Hört auf zu träumen, meine Lieben

Heute wiedermal ein Gespräch zwischen zwei kinderlosen jungen Frauen, die sich Gedanken über die Familienplanung machen:

„Zwei oder drei Kinder möchte ich dann schon.“

„Zwei oder drei? Das kann ganz schön teuer werden, wenn du nicht mehr arbeitest.“

„Wird schon irgendwie gehen.“

„Kommt ganz darauf an, wie viel dein Mann nach Hause bringt. Denkst du, sein Lohn reicht, wenn du keinen Job mehr hast?“

„Gibt ja noch Kinderzulagen. Acht- oder neunhundert Franken im Monat für jedes Kind oder so.“

„Bist du dir sicher, dass es so viel ist? Ich glaube nicht, dass die Kinderzulagen reichen, um dein Einkommen zu ersetzen.“

„Das wird schon irgendwie gehen. Zwei oder drei Kinder müssen einfach drin liegen.“

„Und was machst du, wenn eines der Kinder behindert ist?“

„Ja, da muss man sich dann halt überlegen, ob man es behalten will oder nicht. Man kann’s ja auch abtreiben.“

„Du hast recht, da muss man sich schon sehr sicher sein, dass man das wirklich will, sonst wird es schwierig. So etwas machst du nicht, wenn du dir nicht hundert Prozent sicher bist, dass du es auch auf dich nehmen willst.“

„Arbeiten gehst du dann bestimmt nicht mehr, weil du zu deinem behinderten Kind schauen musst. So etwas müsste man sich wirklich gut überlegen.“

Ich fürchte, für die eine wird das ein böses Erwachen geben, wenn sie mit ihren zwei oder drei Kindern zu Hause sitzt und erkennt, dass die zweihundert Franken Kinderzulagen, die es in der realen Welt pro Kind gibt, bei Weitem nicht ausreichen, um ihr Einkommen zu ersetzen.  

Und man kann nur hoffen, dass das Leben keiner von beiden ein Kind schenkt, bei dem sich die angeborene Krankheit erst nach der Geburt zeigt. Die Armen hätten dann ja gar nicht die Chance gehabt, sich reiflich zu überlegen, ob sie „so etwas“ wirklich auf sich nehmen wollen. 

Hört auf zu träumen, meine Lieben


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