Die Rückkehr der Kurzgeschichte

Diejenigen unter uns, die sich noch an ihre Schulzeit erinnern können – entweder weil sie ein verdammt gutes Gedächtnis haben oder noch mitten drin stecken – werden wohl zustimmen, dass es zwischen dem Deutschunterricht und dem realen Leben eine gewaltige Kluft gibt: zwar zwang uns der Lehrer reihenweise Gedichte und Kurzgeschichten zu sezieren, als ob es nichts anderes gäbe, waren und sind diese Literaturformen in einer durchschnittlichen Buchhandlung kaum mehr als Randerscheinungen. Der Grund ist einfach: Kurzgeschichten und Gedichte eigenen sich nicht dazu, gedruckt zu werden. Eine Kurzgeschichte von sagen wir fünfzehn Seiten mag noch so gut sein – vielleicht sogar das Leben ihres Lesers verändern – aber für fünfzehn Seiten wirft kein Drucker seine Maschinen an. Beziehungsweise tut er das nur für einen Preis, der die ganze Sache unwirtschaftlich macht, was einer Exekution gleichkommt. Der Leser dagegen, der sich mit blutendem Herzen von zehn, fünfzehn oder zwanzig Euro trennt, will dafür einen Gegenwert. Und der heißt Masse: das Verhältnis Seiten pro Euro muss stimmen. Und so führten technische Gegebenheiten zum Aussterben einer ganzen Literaturform (Sehen wir mal großzügig über so genannte Wahre Geschichten in diversen Boulevardblättern hinweg). Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Technik unsere Gewohnheiten beeinflusst. Und [...] Related posts:
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