Echte Träume

Es war einmal eine Reise. Dann war da eine andere Reise der eine Reise folgte. Die Reisen machte ein Reisender der es liebte zu reisen, denn wenn man auf Reisen ist, lebt man ein anderes Leben, eine andere Art des Lebens, man hat seine Grenzen versetzt, man sieht keine Grenzen, denn man ist über zu viele Grenzen gegangen um sie zu erkennen, sie als Hindernis zu sehen. Und die Grenzen des Lebens verschwinden langsam im Schein des Reisens. Das echte Leben beginnt sich langsam in immer weniger werdende Kleinteile aufzulösen. Man beginnt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das Wichtige zu erkennen. Ein Leben zu bestreiten in dem man sein kann wie man sein will. Sein eigener Herr zu sein, sich selbst und anderen treu sein zu wollen. Der Mittelpunkt liegt jetzt im Wesentlichen, im Leben an sich, abgeschottet von Einflüssen aus gesellschaftlichem, bürgerlichem Sein. Das bisherige Leben fängt an sich in Einzelteile zu zerlegen und man fängt an sich zu fragen warum man die Zeit, welche man mit unwichtigen Dingen verbracht hat, nicht anders gestalten konnte. Warum man nicht schon immer sein eigenes Leben gelebt hat. Eine Strandbar, in einem südlichen Land wie Indien oder Thailand. Ein kleines Haus in Norwegen mit einem Steg der soweit in den Fjord hineinreicht, das man sich schwer tut bei Nebel das Land zu sehen.

Die Antwort ist, man verliert seine Träume zu schnell im regen Treiben des alltäglichen Lebens, der Bedürfnisse eines Menschen nach Liebe, nach Zuneigung, nach Sicherheit. Nach Absicherung, nach einer unkomplizierten Art zu leben.

Doch was bitte frage ich mich, ist Sicherheit im Vergleich zum Erreichen eines Traumes, eines Gedankens den man in den schönsten Stunden seines Lebens mit Blick auf die endlosen Weite der Welt hatte?