Ihr Hund seinen Harndrang nicht kontrollieren.

Sie erkennen eine Blasenentzündung Ihres Vierbeiners an vermehrtem Harndrang. Ihr Hund fühlt sich schlapp. Und er hat vielleicht Fieber. Sein Urin hat einen sehr starken Geruch. Und er zeigt, dass er Schmerzen beim Urinieren hat.

Nierenprobleme, Diabetes oder das Cushing-Syndrom können ebenfalls zu vermehrtem Harndrang führen. Sie erkennen das daran, dass Ihr Hund im Gegenzug deutlich mehr trinkt als üblich. All diese Erkrankungen erfordern unbedingt eine tierärztliche Behandlung.

Den Besuch bei der Tierärztin sollten Sie also bei plötzlicher Unsauberkeit immer in Erwägung ziehen. Gerade bei älteren Hunden müssen Sie immer damit rechnen, dass Ihr Hund bereits Probleme mit den Nieren hat. Das kann für seine Unsauberkeit verantwortlich sein.

Gegen leichte Inkontinenz helfen pflanzliche Mittel ganz gut.

Mangelhafte Sauberkeitserziehung

Hat Ihr Hund vielleicht nie eine konsequente Sauberkeitserziehung erfahren? Dann kann er zur Unsauberkeit neigen.

Schließlich war er nie wirklich stubenrein. Ihr Hund hat nie wirklich gelernt, sein Geschäft außerhalb der Wohnung zu verrichten. Das sind später die Folgen einer inkonsequenten Sauberkeitserziehung.

In diesem Fall müssen Sie seine Erziehung diesbezüglich neu starten. Je älter Ihr Hund bereits ist, desto länger kann es bis zu Ihrem Erfolg dauern. Haben Sie in diesem Fall viel Geduld.

Ab einem Alter von rund vier Monaten kann ein Welpe seinen Darm und seine Blase bewusst kontrollieren. Bis Welpen wirklich stubenrein sind, kann es dann allerdings Wochen dauern. Oder sogar Monate. Das ist völlig abhängig von Ihrem Tier. Und ebenfalls von Ihrer Konsequenz als Halterin.

Tipps bei Unsicherheit oder Trauma

Den dritten Grund für plötzlich auftretende Unsauberkeit können Sie meist nicht ganz einfach erkennen. Sie müssen hier die Gründe und Ursachen erforschen. Gab es eine Situation, die Ihren Hund verstört haben könnte? Ist ein Familienmitglied ausgezogen oder kam ein neues Mitglied dazu? In welchem Zusammenhang kommt es zur Stubenunreinheit?

Ihr Hund hat ein Problem. Das können Angst und Unsicherheit sein. Neue Lebensumstände oder traumatische Situationen, die Ihr Hund erleben musste.

Es gibt viele Gründe, die Ihren Hund dazu veranlassen können plötzlich in die Wohnung zu pinkeln. Unsicherheit und Unterwürfigkeit zählen dazu. Hunde, die in der Rangordnung unten stehen, pinkeln aus Unsicherheit. Ist das bei Ihrem Hund der Fall? So sollten Sie versuchen, weniger Dominanz zu zeigen.

Junge Hunde pinkeln bei Begrüßung

Häufig passiert das Pinkeln bei jüngeren Hunden und Welpen während der Begrüßung. Gehen Sie in die Knie und verzichten Sie darauf, Ihren Hund am Kopf zu streicheln.

Bleiben Sie ruhig, das gibt Ihrem Tier Sicherheit. Streicheln Sie Ihr Tier zwischen den Vorderbeinen. Und wenn das funktioniert, können Sie mehr Kontakt zulassen.

Ebenso kann es bei der Begrüßung passieren, dass Ihr Hund vor Aufregung Wasser lässt. Anspannung, Stress oder Angst können gerade bei jüngeren Hunden dafür sorgen. Dabei geht ihre Kontrolle über die Blasenmuskulatur kurzzeitig verloren.

In diesem Fall sollten Sie versuchen, Ihrem Hund mit viel Ruhe gegenüberzutreten. Bringen Sie Ihr Tier immer vor bevorstehenden und sehr aufregenden Situationen nach draußen. So kann sich Ihr Hund lösen.

Ideal ist es, danach sofort nach draußen zu gehen. Das gilt etwa für die geliebte Spielstunde. Oder wenn Gäste kommen.

Mein Hund pinkelt in die Wohnung: Wenn er alleine ist

Es gibt einen weiteren Grund für das Pinkeln Ihres Hunds. Er hat nicht gelernt, alleine zu bleiben. Einige Hunde neigen dann dazu, ihr Geschäft im Wohnraum zu verrichten.

