Fremdbetreuung versus Familienbetreuung

Ich möchte euch heute gerne von unserem langen Weg zur geglückten Lösung berichten. Vielleicht kann ich mit diesem Bericht für euch einen Denkanstoss bieten. Einen auf den man erstmal nicht einfach so kommt. Vielleicht ist genau dieser Weg zu diesem Zeitpunkt für eine von euch richtig und wichtig. Das würde mich freuen.

Als Junior geboren wurde war ich an einer 100% Stelle tätig und es fiel mir sehr schwer diese aufzugeben. Die Umstellung auf das Mamasein war einfach gigantisch. Gigantisch gross und gigantisch unschöner als ich mir das so vorgestellt hatte. Eine lange mitgeschleppte Depression half dem Glück auch nicht gerade auf die Sprünge. Darüber und über vieles mehr schrieb ich bereits hier  Regretting Motherhood.

Ich reduzierte mein Pensum auf 40% und war damit auch eine Weile glücklich. Ich wusste aber immer das dies nicht dauerhaft so bleiben sollte. Für Junior meldeten wir uns auf einer Homepage an, schalteten ein Inserat und bekamen haufenweise Anfragen. Ein kleines Kind zu hüten war für viele einfach nur schön. Wir arbeiten beide in Schichten und brauchten unsere Babysitter zu den unterschiedlichsten Zeiten. Daher stellten wir durchschnittlich 3 Babysitter gleichzeitig an damit immer jemand könnte. Und auch frei war ab zu sagen. Das haben wir völlig transparent kommuniziert und niemand hatte ein Problem damit. Übrigens auch unser Sohn nicht. Er geht ganz offen auf neue Menschen zu. Was mit vier Jahren nicht mehr witzig ist aber davon an anderer Stelle…

Dadurch kamen wir mit einigen Babysitterinnen in Berührung und ich freute mich immer sehr wenn endlich einmal eine 6 Monate am Stück blieb. Denn ihr könnt euch ja vorstellen was für Menschen unter der Woche völlig flexibel Zeit haben Kinder zu hüten. Menschen die arbeitslos sind, gerade eine Ausbildung in den Sand gesetzt hatten oder sonst gerade nicht gesund genug für den Arbeitsmarkt waren. Es gab aber auch ganz viele die einfach nur Geld verdienen wollten bis im Sommer das Studium beginnt oder sich sonst eine Chance auftut.

Auf diese jungen Frauen griffen wir gerne zurück und sie würden auch jederzeit wieder einspringen so denn dies ihre Zeit erlaubt. Unsere Familie war unter anderen eben eine gute Möglichkeit zu arbeiten und dennoch das Leben in einer zwischenphase zu geniessen. Hier sei angemerkt, man kann sich nicht zwingend darauf verlassen dass der Babysitter wirklich zuverlässig kommt, sich einfach nicht mehr meldet, zu spät kommt oder klaut. Das gehört zum Arbeitgebersein leider dazu. Ihr seht also diese Lösung kostet Kraft und Organisationsstruktur. Aber wir waren nunmal auf eine Betreuung angewiesen.

Wir gehören nicht zu den Topverdiener denen der Preis des Babysitters egal sein könnte und auch nicht zu jenen die es sich leisten können das die Frau zu Hause bleibt. Daher war diese Phase unumgänglich. Zumal die Schwiegermutter im Ausland lebt und meine Eltern Vollzeit arbeiten.

Als ich mit dem Minimädchen schwanger wurde, wurde die Fremdbetreuung so richtig zum Problem. Wieviel bezahlt man für zwei Kinder und einen Hund? Zeit das Ganze in professionelle Hände zu geben dachten wir uns. Ein Verein der sucht, Bewerbungsunterlagen prüft und Ersatz stellen muss sollte die Mitarbeiterin krank sein. Klingt super dachten wir. Nur möchten junge Mitarbeiterinnen fixe Tage und Stunden garantiert haben und die älteren die so flexibel waren auf unsere Dienstpläne einzugehen, machten das genau ein paar Monate mit und kündigten weil es einfach harte Arbeit ist mit zwei Kindern und Hund.

Daher was nun? Mehr Stunden zu vergeben lag finanziell nicht drin, fixe Arbeitstage haben wir nunmal nicht und neue Leute findet die Agentur bis heute nicht. So haben  wir etwas Mathematik betrieben und kamen zu folgender Lösung. Ich arbeite jetzt 50% und mein Mann 90%. Das gibt immer noch 10 freie Tage für ihn und 10 Arbeitstage für mich. Aaaber er hört um 14 Uhr auf zu arbeiten und ich beginne um 15 Uhr. Und wenn er ganztägig frei hat arbeite ich lange Dienste. So haben wir tatsächlich gemeinsame Freizeiten  UND betreuen die Kinder komplett selber.

Ich weiss grosse Teile der Arbeitnehmer haben keine so flexiblen Zeiten und schon gar keine Firma in der man einfach um 14 Uhr gehen kann. Aber falls ihr in Schichten arbeitet, probiert es doch mal aus..Es lohnt sich. Ich bin sehr erleichtert dass ich die Betreuung nicht in fremde Hände geben muss und trotzdem arbeiten gehen kann. (Also wenn ich nicht sowieso gehen müsste weil sich kein Normalverdiener mehr zwei Kinder mit einem Gehalt leisten kann. )



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