Experimenteller jugoslawischer Film im MACBA

Das Museum für zeitgenössische Kunst von Barcelona, MACBA, wird ist zum 6 Juli eine Reihe zum Experimentellen Jugoslawischen Kino zwischen 1960 und1980 zeigen. Diese ist Teil der Ausstellung Museum of Parallel Narratives. In the Framework of L’Internacionale, welches das Museum in seinem Programm 2011 realisiert. Der von Ana Janevski kuratierte Zyklus zeigt experimentelle Filmkunst, welche die Sprache und dominante Ästhetik der ehemaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien von den 60’er bis zu den 80’er Jahren veränderte.

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„Wir können nicht versprechen, dass wir etwas anderes machen als zu  experimentieren“. So lautet die Maxime des Kollektiv KOD, gegründet durch audiovisuelle Künstler der Stadt Novi Sad an der Donau, als der serbische Regisseur und Drehbuchschreiber Dušan Makavejev sie 1971 einlud, eine visuelle und performative Intervention zu realisieren. Dies bedeutete eine Revolution der thematischen Paradigmen und der Produktion innerhalb des jugoslawischen Filmschaffens, welches sich unter Staatszensur befand.

Dušan Makavejev wurde 1932 in Belgrad geboren. Er studierte Psychologie an der Universität von Belgrad und nachdem er sein Studium beendet hatte begab er sich, fasziniert durch die Produktion von Inhalten und Bildern, in die Gesellschaft des Films und der Festivals. Dies brachte ihn dazu, in der Akademie für Radio, Fernsehen und Kino zu studieren. 1953 begann er mit der Arbeit an seinen ersten Dokumentationen, dessen zentrale Thematiken in Zusammenhang mit den Ereignissen der Nachkriegszeit standen. Seine experimentelle Tendenz, unbearbeitete Bilder aus anderen Produktionen einzufügen, Inhalte zu dekonstruieren und neu zu codieren, hat ihn zu einer der wichtigsten Figuren des jugoslawischen Kinos gemacht.

In seinen ersten drei Filmen Der Mensch ist kein Vogel (1966), Ein Liebesfall (1967) und Unschuld ohne Schutz (1968); kann man den starken Einfluss des Regisseurs Jean-Luc Godard finden und bei seinem Umgang mit den Bilder auch gewisse Züge der Dramaturgie von Bertolt Brecht.

Ende der 60’er Jahre reiste er dank eines Stipendiums der Ford Foundation in die Vereinigten Staaten, wo er seinen umstrittensten Film herstellte. Dieser brachten ihm die Zensur und die Unmöglichkeit der Rückreise nach Jugoslawien, welches ihn zur Persona non grata erklärte. W. R.-Mysterien des Organismus basiert auf den Theorien und Diskussionen über die Psychopolitik des Psychoanalytikers Wilhelm Reich, welche theoretisch auf seinen psychoanalytischen Arbeiten über die Mechanismen autoritärer Gesellschaften basieren und sich durch die Negation der Sexualität und der Lust konstruieren.

Der Gebrauch von Bildern mit starken und diffusen sexuellen Inhalten, um die Perversion der Dominanz und die politischen Verirrungen seines Landes aufzuzeigen, hat ihn zu einer Ikone des Experimentellen Kinos gemacht.

Einige Filme aus dem Programm des Zyklus sind: Artists’ Films der Künstler Vladimir Kristl, Neša Paripović, Zoran Popović y Mladen Stilinović, am Mittwoch dem 8 Juni; As Soon as I Open my Eyes I See a Film von Tomislav Gotovac, am Mittwoch dem 22 Juni; Kurzfilme von Karpo Godima  Joie de Vivre, am Mittwoch dem 29 Juni; Dušan Makavejev und sein umstrittener W. R.-Mysterien des Organismus, am Mittwoch dem 6 Juli.

Für mehr Information: http://www.macba.cat/controller.php?p_action=show_page&pagina_id=33&inst_id=30639


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