Hier ist der Grund ebenfalls Aufregung. Oder aber Angst. Ihr Hund hat schlimme Trennungsängste. Er wird nervös. Er hat keine Kontrolle mehr über seine Blase. Die Folge ist eine Pfütze in der Wohnung.

Haben Sie genau diesen Punkt als Ursache entlarvt? Dann sollten Sie eine Hundepsychologin zurate zu ziehen. Es handelt sich dabei um ein ernst zu nehmendes Problem. Daran müssen Sie unbedingt mit Ihrem Vierbeiner arbeiten.

So lernt Ihr Hund, ruhig und gelassen zu bleiben. Andernfalls wird Ihr Tier sein Leben lang leiden.

Revierverhalten: Warum markiert mein Hund in der Wohnung?

Eine weitere Möglichkeit für Unreinheit liegt im Revierverhalten Ihres Hunds. Hunde kennzeichnen ihr Revier, indem sie kleine Harnmengen verteilen. Das hat nichts mit Urinieren an sich zu tun.

Ihr Hund möchte dadurch mitteilen, dass es sich um sein Territorium handelt. Andere Artgenossen sind hier nicht willkommen.

Einige Hunde machen dabei vor der eigenen Wohnung nicht halt. Das kann sehr unangenehm werden. Besonders dann, wenn Ihr Hund während des Besuches bei Freunden markiert. Oder während eines Urlaubs im Hotelzimmer.

Unsicherheit oder Sexualtrieb bei Rüden

Dieses Verhalten ist hormonell gesteuert. Es trifft häufig auf dominante Rüden zu. Ihr Rüde will zeigen, dass er Herr im Haus ist.

Es kann aber ebenso sein, dass sich Ihr Hund sich seiner Stellung im Rudel nicht sicher ist. Darum beginnt er, im Haus zu markieren. Das kann gerade in einem Mehrhundehaushalt ein Thema werden. Die Veränderung der Familiensituation kann ein plötzliches Markieren in der Wohnung fördern.

Sie müssen Ihren Hund nicht immer markieren lassen. Und nicht überall. Hunde können sehr wohl lernen, dass Sie Hausmauern, Autoreifen oder andere Gegenstände im öffentlichen Raum nicht mit Urin kennzeichnen. Ebenso können Sie diese Erziehung im Haus anwenden.

Tipps zur Erziehung bei Markieren

Zeigen Sie Ihrem dominanten Rüden, wer der Boss ist. Das ist manchmal nicht einfach. Und es ist nervenzehrend.

Manchmal reicht es schon, Ihrem Hund einige seiner Privilegien abzusprechen. Die Couch ist tabu. Oder er darf über einige Spielsachen nicht mehr rund um die Uhr verfügen.

Kastration bei Sexualtrieb?

Ebenso sollten Sie einen gesteigerten Sexualtrieb in Betracht ziehen. So mancher Hund rastet regelrecht aus, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind. Ihr Hund beginnt überall aufzureiten. Dadurch hat er enormen Stress. Das Markieren ist hier Folge seiner gesteigerten Hormonaktivität.

Handelt es sich um Markieren durch gesteigerten Sexualtrieb, sollten Sie Ihre Tierärztin zurate ziehen. Hier ist oft nur eine Kastration hilfreich.

Das muss nicht zwangsläufig ein chirurgischer Eingriff sein. Vorab können Sie eine chemische Kastration in Erwägung ziehen. Dabei sehen Sie, ob sich das Verhalten Ihres Hunds bessert.

Warum pinkelt mein Hund plötzlich in mein Bett?

Besonders groß ist das Entsetzen, wenn Ihr Hund nicht nur einfach in die Wohnung pinkelt. Sondern stattdessen direkt ins Bett pinkelt.

Warum tut er das? In diesem Fall hat Ihr Hund schlichtweg ein Problem. Er fühlt sich unwohl.

Die Gründe für die Pfütze im Bett sind ähnlich wie die für die Pfütze im Wohnzimmer. Ihr Tier ist vielleicht krank. Oder noch sehr jung. Es hat dadurch keine Kontrolle über die Blase. Ihr Hund erkennt vielleicht die Führung durch seine Halterin nicht an.

Bedrohung, neue Gewohnheiten oder Lieblingsplatz

Ebenso können sich Hunde bedroht fühlen. Die Bedrohung kann dabei ein Mensch, ein anderer Hund oder ein anderes Haustier sein. Es ist aber genauso möglich, dass Sie ein neues Waschmittel verwenden. Der Geruch behagt Ihrem Hund vielleicht nicht. Hunde nehmen ihre Umwelt sehr stark über Gerüche wahr.

