Die Woche | 13.05. – 19.05.2017

Die Woche | 13.05. – 19.05.2017

Balearen und Kanaren fordern Anhebung des Residentenrabatts
Die kanarischen und die balearischen Inseln haben sich jetzt zusammen getan, um gemeinsam vor der spanischen Zentralregierung die Anhebung des Residentenrabatts einzufordern. Momentan beträgt der noch 50 Prozent auf Flugreisen oder Fährfahrten zwischen den Inseln und dem spanischen Festland. Ziel ist jedoch, dass der Preisnachlass auf 75 Prozent angehoben wird. Um das zu erreichen, haben sich Vertreter der kanarischen Regionalpartei Nueva Canarias bereits mit dem spanischen Finanzminister Cristóbal Montoro zusammen gesetzt und ihm ihre Forderungen präsentiert. Die Verhandlungen laufen noch.
Unterstützung gibt es unterdessen vom balearischen Verkehrsminister Marc Pons. Er betont, dass die Balearen in Sachen Anhebung des Residentenrabatts Hand in Hand mit den kanarischen Inseln gehen und sich beide Inselregierungen gemeinsam dafür stark machen werden.

Keine Stierhatz auf Mallorca in diesem Jahr
In Mallorcas Bergdorf Fornalutx wird es in diesem Jahr wohl keine Stierhatz geben. Das hat Bürgermeister Antoni Aguiló jetzt bekannt gegeben. Hintergrund ist, dass die Gemeinde schriftlich nachweisen muss, dass diese Tradition schon seit mehr als einhundert Jahren ohne Unterbrechung besteht. Genau das bereitet aber momentan Probleme: Es existieren keine offiziellen Dokumente, die das belegen. Die einzige Möglichkeit, dass die traditionelle Stierhatz in Fornalutx doch noch stattfinden könnte, wäre, dass ein Gesetzesvorschlag der linken Parteien verabschiedet wird. Dieser sieht vor, dass unter der Voraussetzung, dass das Tier nicht gequält oder am Ende geschlachtet wird, der sogenannte „correbou“ veranstaltet werden darf. Das Gesetz müsste jedoch vor September, dem Termin des Festes, durchgesetzt werden.
Traditionell wird beim „correbou“ ein an den Hörnern gefesselter Stier durch die Straßen von Fornalutx gezogen und am Ende des Tages geschlachtet. Tierschutzorganisationen auf Mallorca fordern schon seit Jahren die Abschaffung dieses blutigen Events.

Seegraswiesen sollen besser geschützt werden
Die Balearen wollen das sogenannte Neptungras, das hierzulande „Posidonia“ heißt, besser schützen. So soll in Zukunft zum Beispiel das Fischen mit Schleppnetzen über den Seegraswiesen verboten werden. Das entsprechende Gesetz wird derzeit ausgearbeitet, heißt es.
Der Bestand der Neptungräser ist in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen: Die Pflanzen wachsen nur sehr langsam und reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Da der allgemeine Klimawandel auch im Mittelmeer zu einer Erwärmung führt, ist nicht auszuschließen, dass die Gräser innerhalb weniger Jahrzehnte aussterben.
Umweltverschmutzung sowie illegal ankernde Schiffe und Yachten setzen den Pflanzen ebenfalls zu. In den geschützten Bereichen, in denen das Gras wächst, wie zum Beispiel am Es Trenc Strand und vor Cabrera, ist das Ankern verboten.
Die „Posidonia“ bildet die Grundlage für das Ökosystem im Mittelmeer.

Anti-Touristen-Demo in Palma
In Palma hat sich eine Gruppe von Bürgern zusammengeschlossen und eine Anti-Touristen-Initiative gegründet. Diese trägt den Namen „Ciudad para quien la habita. No para quien la visita“, was so viel heißt wie „Die Stadt gehört denen, die darin wohnen, nicht denen, die sie besuchen“.
Die Initiative veranstaltet am kommenden Samstag (20.5.) um 12:00 Uhr einen Protestmarsch, der vom Rathausplatz bis zur Plaza del Coll führt. Die Teilnehmer sind dazu aufgerufen, sich wie ausländische Touristen zu kleiden und Rollkoffer mitzunehmen. So wollen die Verantwortlichen unter anderem demonstrieren, wie laut es ist, wenn Trolleys durch die Straßen gezogen werden.
Von Seiten der Palmesaner hagelt es aber nicht nur Zuspruch für diese Aktion, sondern auch enorme Kritik. So vertreten viele Einwohner zum Beispiel die Meinung, dass man nicht in die Hand beißen soll, die einen füttert.
Wie viele Menschen sich letztendlich an dem Anti-Touristen-Marsch beteiligen, bleibt abzuwarten.

Höhere Strafen für Piratentaxis auf Mallorca und Ibiza
Fahrern der sogenannten Piratentaxis auf den Balearen geht es an den Kragen. Das geht aus einer Gesetzesänderung hervor, die in den nächsten Monaten in Kraft treten soll. Das hat das balearische Verkehrsministerium jetzt bekannt gegeben.
Je nach Art des Vergehens müssen illegale Taxifahrer künftig mit einem Bußgeld zwischen 6.000 Euro und 12.000 Euro rechnen. Seit letztem Jahr geht die Balearenregierung härter gegen die Piratentaxis vor und hat in diesem Zusammenhang auch die Kontrollen ausgeweitet.
Da die meisten illegalen Taxifahrer ihre Touren vom Airport aus starten, wo sie Urlauber ansprechen und damit werben, günstiger als die Konkurrenz zu fahren, wird hier besonders kontrolliert – auch Überwachungskameras kommen zum Einsatz. Um die schwarzen Schafe der Branche aus dem Verkehr zu ziehen, arbeitet Palmas Lokalpolizei eng mit der Guardia Civil am Airport Son Sant Joan zusammen. Die Maßnahmen werden aber auch am Flughafen von Ibiza durchgeführt.

