Familien-Sparpaket – die falsche Lösung

Kritik am Familiensparpaket kommt auch von der CPÖ:

Die heftigen Reaktionen gegen die beabsichtigten Kürzungen bei den Familien lassen für die Zukunft hoffen, dass irgendwann auch bei der Regierung wieder die Vernunft zur Geltung kommt. Akzeptiert werden muss endlich, dass unser Staat ohne Familie keine Zukunft hat, dass sie die Keimzelle des Staates ist und dass das österreichische Volk ohne Kinder zum Aussterben verurteilt ist. Die ausufernden Kosten unserer Sozialsysteme sind warnende Vorboten. Wenn nun Fr. Heinisch-Hosek in bester sozialistischer Manier im Kurier-Interview am 20.11. d. J. eine Lanze für die Kinderbetreuungsstätten bricht und damit die auch von der ÖVP angenommene Regierungslinie vertritt, muss auch sie sich die Frage gefallen lassen, ob sie denn nicht bereit ist, endlich aus der Geschichte zu lernen. Kein Geringerer als Gorbatschow hat darauf hingewiesen, dass es einer der größten Fehler der ehemaligen Sowjetunion war, den Menschen Kinderkrippen aufgezwungen zu haben. Müssen wir erst unsere Familien zerstören und unseren Staat schädigen, bis sich diese Erkenntnis durchsetzt?

Wenn – wie in Österreich – trotz hoher Familienförderung nicht mehr Kinder geboren werden, muss die Frage erlaubt sein, ob das System richtig ist. Die meisten Mütter wollen bei ihren Kindern sein. Hirnforscher bestätigen, dass es für die Entwicklung der Kleinkinder das Beste ist, wenn sich die Mutter und am besten auch der Vater um die Erziehung kümmern. Geben wir ihnen doch diese Möglichkeit, nicht in Form der nachweislich entwicklungsfeindlichen Kinderkrippen, sondern durch ein Mütter-/Vätergehalt. Jene Menschen, die das Wertvollste für die Kinder und den Staat leisten, erhalten bislang weder Anerkennung noch soziale Absicherung. Diese wird erst durch die rechtliche Gleichstellung mit dem außerhäuslichen Beruf erreicht, durch ein Gehalt sowie Sozialversicherung! Schenken wir im Interesse unseres Landes den Erziehenden die Chance, sich um ihre Kinder kümmern zu können und ermöglichen wir es jenen Elternteilen, die dies nicht wollen, ihre Kinder anderweitig unterzubringen.

WAHLFREIHEIT – nur sie kann die Lösung in einem demokratischen Staat sein, nicht das Aufzwingen reaktionärer sozialistischer und überdies nachgewiesenermaßen schädlicher Ideen. Schaffen wir ein  neues Familienförderungssystem, das diesen Namen auch verdient.

 


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