Dirt Rally: Ersteindruck

Ich bin eigentlich kein Freund von Early Access Versionen. Immerhin hat sich in meiner Steam-Bibliothek schon genug Schund in Form von Seven Days to Die Rust oder Reign Of Kings angesammelt, weswegen ich solche Titel eigentlich nicht mehr kaufen wollte.

Der Grund, wieso ich bei Dirt Rally eine Ausnahme gemacht habe, liegt erstmals am gegenüber den anderen Titeln viel interessanteren Genre (Rennsimulation) und am Entwicklerteam Codemasters.

Codemasters ist u.a. für die Colin McRae oder F1 Titel bekannt und besitzt somit sehr große Erfahrung in diesem Metier. Deswegen sehe ich meine 30€ hier sicher investiert, da ich davon ausgehen kann, weil keine unfähigen Idioten sondern Erfahrene Entwickler am Werk sind, das der Titel auch fertiggestellt wird. Und nein, ich habe nichts gegen Indie-Studios.

Mit meiner HD Radeon 6800 läuft das Spiel ziemlich flüssig, auch wenn natürlich einiges an Details fehlt. Jedoch geht es mir primär um den Simulationscharakter – hübsche Grafik ist für mich nettes Beiwerk.

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Feuchte Strecken sind nicht nur wegen des geringerem Grips schwieriger, sondern auch wegen der eingeschränkten Sicht der verschmutzten Scheibe.

Dirt Rally ist extrem anspruchsvoll, was der Rally Sport mit sich bringt. Mit meinem Controller (XBOX 360 für Windows) und einer angepassten Vibrationsstärke von 100% kann man das Auto sehr gut steuern. Die Controllerunterstützung und das Feedback sind bereits hervorragend umgesetzt, ich kann zu jeder Zeit „spüren“ wie sich mein Auto verhält – an dieser Stelle sei gesagt, dass ich ausschließlich in der Cockpit-Perspektive spiele. Die Lenkung ist in der Controller-Preconfig sehr empfindlich eingestellt, was für die Cockpit-Perspektive jedoch mehr als angebracht ist. Solltet ihr es bevorzugen in der Außenansicht zu spielen, solltet ihr die Lenkung etwas korrigieren oder nicht ganz so hart einlenken – das ist aber letztendlich eine Sache der Gewöhnung.

Außenansicht

Außenansicht

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Im Karrieremodus orientiert sich der Schwierigkeitsgrad an den eingestellten Fahrhilfen. Ich spiele bis auf ABS vollkommen ohne Fahrhilfen – auch andere Hilfen wie z.B. die „Starthilfe“ (automatischer Anzug und Release der Handbremse beim Start) habe ich ausgestellt. Je weniger Hilfen man verwendet, desto höher ist der Bonus des Preisgeldes.

Etappenübersicht

Etappenübersicht

Ebenfalls einen Bonus erhält man, wenn man eine Etappe oder Neustart beendet. Die im Genre mittlerweile Fest etablierte Replay-Funktion gibt es bei Dirt-Rally jedoch nicht!

Die Preisgelder braucht man (wie könnte es auch anders sein :D) um sich neue und bessere Autos zu kaufen, aber auch um sein Team (Mechaniker & Co.) zu erweitern oder die Reparaturen zwischen den Etappen zu finanzieren. Bei den Mechanikern z.B. gibt es ebenfalls Preis und Qualitätsunterschiede – sowie unterschiedliche Spezialisierungen der Mechaniker. Hier ist neben fahrerischen Können auch ein gutes Händchen bei der Auswahl der Teamkollegen gefragt! :)

Dem Copiloten aufs Gebetbuch spicken :D

Dem Copiloten aufs Gebetbuch spicken :D

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Spiel sehr viel Spaß macht – so viel, dass ich es aktuell sogar Witcher 3 vorziehe ^^

Wer auf Rennsimulationen steht oder gern mal eine Auszeit von der Casual-Games-Welt machen möchte, ist mit diesem Early Access Titel sehr gut beraten. Man merkt hier einfach, dass Profis am Werk sind – denn die aktuelle Version wirkt schon sehr ausgereift und sticht somit drastisch im Pool der Early Access Spiele hervor!

Hier noch ein Gameplay mit stark beschädigtem Auto. Leider habe ich von der Aufnahmesoftware nur eine Testversion.


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