Sa Feixina in Palma: Erst Abrissforderungen, jetzt Denkmalschutz
Vor rund einem Jahr forderte die Stadt Palma noch den Abriss, jetzt soll es unter Denkmalschutz gestellt werden: Die Rede ist vom Sa Feixina-Denkmal im gleichnamigen Park in Palmas Zentrum. Nach einer Prüfung durch das balearische Denkmalschutzamt gibt es jetzt ein offizielles Gutachten, in dem sich die Experten dafür aussprechen, das Monument zu schützen.
Der Steinpfeiler war 1948 unter dem spanischen Diktator Franco eingeweiht worden. Er erinnert an 800 mallorquinische Soldaten, die bei einem Schiffsangriff ums Leben gekommen sind. Auf Grund dieses geschichtlichen Hintergrundes hatte die Stadt Palma 2016 gefordert, das Denkmal abzureißen. Sowohl Denkmalschützer als auch Bürgerverbände stellten sich jedoch dagegen, unter anderem mit Protestveranstaltungen.

Atlético Baleares träumt von zweiter spanischer Fußballliga
Mallorcas Fußballdrittligist Atlético Baleares kann doch noch von der zweiten Liga träumen. Das Team um Trainer Josico Moreno schaffte es sich am letzten Spieltag mit einem Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Alcoyano für die Play-Offs zu qualifizieren. In der 34. Spielminute fiel der entscheidende Treffer für die Mallorquiner. Anders als in Deutschland besteht die dritte Liga in Spanien aus vier Gruppen. Insgesamt spielen 16 Teams um den Einzug in die sogenannte Segunda División. Die Play-Offs bestehen aus Hin- und Rückspiel. Die jeweiligen Begegnungen werden noch ausgelost.
Sollte Atlético den Aufstieg schaffen könnte es in der kommenden Saison zum Derby auf Mallorca kommen. Vorausgesetzt Zweitligist Real Mallorca schafft es die Klasse zu halten, denn die Inselelf droht in die dritte Liga abzusteigen. Am Sonntag (21.5.) empfängt Atlético Balears Toledo im heimischen Son Malferit Stadion.

Playa de Palma: Wenig Ruhe für Anwohner
Anwohner an der Playa de Palma beklagen sich: Auch in diesem Jahr wird es wohl keinen besonders ruhigen Sommer in der Urlaubsregion geben. Schon jetzt sieht man Gruppen von Jungendlichen, die sich am helllichten Tag am Strand betrinken. Fliegende Händler sind an der Promenade unterwegs und illegale Strandmasseurinnen bieten ihre Dienste an. Ein ähnliches Bild also, wie in den Vorjahren. Vor allem die Mitglieder der Bürgervereinigung Ciutat de s´Arenal beklagen diesen Zustand, wie die Tageszeitung Ultima Hora schreibt. Sie fordern von den Zuständigen in den Gemeindegebieten Palma und Llucmajor, endlich etwas gegen die Situation an der Playa de Palma zu unternehmen.

Sommer 2018: Zufahrten zum Cap Formentor werden gesperrt
Nachdem im April bekannt wurde, dass der Verkehr am Cap Formentor eingeschränkt werden soll, gibt es jetzt konkrete Details: So kommen Besucher ab Sommer 2018 nicht mehr mit dem eigenen PKW, sondern nur noch mit einem Shuttle-Bus zu Mallorcas nördlichstem Punkt.
Die Gemeinde Pollença plant im Rahmen des Projektes einen eigenen Busbahnhof zu errichten, von dem aus die Pendelbusse dann in Richtung Leuchtturm aufbrechen. Der Bahnhof soll fast 420.000 Euro kosten.
Durch diese Maßnahmen wollen die Verantwortlichen erreichen, dass vor allem in der Hochsaison weniger Verkehr auf den Zufahrtsstraßen zum Cap Formentor herrscht.
Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Orten auf Mallorca realisiert: Zum Beispiel können seit dem 1. Mai Besucher, die in den Buchten Cala s’Almonia und Caló des Moro in der Gemeinde Santanyí baden wollen, nicht mehr mit dem eigenen Auto anreisen. Die Gemeinde hat sämtliche Zufahrtsstraßen gesperrt. Nur noch Anwohner dürfen mit dem eigenen PKW bis an die Strände fahren, alle anderen müssen den Bus nehmen.

Mehr Lokalpolizisten im Sommer in Palma im Einsatz
In den Touristengebieten der Inselhauptstadt Palma wird die Lokalpolizei in dieser Saison vermehrt Präsenz zeigen. Insgesamt werden 92 zusätzliche Polizisten zum Beispiel an der Playa de Palma für Sicherheit sorgen. Das hat Palmas Bürgermeister José Hila zusammen mit der Stadträtin für Sicherheit Angélica Pastor bei einem Pressetermin vor Mallorcas Kathedrale bekannt gegeben.
Damit sind nahezu dreimal so viele Beamten im Einsatz wie im letzten Jahr. Auf diese Weise reagiert die Regierung auf die stetig steigende Zahl an Urlaubern.

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