Ein wahrer „Melting-Pot“: die Küche Brasiliens

Brasilianischer Grillteller (Diana Quintero)

Brasilianischer Grillteller (Diana Quintero)

Was auch immer mit einem Land im Laufe der Geschichte passiert, von Kriegen, militärischen und politischen Allianzen, Revolutionen, bis zu klimatischen und demografischen Veränderungen, schlägt sich in der Küche des Landes nieder. In diesem Sinne ist Brasilien keine Ausnahme.

Der erste Schritt zu der einzigartigen brasilianischen Küche war, als sich die durch die portugiesischen Kolonisten mitgebrachte Küche mit der der indigenen Stämme vermischte. Diese kochten vor allem mit Maniok, Kartoffeln und Obst. In der Mitte des 17. Jahrhunderts kamen Sklaven aus Afrika an und mit ihnen Lebensmittel wie Kaffee, Bananen und Palmöl.
Im 19. Jahrhundert kamen die Deutschen und mit ihnen die  Kultur des Räucherns und Trocken von Fleisch sowie das Bier, die Italiener brachten ihre Backwerke mit.

So verfügt die Brasilianische Küche über eine luxuriöse Mischung von Aromen, die aus Afrika, Portugal und von den Guarani-Indianer stammen, und zeichnet sich durch Vielfalt aus. Die Nationalküche Brasiliens ist ein wahrer „Melting Pot“ und kann in fünf große Regionen aufgeteilt werden.

Der Amazonas-Teil unterscheidet sich vor allem durch die Zubereitung von Speisen. Dort ist  eine Art von Grill namens Moqui sehr populär, auf dem Moqui bereitet man alles zu, von Fleisch und Fisch bis zu Gemüse und Obst. Eine bekannte Spezialität ist Carurú de Camarao, das aus Garnelen und Okra zubereitet wird.

Die Provinz Bahia im Nordosten des Landes ist bekannt für Gerichte, in denen man den starken Einfluss der afrikanischen Küche erkennen kann. Die Hauptstadt von Bahia – Salvador da Bahia – war über Jahrhunderte ein wichtiger Hafen, in dem die Schiffe verschiedene Traditionen mit sich gebracht haben. Ein besonders bekanntes Gericht der Bahianischen Küche ist Moqueca de Peixe – ein Eintopf mit Fisch und/oder Krebsen.

Die Provinz Minas Gerais im Südwesten Brasiliens ist eng mit den Standorten der verschiedenen Metalle, Minen und „Goldräusche“ verknüpft. Große Wellen der Einwanderung und unsichere Einkommen waren oft dafür zuständig, dass sich Reichtum und Armut periodisch abgewechselt haben. Das Hauptnahrungsmittel ist bis zum heutigen Tag Mais. Das typische Gericht der Provinz ist Pão de queijo – ein Brandteiggebäck aus Polvilho (Stärke) und Käse.

Im südöstlichen Teil des Landes, das die Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo umfasst, ist  unter anderem das berühmteste Essen der Feijoada, ein Eintopf aus Bohnen und Schweinefleisch. Zunächst war es ein Armenessen, weil es mit den Resten von Fleisch, das der reichen Herrn nicht würdig war, zubereitet wurde.

Im Süden von Brasilien, in der Nähe der Grenze zu Argentinien, wo sich vor allem Einwanderer aus Europa angesiedelt haben, ist der Einfluss der Europäer sehr stark. Dort isst man überwiegend Fleisch, und zwar vom sogenannten Churrasco Grill.

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