Ein Sommernachtstraum

Diese lauen Sommernächte in der Stadt – man könnte fast in ihnen versinken. Die Trägheit des überhitzen Tages fällt noch nicht ganz von den Menschen ab und doch löst sich das Leben langsam wieder aus seiner Erstarrung. Menschen, die eigentlich keine Nachtschwärmer sind können sich nicht lösen aus diesem Moment des Friedens, der scheinbar nie zu Ende gehen mag. Das Rauschen des Verkehrslärms, die Menschen; alles geht ganz gemächlich vonstatten. Niemand hat Lust, sich heute noch antreiben zu lassen. Morgen ist so weit weg und es zählt nur das Leben in diesem Moment, der eine Ewigkeit dauert.

Die Stadt hat die drückende Hitze des Tages gespeichert und gibt sie nun weiter an die Menschen ab. Kälte und Sorgen, alles scheint so weit weg. Nur die Wärme ist präsent und umhüllt einen wie ein schwerer Mantel. Jetzt gibt es nur die Dämmerung, die Stadt, mich und dich.
Wie wir so sitzen, ins Halbdunkel starren und einfach nur dem Pulsieren des Blutes in unseren Ohren lauschen. Ohne uns zu sehen, genau wissend, was der andere gerade fühlt. Die Nacht lässt die Grenze zwischen Traum und Realität verwischen, macht unsere Geister frei. Wir fühlen uns so geborgen, dass wir nicht genug davon bekommen können. Ist es wirklich schon so spät? Aber die Nacht hält uns gefangen, weil wir in ihr mit jedem Atemzug unser Leben fühlen, mit allen Sinnen wahrnehmen. Wir erkennen die Vollkommenheit des Moments und merken, wie Blind wir bei Tageslicht dafür sind, geblendet von der gleißenden Sonne, verschreckt vom Lärm und den anderen Menschen.

Ich strecke meine Beine aus und entspanne mich, du lächelst still in dich hinein. Einen kurzen Moment denke ich, dass diese Nacht ein Ende haben wird. Aber der Gedanke entgleitet mir gleich wieder, als ich die ersten Sterne am Himmel aufgehen sehe. Siehst du sie auch?

Die Magie dieser Sommernacht lässt mich ganz nah bei dir sein, auch wenn du nicht bei mir bist. Eine Brücke über die Entfernungen hinweg, ihr Geschenk an uns.

Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne, aber die kalte Luft die mich umgibt ist der Vorbote des Herbstes. Zeit für den Abschied. Denn du und die Sommernächte, ihr seid nicht mehr als eine schöne Erinnerung.

 

Großstadtkaleidoskop, Sommer 2012



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Ich wunsche dir viel