Hip, hipster, Sushi – Kokoro

Man glaubt es kaum, aber nach fast einem dreiviertel Jahr, habe auch ich es ins Kokoro geschafft.

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Das ist gar nicht so einfach, denn wie ich schon in einem anderen Artikel erwähnt habe, wollten wir im Sommer 2015 dieses neue Sushirestaurant hinter dem Museum der Moderne ausprobieren, wurden aber 20 Minuten lang nicht bedient und sind enttäuscht wieder gegangen. Dieses Mal haben wir reserviert und staunten nicht schlecht, wie voll es tatsächlich dort war. Die kleine Location platzte fast aus allen Nähten und der Strom an Hungrigen brach bis circa 21:30 nicht ab.

Vorab war ich nicht begeistert, denn schon bei der telefonischen Reservierung wurde uns gesagt, dass Tische nur für anderthalb Stunden vergeben werden; und das kann ich ja gar nicht leiden. Als Gast lässt man Geld da und will einen schönen Abend verbringen und dann wird man rausgeschmissen, weil die nächsten schon in der Schlange stehen? Ein No-Go! So ist es uns dann aber zum Glück doch nicht ergangen. Wir saßen in einer Ecke, was uns zugute kam, da das Gewusel dort etwas abgeschwächt wurde. Trotz der vollen Besetzung war die Bedienung im Großen und Ganzen schnell und höflich. Dennoch hatten wir immer im Hinterkopf, dass man uns schnell abfertigen musste, damit wir pünktlich den Tisch frei machen konnten.

Hip, hipster, Sushi – Kokoro

Die Karte des Kokoro hat viel zu bieten: Vom Mittagstisch, über warme Gerichte und Vorspeisen bis hin zu Salaten und natürlich großteils Sushi. Hierbei kann man sich preislich arm essen, aber es geht auch günstiger. Somit sind die Gerichte im Durchschnitt gut bezahlbar, je nachdem welchen exklusiven Gaumen man hat und ob man flambierte, frittierte, dreimal gerollte, mit 5 Zutaten gefüllte Sushirollen isst, oder eben doch die mit Lachs, Avokado und Philly-Cheese.

Hip, hipster, Sushi – Kokoro ????????????? Hip, hipster, Sushi – Kokoro

Als Vorspeise probierte ich die DimSum aus, dort auch Hot Basket genannt. Das sind gedämpfte Teigtaschen mit Gemüse und Garnelen. Diese waren lecker, aber nicht überragend und hätte ich nicht gewusst, dass Garnelen drin sein sollten, hätte ich es auch nicht rausgeschmeckt. Meine Freundin gönnte sich die gedämpften und gesalzenen Sojabohnen. Von denen bekam sie reichlich und als gesunden Snack kann ich sie sehr empfehlen. Als Hauptspeise bestellten wir verschiedene Sushirollen und probierten alles durch. Insgesamt war das Sushi super – frisch und gut gerollt, nur leider etwas zuuu riesig (ja, groß ist nicht immer gut), sodass man manchmal abbeißen musste anstatt alles gleich in den Mund zu schieben. Dadurch fiel dann doch einiges auseinander.

Als Nachtisch gönnten wir uns dann noch ein Jasmin Créme Brulée. Dieses schmeckte etwas herber durch das Jasminteepulver, aber genau das war speziell und positiv, da ich kein Fan von Vanille bin, welche ja sonst in so ein Dessert gehört.

Kokoro Creme Brulee

Übrigens ist es dann doch nicht so gekommen, dass wir Punkt 21 Uhr gehen mussten. Wir haben das Lokal auf eigenen Wunsch erst um halb 10 verlassen und niemand hat uns aufgefordert den Platz freizumachen.

Fazit:

Das Restaurant ist gerade der In-Sushiplace to be in Nürnberg. Deshalb ist es voll, laut und hektisch. Dennoch wirkt die Einrichtung cool und gemütlich, das Personal ist auf Zack und das Wichtigste: das Sushi schmeckt! Abzüge gibts hauptsächlich für die Zeitvorgaben bei der Reservierung sowie einen halben Stern weniger für die Vorspeise und einen halben für die Atmosphäre = 3 Sterne.

So und jetzt schnell auch mal ein Sushi-Hipster sein und ab ins Kokoro bevor der nächste Laden eröffnet :)

3sterne

Öffnungszeiten:

Luitpoldstraße 3

90402 Nürnberg

Tel: 0911 664 868 01

Mail: [email protected]