DM FITA 2012 und danach

Die DM in Hohenhameln läuft nicht schlecht für mich. 9 von 12 Passen mit 50 Ringen oder höher. Leider zweimal 43 und einmal 49 Ringe. Die 43er ärgern mich: Einstiegsprobleme in der ersten Passe und im zweiten Durchgang eine Unkonzentriertheit, schon ist es geschehen. Gerne hätte ich A oder B geschossen, muss aber als 11D antreten.

Dennoch: der 18. Platz in der Altersklasse ist schon ein Erfolg! – Entweder wollte ich unter die ersten 25 kommen oder mehr als 600 Ringe schießen.

Somit beende ich nun die Recurve-Außensaison. Zwar werde ich noch in Stadthagen auf der kleinen FITA starten, aber das nehme ich mal nicht so ernst.

Stattdessen steht zur Diskussion, wie ich den Übergang in die Hallensaison abwickele. Eine Veränderung muss her, um dem Körper eine Entspannung vom Recurveschießen zu bieten. Zunächst denke ich an Jagdrecurve oder Longbow. Doch das ist vom Bewegungsablauf zu ähnlich zum Recurve. Könnte meinen Stil versauen. Hinzu kommt, dass in diesem Herbst noch drei 3D-Turniere anstehen: die LM 3D des NBSV, die Herbstjagd in Celle sowie die Bärenhatz in Holtorf. Doch bei den letzten 3D-Turnieren in Minden und Wellie war ich ohne ernst zu nehmende Konkurrenz. Das Schießen machte Spaß, aber ohne Gegner ist es langweilig. – Was also tun?

Da kommt mir der Gedanke, mir einen Jagdcompound ausschließlich für 3D zu zu legen. Nach ein paar gescheiterten Optionen im Bogensportforum lasse ich mich durch einen befreundeten, renommierten Bogenschützen beraten und helfen. Nach kurzer Recherche kaufe ich einen PSE Stinger gebraucht für gutes Geld, und bekomme von privat ein SureLoc-Pinvisier sowie eine Pfeilauflage dazu. Als Pfeile bestelle ich mir Easton Powerflight 400, als möglichst günstigsten Pfeil. Der Stinger ist mit nur 30″ Achsmaß und bis zu 60 lbs Zugkraft ein kleiner Giftzwerg, den es zu bändigen gilt.

Mir ist wichtig, dass das Compoundschießen meine Regeneration möglichst gut unterstützt. Aber es soll auch meine Technikdefizite im Recurvebereich ansprechen, insbesondere den Rückenzug. So kommt nur ein nach Zugkraft auslösendes Back-Tension-Release in Frage: Carter Evolution Plus. Teuer, aber vermutlich das Beste am Markt.

Nach kurzer Einweisung und Einstellung des PSE Stinger und der Handhabung des Release trainiere ich heute das erste Mal mit dem Compound. Leider nur in der Halle, da es fürchterlich regnet. Es macht Spaß und mit der Zeit stellt sich auch ein positives Schießgefühl ein. Trotzdem ist es anstrengend, nicht so sehr wegen der verausgabten Kraft, sondern viel mehr aus Angst vor Fehlern. Stress pur bei jedem Schuss.

Ich glaube, das war eine gute Idee: 3D nur noch mit dem, diesem Compound!

Wie geht es dann weiter? – Im Oktober stelle ich meinen Recurvebogen auf Hallenpfeile um. Und dann kommt das Stiltraining. Ich muss noch viele Dinge deutlich verbessern. Insbesondere der Endauszug bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Ich muss das Greifen der Sehne sowie den Löseprozess deutlich verbessern. Dazu gehört auch eine wesentlich lockerere Bogenhand. Das wird mich viele Stunden vor der nackten, kurz gestellten Scheibe kosten!


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