Hessen setzt Energiewende um: 160 Mio. Euro für energetische Sanierung

Der Haushaltsplanentwurf der Landesregierung sieht für 2012 und die Folgejahre finanzielle Aufwendungen von 160 Mio. Euro für Maßnahmen der energetischen Sanierung vor. „Unser Ziel ist es, die energetische Sanierungsrate auf mindestens 2,5 – 3 % jährlich zu erhöhen“, hob Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in Wiesbaden hervor. „Dies ist einer der wichtigsten Beschlüsse des Energiegipfels, bei dem wir zeigen, dass das Land Hessen selbst seine Verantwortung für mehr Energieeffizienz und Energieeinsparungen wahrnimmt.“

Ab dem kommenden Jahr will die Hessische Landesregierung über sechs Jahre hinweg im Durchschnitt 27 Mio. Euro in die Sanierung investieren. Dabei geht es um die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden, die vom Hessischen Immobilienmanagement (HI) betreut werden. Vorgesehen sind die Verminderung von Kohlendioxid-Ausstoß sowie der effizientere Einsatz insbesondere von Wärmeenergie.

Darüber hinaus ist ein „Energieeffizienzplan 2030“ für die hessische Landesverwaltung und die Hochschulen beschlossen worden, der die Bausteine Neubau, Bestand und Nutzerverhalten berücksichtigt. Er soll Grundlage für ein CO2-Monitoring auf der Basis der erstellten CO2-Bilanz sein und der Entwicklung langfristiger Perspektiven zur Zielerreichung des Projekts einer CO2-neutrale Landesverwaltung sein.
Hessisches Modell: Niedrigstenergiestandard für Landesliegenschaften

Bereits im Mai 2010 hatte die Hessische Landesregierung den Beschluss gefasst, weitergehende Energieeffizienzstandards für Neubauten als „Hessisches Modell“ einzuführen. „Damit verbunden ist eine deutliche Verbesserung der Gebäudehülle gegenüber den gesetzlichen Anforderungen (Energieeinsparverordnung EnEV 2009) um 50 % sowie die Verringerung des Primärenergiebedarfs hessischer Landesgebäude gegenüber den gesetzlichen Anforderungen um mind. 50 – 70 %.

Das entspricht zusammen genommen einem Niedrigstenergiestandard“, erläuterte Schäfer. „Im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms des HI sind bis jetzt ca. 2/3 der projektrelevanten Liegenschaftsflächen begangen und auf CO2- Minderungspotenziale im Bestand untersucht worden“, erklärte der Minister weiter. So wurde beispielsweise für die anstehende energetische Sanierung des Hessischen Hauptstaatsarchivs ein ausführliches Energiekonzept erstellt. Dieses zeigt ein jährliches CO2-Minderungspotenzial von ca. 600 Tonnen auf. Bis Ende 2011 sollen insgesamt 135 sogenannte „Kurzenergiekonzepte“ erstellt werden, sieben befinden sich bereits in der Umsetzung.

Von 2010 bis 2011 hat im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“ ein hessenweiter Energiesparwettbewerb, der „Energie Cup Hessen“, stattgefunden, an dem sich 40 Landesbehörden beteiligt haben und bei dem insgesamt 4 % Strom, 6 % Wärme und 9 % Wasser im Vergleich zum Vorjahr eingespart worden sind. Hierbei ging es vor allem um die Aktivierung eines energiebewussten Nutzerverhaltens mit der Unterstützung eines Lernnetzwerks aus namhaften hessischen und überregionalen Unternehmen und Institutionen.

Einzelmaßnahmen zur CO2-Reduktion umgesetzt

Viele Einzelmaßnahmen zur CO2-Reduktion sind bereits in Gang gesetzt worden. Eines der größten ist die klimaschonende Energieversorgung der Universität Frankfurt und weiterer Landesbehörden durch die Umstellung auf Fernwärme aus erneuerbaren Energien (Müllheizkraftwerk Nordweststadt). Projektpartner hier ist der regionale Energieversorger Mainova. Mit dem Großprojekt lassen sich jährlich bis zu 27.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. „Damit kommen wir dem Ziel einer CO2-neutralen Landesverwaltung ein bedeutendes Stück näher“, sagte Minister Dr. Schäfer.

Bereits seit Anfang 2010 beziehen die Liegenschaften des Landes Ökostrom. „Dadurch sparen wir jährlich bis zu 161.000 Tonnen Kohlendioxid ein“, erklärte Schäfer weiter. „Der bezogene Ökostrom stammt ausschließlich aus Wasserkraftwerken in Norwegen, Schweden und Österreich. Auch dies ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung.“ Im Einzelnen gliedert sich die Verteilung des Ökostroms wie folgt: Rund 350 Großabnehmerstellen wie der Hessische Landtag, Staatskanzlei und Ministerien, Regierungspräsidien, Polizeipräsidien, Finanzämter, Universitäten und Justizvollzugsanstalten beziehen Ökostrom. Darüber hinaus werden ca. 1.200 Kleinverbraucher wie Forstämter und Außenstellen von Behörden versorgt. Der gesamte Stromverbrauch des Landes liegt bei ca. 280 Mio. kWh pro Jahr, welches ungefähr einem Verbrauch von knapp 90.000 Haushalten, also einer Kleinstadt entspricht.

„Während andere noch kluge Vorschläge machen, hat die Hessische Landesregierung bereits zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen und ehrgeizige Ziele definiert, wie wir auf dem Weg zur CO2-neutralen Landesverwaltung große Schritte vorankommen“, sagte Finanzminister Thomas Schäfer. „Bei den Themen Energieeinsparung, Reduzierung des CO2-Ausstoßes und größere Energieeffizienz sind alle gefordert: Wirtschaft und Politik, Verwaltung, gesellschaftliche Gruppierungen und nicht zuletzt jeder einzelne Bürger.“ Schäfer plädierte dafür, dass jeder sich in seinem eigenen Umfeld – zuhause und im Betrieb – für die Ziele der Energiewende einsetzt. „Nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung, bei der auch jeder einzelne sein Verhalten überprüfen muss, wird uns das Ziel einer nachhaltigen Energiewende gelingen. Wir als Land Hessen wollen dazu unseren Beitrag leisten.“


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