Die Woche | 19.07. – 25.07.2014

Gesetz für Trink-Touren in Calvià auf Mallorca in Kraft getreten
Die neue Regelung dient in erster Linie dazu, das sogenannte „Pub Crawling“ besser zu überwachen. Bei den organisierten Kneipentouren ziehen Urlauber mit Guides durch die Straßen der Touristenhochburgen in Calvià, mit dem Ziel, sich zu betrinken. Laut der Sprecherin der Stadt, Cristina Tugores, kommt es dabei vor allem an der Feiermeile Punta Ballena in Magaluf immer wieder zu Alkoholexzessen unter den meist jungen Touristen.
Nach dem neuen Gesetz ist die Teilnehmerzahl bei den „Pub Crawling“-Ausflügen seit dem 25.07.2014 auf maximal 50 Personen beschränkt. Außerdem müssen die Veranstalter der Trink-Touren eine Haftpflichtversicherung in Höhe von 300.000 Euro abschließen, mit der eventuelle Schäden abgedeckt werden können.
Die Polizei überprüft in diesen Tagen die für die Organisation der Kneipentouren verantwortlichen Unternehmen auf gültige Lizenzen und die Einhaltung der neuen Vorschriften.

Mallorquinische Piloten sterben bei Flugzeugabsturz in Mali
Die beiden Flugkapitäne der am 24.07.2014 abgestürzten Maschine waren laut der algerischen Luftfahrtbehörde Mallorquiner. Das Flugzeug war auf dem Weg von Burkina Faso nach Algier. Nach UNO Berichten muss man davon ausgehen, dass keiner der 116 Menschen an Bord das Unglück überlebt hat.
Der Flieger der spanischen Fluggesellschaft Swiftair ist nach ersten Erkenntnissen in ein Unwetter geraten und 50 Minuten nach dem Start im Nordwesten Afrikas abgestürzt. Neben dem Piloten, einem Mann aus Sa Cabana und seiner Co-Pilotin, einer Frau aus Sa Pobla auf Mallorca, sind auch die fünf weiteren Besatzungsmitglieder spanische Staatsangehörige. Die Airline Air Algérie, welche die Maschine gechartert hatte, gab an, dass unter den 116 Opfern mindestens 50 Franzosen aber auch vier Deutsche sind.

Vom Parlamentssitz auf die Gefängnispritsche
Aus einem aktuellen Regierungsbericht geht hervor, dass derzeit in ganz Spanien fast 1.700 offene Korruptions-Fälle vor Gericht verhandelt werden. 21 Politiker, von ehemaligen Bürgermeistern oder Mitgliedern der Stadtverwaltungen bis hin zu Ministern innerhalb der Zentralregierung befinden sich sogar hinter Gittern.
Vergleicht man die verschiedenen autonomen Regionen Spaniens, dann stammen die meisten Politiker, die wegen Korruption verurteilt wurden und momentan eine Haftstrafe absitzen, von den Balearen: Im Gefängnis befinden sich zum Beispiel Mallorcas frühere Inselratspräsidentin Maria Antonia Munar, der Ex-Tourismusminister der Balearen Miquel Nadal sowie die ehemaligen PP-Politiker Josep Cardona und Kurt Viaene.
Nun folgen ihnen in Kürze auch Jaume Matas sowie sein Redenschreiber Antonio Alemany. Der Ex-Balearenpräsident Matas muss für neun Monate hinter Gitter. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um die Radsporthalle Palma Arena auf Mallorca. Matas soll Dokumente gefälscht, Gelder veruntreut und sein Amt als Balearenpremier missbraucht haben.

Balearenwirtschaft wächst
Laut einem aktuellen Bericht des Unternehmens für Finanzdienstleistungen BBVA soll diese im Laufe des Jahres um rund 1,2 Prozent steigen.
Zu verdanken ist das vor allem der positiven Entwicklung im Tourismussektor, so der Vorsitzende des Kreditinstituts, Miguel Cardoso. Dieser Trend soll sich demnach auch im August fortsetzten:
Man rechnet mit einem absoluten Rekordsommer. Schätzungen der Tourismus-Experten zufolge werden in der Hauptsaison so viele Menschen nach Mallorca reisen, wie noch nie zuvor.
Die steigende Anzahl an Urlaubern wirkt sich hierzulande unterdessen auch positiv auf die Arbeitslosigkeit aus: so hat die Zahl der Erwerbslosen auf Mallorca und den Nachbarinseln im Juni und Juli deutlich abgenommen.
Aktuell sind rund 62.000 Menschen auf den Balearen ohne Job. Somit ist die Arbeitslosigkeit nicht nur im Vergleich zum Monat Mai, sondern auch im Vergleich zum Juni und Juli 2013 gesunken, und zwar um fast zwölf Prozent.

Mallorca bekommt seine ersten Strand-Schließfächer
Installiert wurden die Outdoorsafes in der Gemeinde Calviá, und zwar an den Stränden von Palmanova, Santa Ponça, Paguera und Magaluf, geplant sind sie aber auch am NIKKI Beach sowie im Megapark an der Playa de Palma. Spätestens ab kommenden Montag (28.07.2014) gehen die ersten davon in Betrieb. Entwickelt hat die Schließfächer, die optisch ähnlich den DHL-Packstationen sind, das deutsche Unternehmen Yoursafe24. Mieten kann man das Fach direkt vor Ort und bezahlt wird der Preis von drei Euro per EC- oder Kreditkarte.
Das ausgewählte Safe-Fach kann im Mietzeitraum beliebig oft geöffnet werden, versichert ist es mit einer Summe von 3.000 Euro. Geplant ist, die Schließfächer auch in anderen Gemeinden auf Mallorca aufzustellen, außerdem soll es für die Nutzer bald auch Kühlfächer geben, in denen sie ihren Strand-Proviant aufbewahren können.

