Experten empfehlen: Schimmel im Haus richtig bekämpfen


In der kalten Jahreszeit macht sich der lästige und gefährliche Schimmel schneller breit, da viele vergessen zu lüften. Schimmelbefall in Haus und Wohnung sollte so schnell wie möglich bekämpft werden, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Hier ein paar Tipps.

Schimmelbefall an einer Wandecke

Schimmelbefall an einer Wandecke © Zlatan-Durakovic-Fotolia.com

Schimmelbefall nicht mit Chlor bekämpfen

Ist der Schimmelbefahl klein und oberflächlich, können die Verbraucher erst einmal versuchen, ihn ohne fremde Hilfe von Experten zu bekämpfen. Besonders geeignet ist medizinischer Alkohol, der mindestens 70 Prozent Alkohol enthält. Wasserstoffperoxid und Brennspiritus sind ebenfalls gute Schimmelkiller. Von chlorhaltigen Reinigern wird in jedem Fall abgeraten. Diese sind hochgiftig: Sie belasten die Lunge und reizen die Schleimhaut. Die toxischen Dämpfe können sich über Wochen in der Wohnung halten.

Auch Hausmittel sollten in Erwägung gezogen werden. Mit herkömmlichem Essig beispielsweise kann dem Schimmel leicht zu Leibe gerückt werden. Weitere hilfreiche Hausmittel gegen Schimmel kann man auf frag-mutti.de nachlesen. Bevor man zu chemischen Mitteln greift, sollte man zuerst unbedenkliche Hausmittel ausprobieren.

Begutachtung durch Experten

Große Flächen müssen in jedem Fall von einem Experten untersucht werden. Scheuen Sie nicht die Kosten – eine erfolgreiche Bekämpfung kann oft nur der Fachmann schaffen. Hat sich der Schimmel über mehr als einen halben Quadratmeter ausgebreitet, kann es sein, dass der Putz herunter muss. Der Profi kann das immer noch am besten beurteilen. Elke Maier von der Bremer Umweltberatung empfiehlt spezielle Firmen für Schadstoffsanierungen. Diese sind fähig und haben die Erfahrung, die Ursachen für den Befall feststellen zu können. Fachfirmen können am schnellsten bei Gesundheitsämtern nachgefragt werden.

Schutzbekleidung hilft vor Keimen

Schutzbekleidung hilft vor Keimen © Carola Langer_pixelio.de

Schutzkleidung tragen

Möchte man den Schimmel beseitigen, raten Experten zur Schutzkleidung. Unverzichtbar sind ein Augenschutz, eine Atemmaske und Handschuhe. Erst in der richtigen Kleidung sollte man die befallenen Stellen mit einem Schwamm oder einer Drahtbürste abwischen. Anschließend die benützten Hilfsmittel in einer Tüte verschließen und im Hausmüll entsorgen. Während der Prozedur sollte man es auch dringend vermeiden, dass ein offenes Feuer wie eine brennende Zigarette in den Raum gelangt. Man arbeitet schließlich mit hochprozentigem Alkohol.

Dem Schimmel vorbeugen

Wer einige Regeln beachtet, kann der Schimmelentstehung auch zuvorkommen. Das wichtigste ist, regelmäßig und richtig zu lüften. Morgens und abends mit geöffnetem Fenster für fünf bis zehn Minuten stoßlüften, reicht meist aus, so gelesen bei Welt Online. Auch ein kontinuierliches Heizen hat Bedeutung, damit die Wohnung gleichmäßig warm bleibt. Nach dem Duschen sollte man die Badezimmertür unbedingt geschlossen halten. Andernfalls verteilt sich der Wasserdampf in der Wohnung. Und Schimmel entsteht immer dann, wenn sich zu viel Feuchtigkeit im Raum befindet. Die Raumfeuchtigkeit sollte je nach Jahreszeit 50 bis 60 Prozent nicht übersteigen.

Fehlendes Lüften, zu wenig Heizen und eine schlechte Wärmedämmung sind häufige Ursachen für Schimmel. Das Tückische an dem giftigen Pilz ist oft, dass man ihn nicht sieht. Wenn ein modriger Geruch beim Betreten der Räume auffällt, sollte man einen Schimmelbefahl vermuten und einen Experten zu Rate ziehen. Typische Stellen, an denen sich der Schimmel gerne ausbreitet, sind Fensterlaibungen, die Ecken an Außenwänden, Silikonfugen im Bad und die Wand hinter großen Möbelstücken. Schimmel wächst immer da, wo er genügend Feuchtigkeit bekommt. Ein fehlender Luftaustausch tut sein Übriges.


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