Gedenktag für die Opfer von Kunduz

Am vierten September fand in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der deutschen Bombardierung nahe Kunduz statt.
Zu dieser Gedenkveranstaltung hatte ein Bündnis der Friedensbewegung, Attac-Deutschland, der Partei DIE LINKE und Teile der Grünen eingeladen.
Teilnahme mehrer Bundestagsabgeordneter
An dieser Gedenkveranstaltung nahmen auch mehrere Bundestagsabgeordnete teil so auch Hans-Christian Ströbele, MdB Bündnis 90/Die Grünen, der sich für eine Gedenkminute für die Opfer von Kunduz ausgesprochen hatte.
Auch Abgeordnete der Linken, Jan van Aken und Christine Buchholz. Anwesend waren aber auch Dr. Modjadjdi, Vorsitzender des Vereins für Afghanistan-Förderung e. V., Volker Neef, Vertreter des Zentralrats der Muslime, Karim Popal, Anwalt der Opfer von Kundus, Jean-Theo Jost, Schauspieler der Berliner Compagnie, und Dr. Angelika Claußen, Vorsitzende Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).
Gedenkminute im Bundestag abgelehnt
Die Partei die Linke hatte im Bundestag vorgeschlagen eine Gedenkminute für die Opfer von Kunduz zu veranstalten. Dies wurde aber von der Bundesregierung und den in ihr vertretenen Parteien abgelehnt, ebenso wie von der SPD und teilen der Grünen.
Zum Jahrestag von Kunduz erinnerte die Friedenspolitische Sprecherin der Linken, Christine Buchholz, an die Schuld die auch die Bundesregierung trage. So sagte sie:
Auch ein Jahr danach gesteht die Bundesregierung ihre Schuld gegenüber den Familien der Getöteten nicht ein. Die geleisteten Zahlungen von 5000 US $ an die Familien sind unwürdig. In vergleichbaren Fällen wurden in Afghanistan 33.000 US$ gezeigt. Die Verletzten bekommen keine kostenlose ärztliche Behandlung. Die Bundesregierung und alle Fraktionen im Bundestag außer der Linksfraktion lehnten eine Gedenkstunde für die Opfer der Bombardierung ab.

Ansprache von dem Anwalt der Opfer
Der Anwalt der Opfer von Kundus, Karim Popal, hatte noch am Morgen mit Angehörigen der Opfer von Kundus telefoniert. Er trug die Botschaft von Hajar Abdul Wasir an die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung vor: „Ich habe drei Kinder verloren und ich bin 80 Jahre alt. Ich habe drei Enkelkinder verloren und die waren meine Ernährer. Es gibt keine Sozialversicherung. Es gibt keine Rentenversicherung. Ich hab meine Ernährer verloren. Die reiche große deutsche Regierung und die Helfer ihrer Marionetten, die korrupte Regierung in Kabul und in Kundus hat unserer Familie, einer 18-köpfigen Familie, den Hinterbliebenen dieser Toten 5000 Dollar gegeben. Wenn wir das verteilen unter uns, einer 18-köpfige Familie, können wir uns vielleicht ein paar Monate ernähren. Ist das Gottes Barmherzigkeit? Hat Gott Barmherzigkeit den Deutschen beigebracht? So zu handeln mit den Toten? So zu handeln mit den Hinterbliebenen? Das ist ein Verstoß, ein Verstoß gegen alle Religionen. Im Namen des barmherzigen Gottes fordere ich alle Menschen in Deutschland, politische Parteien, alle Parteien, die sich demokratisch nennen, alle Konfessionen, aller Kirchen, auf, handeln Sie bitte menschlich. Was wir erlebt haben als Hinterbliebene der Opfer, was wir erlebt haben als Vertreter der Opfer: Arroganz, Arroganz und unfaire Ungerechtigkeit. Man hat uns Afghanen versprochen nach 30 Jahren Krieg: Wir werden Eure Heimat aufbauen. Wir werden Euch Demokratie beibringen. Ist das Demokratie gewesen, dass wir unsere Enkelkinder und Kinder verloren haben, ist das der Aufbau von Afghanistan gewesen?“
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