Fastet Du schon oder täuschst Du Dich noch?

Fastet Du schon oder täuschst Du Dich noch?Die Fastenzeit geht dem Ende entgegen. Nächste Woche beginnt die Karwoche. Wie ist es mir mit meinem Fastenvorsatz bisher ergangen? Der Fastenvorsatz soll mir helfen, zum Herrn umzukehren. Im zweiten Kapitel Verse 12 und 13 heißt es im Buch des Propheten Joel: „Spruch des Herrn: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte, und es reut ihn, daß er das Unheil verhängt hat.“ (Joel 2, 12f.). Kehrt um von ganzem Herzen ruft uns der Prophet Joel zu. An diesem Aufruf soll sich unser Fastenvorsatz messen. Von daher dürfen wir uns fragen, ob unser Vorsatz unser Herz berührt hat? Wir haben uns einen guten, haltbaren Vorsatz für die Fastenzeit vorgenommen, aber darin vielleicht vielmehr einen sportlichen Ehrgeiz entwickelt. Nach 40 Tagen können wir dann sagen: „Wow, ich habe es durchgezogen! Ich bin stolz auf mich!“ Dann haben wir zwar gefastet, aber dieses Fasten hat nicht unbedingt mein Herz im Innersten berührt. Nach außen hin haben wir gefastet, aber es ist ein äußerliches Tun geblieben.
Fastest Du schon oder täuschst Du Dich noch?Im Buch Deuteronomium im zehnten Kapitel geht es um die Bundestreue und Ernte des Volkes Israel. In Vers 16 wird das Volk aufgefordert: „Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und nicht länger halsstarrig sein.“ (Dtn 10, 16). Hier wird deutlich, daß es Gott um mehr geht, als ein äußeres Einhalten der Gebote. Gott möchte, daß wir unsere Herzen verändern; unsere Herzen ihm zuwenden. Das Herz ist die Lebensmitte des Menschen. Gott möchte, daß wir ganzheitlich sehen, urteilen und handeln, wie es im 17. Kapitel Vers 6 im Buch Jesus Sirach aufstrahlt: „Und ein Herz zum Denken gab er ihnen.“ (Sir 17, 6). Das Fasten möchte eine Umgestaltung in Christus unterstützen, die den ganzen Menschen betrifft. Wer sich darauf einläßt, spürt, daß es manchmal eine große Herausforderung sein kann, die zu Herzen geht. Ja sogar als schmerzhaft empfunden werden kann. „Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und nicht länger halsstarrig sein.“ (Dtn 10, 16).
Fastest Du schon oder täuschst Du Dich noch?Ich erfuhr von einem Fastenvorsatz, bei dem es darum ging, in der Fastenzeit nichts zu kritisieren und nur sichere Fakten weiterzuerzählen. Das hörte sich einfach an. Es war dann doch eine größere Herausforderung, die über ein äußeres Einhalten des Vorsatzes hinausging. Es beschnitt das Herz mehr, als der Vorsatz auf den ersten Blick den Anschein hatte. Aber die Mühen schienen sich zu lohnen. Denn in vielen Gesprächen war zu spüren, daß sich eine positivere, harmonischere Atmosphäre ausbreitete. Die Stimmung war besser, da nicht falsche und niederdrückende Szenarien beschwört wurden. Die Mühen des Vorsatzes wurden belohnt mit einer angenehmeren Stimmungslage; auch ein angenehmeres Wohlbefinden.
Fastest Du schon oder täuschst Du Dich noch?Nächste Woche treten wir in die Karwoche ein. Eine intensive Zeit, in der wir der Einsetzung der Eucharistie, des Leidens und Sterbens Jesu Christi und seiner Auferstehung gedenken. Sie lädt uns intensiv ein zu betrachten, um welchen Preis wir erlöst sind. Das sollte uns nicht unberührt lassen. Es sollte uns anspornen, sich auf die Umgestaltung in Christus einzulassen. Denn die Karwoche zeigt konzentriert, welch wohlwollende Liebe Gott zu einen jeden einzelnen von uns hat. Denn er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, um uns zu erlösen.
Fastest Du schon oder täuschst Du Dich noch?Möge Gott Ihnen und Euch eine gnadenreiche Karwoche schenken.

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