Ein Tag im Büro #1

Ein Tag im Büro #1 – 24.09.2010

Ich verkünde hiermit den Start einer neuen Serie. Oft habe ich mich schon geärgert, diverse kleine Anekdoten aus dem Büroalltag nicht aufgeschrieben zu haben. Das wird jetzt geändert. Los geht es mit dem Freitag den 24.09 als ich mit Grippe zur Arbeit fahren durfte.

Die Krankheit hatte schon am Donnerstag angefangen, aber es war klar, dass ich am Freitag trotzdem hinfahren musste, komme was da wolle. Ein sehr wichtiger Kunde hat einen Bericht angefordert, der bis Freitag Mittag fertig sein sollte. Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, es ging um ein Recherche über polnische Umweltgesetze. Das hat sich als sehr schwierig rausgestellt, weil anscheinend Polen nur begrenzt ans Internet angeschlossen ist. Deshalb hatte ich Freitag morgen auch nur einige Fragmente da stehen und die Aussage, dass sich jemand aus Polen meldet, der Englisch kann und mir die benötigten Infos geben kann.

Ich kam also Freitag rein, total verschnupft und mit Fieber und dachte nur, das wird nix. Dann um neun der erste Blick in Outlook. Was sehe ich da? eine Mail des Kunden von Donnerstag 20:51 Uhr mit der Bitte, den Bericht schon Freitag um 9 Uhr !!! fertig zu haben. Ich dachte nur, das kann nicht wahr sein. Erstmal ignoriert und versucht nicht zu sterben. Dann um 11 Uhr ein Anruf des Experten aus Polen. Kein Problem, er hilft uns bis Dienstag schreibt er mir was zusammen. Keine Chance, telefonisch was aus dem rauszukriegen.

Ok, was tun. Ich hab die Krankheit ignoriert und einfach versucht das Beste aus den Fragmenten zu machen, die da waren. Um 13 Uhr war dann der Bericht so weit fertig, mit dem Hinweis, dass die eigentlichen Infos in einem Nachtrag nachgereicht werden. Ich hasse sowas und war mir klar darüber, dass der Kunde merkt, dass ich hier im Grunde aus seiner Sicht versagt habe. Dann das Ding per Mail raus. Ne Stunde später der Anruf vom Chef. Der Kunde findet den Bericht super und möchte ihn nun noch ins Englische übersetzt haben, um ihn an alle Stellen in Europa zu verteilen, wohlgemerkt auch ohne Nachtrag. Hä? Ich verstehe echt nur noch Bahnhof. Manchmal produziert man Dinge, die man selber richtig gut findet, und keinen interessiert es. Und dann pinnt man da was hin, mit Grippe, Zeitdruck und Halbwissen, und es kommt total gut an. Verkehrte Welt.

Zum Glück durfte ich dann nach Hause gehen und mich ins Bett legen, wo ich mich immer noch befinde.


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