Die Schönheit

„Schönheit ist unsichtbar und Sie glitzert.“

Schönheit ist unsichtbar
Dieser Satz blieb mir am meisten im Gedächtnis, als ich diesen interessanten Artikel in der Zeit las.
Als ich Mama wurde und noch viele Monate über 10 Kilo, mehr auf den Rippen hatte, war mir zwar nicht egal, was ich anhatte aber weit und bequem mUmstellung es auf jeden Fall sein. Alle meine Klamotten passten nicht mehr und ließen mich aussehen wie eine Presswurst. Ich fing an, mit Leidenschaft Leggings zu tragen und Schlabberpullis. Früher hätte ich so etwas nie getan. Ich trug auch Jacken mit vielen Taschen, obwohl ich das schon immer tat. In den Anfangsmonaten hatte ich ja den Kinderwagen dabei und viel Platz zum verstauen.
Aber mal im Ernst, irgendwie hatte ich Millionen andere Dinge im Kopf, außer mich wie gewohnt morgens ausgehfein zu machen. Das ich jeden Tag duschen konnte, war schon ziemlich viel Gutes, was ich für meinen Körper tat. Make Up oder Abdeckstift, Haarspray oder Haarklammern gabs nicht mehr. Die Haare störten bei allem und demnach wurden Sie zum Mama-Dutt hochgebunden.
Ich fühlte mich aber dennoch nicht hässlich oder dergleichen. Ich habe 3 Monate nach der Geburt vom Prinzen geheiratet und ich fand mich ganz ansehnlich, obwohl ich mir meine Fingernägel selbst, mehr recht als schlecht, lackiert hatte. Es gab einfach wichtigere Dinge und da sind wir wieder bei der Kernaussage:
„Schönheit ist unsichtbar und Sie glitzert.“
Das empfinde ich ebenfalls, auch wenn dafür eine Schwangerschaft mit 30 imageKilo mehr nötig war. Kleider machen Leute- jeder kennt diesen Spruch und er mag in vielerlei Hinsicht stimmen aber für mich sind Kleider, meist ein Kostüm und als Mama hatte ich eben das Mama-Kostüm. Bequeme und praktische Kleidung. Das Tolle, ich habe trotzdem gestrahlt, denn hallo, ich bin frisch Mama geworden.
Im Büro, zu Geschäftsterminen hatte ich das Business- Kostüm an, ich sollte äh wollte  seriös und kompetent aussehen. Die Gesellschaft gibt das eben vor. Das sind die Normen der Erwachsenen. Gehst du zu einer klassischen Beerdigung, trägst Du schwarz. Bist eine Braut trägst du meist weiß oder Creme. In allen Lebenslagen trägst Du dein Kostüm, ohne es wirklich immer bewusst zu tun. Es ist einfach so drin, alle tun es. Alle sehen so aus. Es ist gerade trendy?
Zu unserer Hochzeit haben wir uns bewusst gegen Anzug und klässigstes Brautkleid entschieden und unsere Verwandten waren sichtlich verwundert, als Sie uns sahen. Der Prinz trägt fast ausschließlich Trainingshosen, weil es einfach bequem und super zum Spielen ist. Er braucht keine schicke Kleidung, die den einzigen Nutzen hat, schick zu sein und überall drückt. Es gibt praktische Kleidung, wie Regenjacken. Die finde ich sinnvoll, nützlich und eben praktisch und Sie wird bei schlechtem Wetter getragen, egal ob Sie stylisch oder nicht ist.
Businessblusen, sind mir zum Beispiel ein Graus und man merkt mir an, das ich ein Kostüm trage. Ist das wirklich dann noch sinnvoll?
Ist es nicht besser wenn man sich so kleiden kann, wie man sich fühlt? Egal in welcher Branche oder Situation? Macht mich wirklich eine Bluse kompetenter oder sind es nicht Worte, die ich sage, die dann überzeugen.
Wieso gibt es denn nur immer und überall, diese auferlegten Normen, die mir zugleich nicht wirklich einen Nutzen oder Vorteil zeigen.
Wieso werden Menschen in Kostüme, die Sie eigentlich nicht tragen wollen, gedrängt um in der Gesellschaft unterzugehen und nicht aufzufallen?
Ein bewigstem gewähltes Kostüm, ist ja das eine aber ein gezwungenes das Andere?
Für mich macht es Menschen nicht schöner, nur weil Sie eine bestimmte Kleidung tragen. Saubere Kleidung finde ich wichtig, außer bei Eltern, da sind die obligatorischen Spuck- und Essensflecken ganz normal. Ich finde auch meinen Mann im Anzug sexy aber ich finde ihn auch ohne Anzug sexy.
Auch ich fing irgendwann wieder an, mehr auf mein Äußeres zu achten. Ich hatte einfach wieder ein paar Minuten mehr Zeit und auch Lust, mich „schöner“ zu machen. Es ist aber eine Illusion, wie ich denke. Ich mache mich nicht schöner. Ich tue etwas für mich und das tut mir gut. Das tut meiner Seele gut aber schöner bin ich dadurch nicht.

Frida von 2Kindchaos , postete vor einigen Tagen ein Foto von sich und Sie strahlte. Sie sah so wunderschön aus. Als ich ihr das sagte, tat Sie es ab. Sie meinte, nur das Make Up würde das ausmachen. Aber so war es nicht. Sie strahlte einfach, weil Sie eine Schönheit besitzt, die man nicht mit Kajal verbessern kann. Diese Schönheit ist immer da, nur unsere Komplexe und inneren Zerwürfnisse lassen nicht zu, dass wir sie spüren.

Lasst euch nicht unbedingt immer in Normen pressen oder sagen, dass ihr mit gewissen Extras, schöner seid oder werdet. Das ist in meinen Augen der falsche Ansatz und großer Quatsch. Ihr habt Spaß euch zurechtzumachen? Zeit für euch zu haben? Das ist prima und ich hab auch Spaß daran aber macht es nicht um ins Kostüm zu passen.image

Der Mensch hat nur ein wahres Kostüm, seinen Körper. Alles was diesen verändert, dient nur der Kostümierung und Verhüllung. Dies kann ganz bewusst und gewollt geschehen und ist auch dann vollkommen in Ordnung aber vergesst nicht:

Schönheit ist unsichtbar und Sie glitzert.

Fühlt ihr euch auch manchmal, wie in einem Kostüm? Machen für euch Kleider Leute?

Eure Glucke


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