Einhundertvierzig Millionen

Ein guter Freund erwähnte unlängst ganz nebenbei, Kohl hätte einhundertvierzig Millionen, in Ziffern: 140.000.000, mit dem Boxen gemacht. Diese Zahl hat mich, den Payback-Punkte-Sammler, so erschreckt, dass ich einfach nicht mehr in der Lage war, noch eine intelligente, erklärende Frage zu stellen, wie z.B.: Euro oder DM? Vor Steuern? Umsatz? Reingewinn? – Eben eine von den Fragen, die man so stellt, um großen Zahlen ihren Schrecken zu nehmen.
Wenn ich mir die bloße Zahl auch noch nicht einmal vorstellen kann, geschweige denn den entsprechenden Euro-, DM- oder Dollar-Betrag, so habe ich doch keinen Zweifel daran, dass diese Zahl richtig ist. Der besagte Freund ist schließlich immer sehr-sehr-sehr gut informiert.
Hätte ich nur einen winzigen Bruchteil von dem Geld, so würde ich mir den einen oder den anderen Boxer suchen, ihn unter Vertrag nehmen, kleine Veranstaltungen auf die Beine stellen, den Boxer in den ersten zwei Jahren sehr vorsichtig aufbauen, um dann… Solche Träume hat ein Klaus-Peter Kohl wohl nicht.
© Uwe Betker



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