Angst kann gleichsam der Grund für Pipi im Bett sein. Vielleicht stört ein Gewitter die Ruhe Ihres Hunds. Oder aber ein anderes unheimliches Geräusch.

Vielleicht markiert er aber ganz einfach seinen Lieblingsbereich. Das liegt ebenfalls im Bereich des Möglichen.

Hunde markieren ihr Revier. Und alles, was dazugehört. In diesem Fall kann es eben das Bett der Halterin sein. Machen Sie ihm in diesem Fall sein Körbchen schmackhaft. Stellen Sie dieses neben Ihr Bett. Sie können dazu ein getragenes T-Shirt ins Hundebett legen. Klingt komisch, hilft aber manchmal.

Was tun wenn der Hund in die Wohnung pinkelt?

Grundsätzlich kann es immer wieder einmal passieren, dass Ihr Hund plötzlich sein Geschäft in der Wohnung verrichtet. In den meisten Fällen hängt das weder von einer Rasse noch vom Alter ab.

Allerdings sind junge und alte Hunde deutlich öfter unsauber. Sie können einfach die Blase nicht so gut kontrollieren. Das sollten Sie immer im Hinterkopf behalten. Kurzfristig helfen vielleicht ein Hundeklo oder Hundewindeln:

Hinterlässt Ihr Hund im Wohnbereich sein Pipi, ist eines ganz besonders wichtig. Schimpfen Sie nicht mit Ihrem Tier. Keinesfalls sollten Sie laut werden. Oder Ihren Hund maßregeln.

Ihr Hund hat ein Problem, auf das er aufmerksam macht. Ergründen Sie, wo dieses liegt. Und arbeiten Sie mit Ihrer Fellnase daran.

Kranke Hunde müssen zur Tierärztin

Falls Ihr Hund wirklich krank ist, müssen Sie ihn von Ihrer Tierärztin behandeln lassen. Damit erübrigen sich im Normalfall alle weiteren Maßnahmen zur Erziehung.

Bei jungen Hunden ist die Sauberkeitserziehung wahrscheinlich noch nicht völlig abgeschlossen. Hier sollten Sie unbedingt noch nachbessern.

Bei alten Hunden helfen mehrere kurze Spaziergänge. So kann Ihr Hund im Freien Pipi machen.

Einfühlungsvermögen hilft bei Ängsten

Haben Sie einen sehr sensiblen und ängstlichen Vierbeiner? Dann sollten Sie versuchen, ihm mit sehr viel Gefühl gegenüberzutreten.

Jedes laute Wort kann bei Ihrem Hund Angst auslösen. Oder Unsicherheit. CBD-Öl Tropfen können helfen, Ängste zu lösen, ebenso homöopathische Mittel.

Geben Sie Ihrem Hund Selbstvertrauen. Wagen Sie sich mit ihm immer wieder auf neue Wege. Erkunden sie alle Gegenstände, die ihm Angst machen, ganz in Ruhe. Bleiben Sie der Ruhepol, auf den sich Ihr Tier verlassen kann. Spezielle Spiele können hier gute Dienste leisten.

Dominante Rüden erziehen

Lassen Sie Ihren dominanten Rüden nicht permanent überall markieren. Zeigen Sie ihm Grenzen auf. Er kann sehr wohl lernen, dass er auf Grünflächen pinkeln und markieren darf.

Die klassische Hausecke oder Laterne sollten tabu sein. Schließlich möchten Sie sicherlich nicht, dass Ihr Hund die Sonnenliege im Garten anpinkelt.

Stubenreinheit bei Hunden

Wird Ihr Hund plötzlich wieder unsauber? Pinkelt er in den Wohnbereich? Suchen Sie unbedingt die Ursache. Eine Lösung ist nicht nur für Sie ein wichtiger Schritt. Ihr Hund wird es Ihnen danken.

Weitere Tipps finden Sie in diesen Artikeln

Bringen Sie jedoch viel Geduld mit. Denn nur wenn Sie dahinter kommen, wo das Problem liegt, können Sie Ihrem Tier helfen.

Direkt zum Abschnitt zurück springen


wallpaper-1019588
„Gundam“-Klassiker ab sofort bei Netflix verfügbar
wallpaper-1019588
Schwitzgürtel: Test & Vergleich (06/2021) der besten Schwitzgürtel
wallpaper-1019588
Klimmzugstange: Test & Vergleich (06/2021) der besten Klimmzugstangen
wallpaper-1019588
Schienbeinschoner: Test & Vergleich (06/2021) der besten Schienbeinschoner