Mallorca investiert in den Schutz seiner Wälder
Insgesamt zwei Millionen Euro werden in den kommenden Jahren zur Vorbeugung von Waldbränden investiert. Das sieht ein aktueller Plan der Balearenregierung vor. In diesem Rahmen installiert sie unter anderem fünf Wassertanks in den Gemeinden rund um das Tramuntana-Gebirge, der Kostenpunkt liegt bei je rund 50.000 Euro.
Daneben werden auf rund 100 Hektar Fläche sogenannte Brandschneisen errichtet, die verhindern sollen, dass sich Waldbrände schnell ausbreiten können. Gleichzeitig erleichtern sie Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr die Zufahrt in die Gebiete.
Weitere 250.000 Euro bekommt die balearische Naturschutzbehörde Ibanat. Sie wird damit ein neues Löschfahrzeug kaufen, das knapp 3.000 Liter Wasser transportieren und auch in schwer zugängliche Gebiete vordringen kann.
Erst im vergangenen Jahr wurden bei Waldbränden über 2000 Hektar Fläche in Mallorcas Tramuntana-Gebirge zerstört. Damit das nicht wieder passiert, will die Balearenregierung das Waldbrand-Projekt noch innerhalb der kommenden zwei Jahre abschließen.

Vergünstigte Bus-Tickets für die Bewohner von Llucmajor auf Mallorca
Personen, die in der Gemeinde gemeldet sind, haben ab jetzt die Möglichkeit eine Bürgerkarte für Palma de Mallorcas Stadtbusse zu erlangen. Das gab das Rathaus von Llucmajor bekannt. Diese Karte ermöglicht es den Fahrgästen, vergünstigt in der Inselhauptstadt Bus zu fahren. Das heißt, dass dann für eine Fahrt nur 80 Cent anstatt 1 Euro 15 bezahlt werden müssen. Menschen mit einem Behindertenausweis zahlen dank der Neuregelung dann nur 30 Cent.
Seit letztem Jahr können Balearenbewohner die Bürgerkarte der Stadt Palma de Mallorca, die sogenannte „tarjeta ciudadana“, online auf der Homepage des Rathauses anfordern. Das Dokument wird dann innerhalb von vier Tagen an die gemeldete Wohnadresse zugeschickt, wie die verantwortlichen Behörden erklärten. Allerdings kann die Karte auch weiterhin persönlich im Gemeindeamt von Palma de Mallorca beantragt werden.

Touristen auf Mallorca geben immer weniger Geld aus
Obwohl die Anzahl an Mallorca-Urlaubern jährlich steigt, verzeichnen hotelnahe Gastronomie-Betriebe und Einzelhändler einen stetigen Rückgang ihrer Einnahmen. Ein Grund dafür sind die Urlaubs-Komplettpakete, die viele Touristen dazu veranlassen, sich ausschließlich im Hotel aufzuhalten und kaum außerhalb der Anlage zu konsumieren. Von den rund neun Milliarden Euro, die auf Mallorca im letzten Jahr durch den Tourismus eingenommen wurden, gelangten nur etwa 30 Prozent in die Kassen der Gastronomen und Einzelhändler. Diese Daten wurden nun vom Marktforschungsinstitut Egatur veröffentlicht.
Laut dem Tourismusministerium ist die Anzahl an All-Inclusive-Urlaubern auf Mallorca im Jahr 2013 um rund 20 Prozent angestiegen.

Kombi-Ticket für den Zug nach Sóller
Ab sofort gibt es auf Mallorca ein neues All-In-One-Angebot mit dem Namen „Palma-Sóller Territory Miró“. Das Ticket kostet 30 Euro und berechtigt zum Besuch des Museums Es Baluard in Palma de Mallorca, der Stiftung Joan Miró in Cala Major und es beinhaltet Hin- und Rückfahrt mit dem roten Blitz sowie in der Straßenbahn nach Port de Sòller. Mit dieser neuen Initiative wollen die Städte Palma und Sóller, zusammen mit den privaten Institutionen, den Stellenwert Mirós für Mallorca hervorheben. Urlauber und Residenten sollen mit dem neuen Kombi-Ticket die Möglichkeit bekommen, die Spuren, die der weltbekannte Künstler auf Mallorca hinterlassen hat, zu entdecken.
Kaufen kann man die neue Eintrittskarte unter anderem in Palma an der Zugstation des roten Blitzes, im Museum Es Baluard und in der Stiftung Joan Miró.

Positive Bilanz nach Einführung der Benimmregeln auf Mallorca
Die zieht jetzt die Stadt Palma de Mallorca, nachdem Anwohner zuletzt kritisiert hatten, dass hier kaum merkliche Änderungen zu spüren sind. Laut Álvaro Gijón, dem Tourismusbeauftragten der Stadt Palma de Mallorca, sind in den letzten Wochen allein aus Bußgeldern wegen unerlaubter Trinkgelage um die 5.000 Euro zusammen gekommen. Außerdem, so Gijón weiter, ist die Prostitution an der Playa de Palma deutlich zurückgegangen. Zudem wurde seit Einführung der neuen Verordnung in mehr als 550 Fällen gegen den illegalen Straßenhandel vorgegangen.
Die neuen Benimmregeln sind an der Playa de Palma im Juni in Kraft getreten, Verstöße werden hier auch geahndet. Im Rest der Inselhauptstadt werden Bußgelder erst ab September verhängt.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von “Das Inselradio”

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