Guttenberg steht vor dem Rücktritt

Die Parteizentralen scharen in Berlin ihre Truppen um sich. Offizieller Anlass ist die Wahl in Hamburg. Aber die gilt als entschieden. Das eigentlich spannende Thema zwischen Reichpietschufer, Reinhardtstraße und Stresemannstraße ist der wohl kurz bevorstehende Rücktritt von Guttenberg.
Auslöser ist ein Vorabdruck einer neuen Biographie über Guttenberg in der FAZ (Link). Eckart Lohse und Markus Wehner nehmen darin die quasi unehrenhafte Entlassung der beiden ranghöchsten Dienstgrade der Bw durch Guttenberg in der Kundusaffäre unter die Lupe. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Guttenberg die beiden zu unrecht entlassen hat und sie in persönlichen Briefen mit Unwahrheiten von eigenen Statements abgehalten hat. Guttenberg hatte sich außerdem öffentlich darüber mokiert, dass Einzelheiten aus den persönlichen Gesprächen zwischen ihm und den Staatssekretär Wichert und Generalinspekteur Schneiderhahn an den Spiegel gelangt waren. Im Untersuchtungsausschuss gab er später zu, dass er es selbst gewesen sein muss. Wenn Schneiderhahn und Wichert das lesen, werden sie schäumen - falls sie es nicht schon wissen.
Ich habe mich im unten stehenden Eintrag ein bisschen geirrt. Heute ist Guttenberg noch im Amt. Ich gebe ihm aber nur noch wenige Tage. In der Bundeswehr dürften sich Spannungen zwischen Ministerium und Bw in tektonischen Dimensionen angestaut haben, die sich mühsam beherrscht Bahn suchen. Nun auch noch zu verfolgen, dass es ihr Minister es zwecks der Absicherung seines übertriebenen Bildes in der Öffentlichkeit weder mit der Wahrheit über Dienstangelegenheiten noch mit der Deklarierung eigener wissenschaftlicher Leistungen so genau nimmt, das wird nicht ohne Folgen bleiben. Auch nicht, dass er zweierlei Maß an sich selbst und seine Offiziere sowie Bediensteten anlegt.
Morgen wird die Union eh die Scherben aus der HH-Wahl aufkehren. Ein guter Moment, die vermeintliche Lichtgestalt zurück auf seine Burg zu schicken. Zum Wohle des Volkes, der Wissenschaft und dem restlichen Ansehen des Politikbetriebes in Berlin.
Für die Journaille in den Häusern Springer und Burda wird das ebenfalls peinlich. Was sie in den letzten Tagen und Stunden an Relativitätstheorien über das Benehmen und Verhalten ihres Superstars veröffentlicht haben, werden Google und wir so schnell nicht vergessen. Z. B. "Dr." Ulf Poschardt (Link), der sich nicht zu blöd war, den geistigen Diebstahl Guttenbergs als modernes Sampling zu benennen, mit dem er seine Popularität bei den jungen Wählern weiter steigern werde. Das mag allenfalls für die Söhne und Töchter von Bediensteten der Häuser Springer und Burda zu treffen. Nicht aber auf die, die immer noch naiv an Anstand und eigene Leistung glauben.
Das Verhalten des SPIEGEL wirft übrigens die Frage auf, warum sie als Quelle Guttenbergs Umfeld angeben, wenn sie doch mit ihm selbst gesprochen haben? Die mussten wissen, dass sie damit nicht nur ihre Quelle schützen sondern gleichzeitig andere dem Verdacht aussetzen.

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