… die Rechten in unserer Mitte! – Update BdV

„Anfang 2010 stellt sich der Bund der Vertriebenen (BdV) unverändert als das dar, was er einschließlich seiner Vorläufer und Mitgliedsorganisationen seit der Gründung der Bundesrepublik mehrheitlich ist: Von deutschnationalem Ressentiment erfüllte rechtskonservative Kampftruppe, die mit der Verdrängung eigener problematischer Ursprünge und grundsätzlichen Geschichtsverzerrungen gegen das friedliche Miteinander mit den östlichen Nachbarn Deutschlands agiert.

Folgerichtig erwuchsen einige der spektakulärsten NS-Skandale der Bundesrepublik aus dem altnazistisch durchsetzten, deutschtümelnden und stramm antikommunistischen Vertriebenenspektrum. Der faschistische Volkstumsforscher Theodor Oberländer, NSDAP-Mitglied und Abwehroffizier, war Mitbegründer und Landesvorsitzender des – bundesweit 1950/51 entstandenen – BHE in Bayern und ab 1953 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Auch Waldemar Kraft, ehemals NSDAP-Mitglied und SS-Hauptsturmführer, war Mitbegründer des BHE und gehörte der von Altnazis dominierten Landesregierung Schleswig-Holsteins von 1950 bis 1953 an. Ende 1952 wurde er Vorsitzender des GB/BHE, kam ebenfalls 1953 in das Bundeskabinett und wechselte 1956 zur CDU. Hans Krüger – wie Oberländer Teilnehmer am Hitler-Putsch 1923 und NSDAP-Mitglied –, Blutrichter im besetzten Polen, begründete 1948 den BvD mit, wurde 1957 MdB (CDU) und Vorsitzender des BdV sowie im Oktober 1963 Bundesvertriebenenminister. Gegen Widerstand aus den Unionsparteien mußten Oberländer – inzwischen ebenfalls CDU – im Mai 1960 und Krüger im Februar 1964 wegen ihrer Belastungen aus der Nazizeit als Bundesminister zurücktreten.

Autoren der CDU/CSU, Republikaner, DVU, FPÖ, Vertriebenenverbände und weiterer rechter Gruppierungen vereinten sich in einem repräsentativen, 1995 im nazistischen Hohenrain-Verlag, Tübingen, erschienenen Sammelband: „50 Jahre Vertreibung. Der Völkermord an den Deutschen. Ostdeutschland – Sudetenland: Rückgabe statt Verzicht“. Einträchtig nebeneinander fanden sich darin unter anderen Walter Becher, Alfred Dregger, Gerhard Frey, Jörg Haider, Paul Latussek, Heinrich Lummer, Franz Schönhuber und Rudolf Wollner. Wenig später löste Latussek, Vorsitzender des BdV in Thüringen, mit rechtsextremistischen Auftritten einen Skandal aus. Der Mitbegründer und erste Vorsitzende der REP, Schönhuber, wurde Ehrenmitglied in der SL und erhielt deren Ehrenpreis für Publizistik.“

Quelle und gesamter Text:

http://die-linke.de/nc/partei/zusammenschluesse/kommunistische_plattform_der_partei_die_linke/mitteilungen_der_kommunistischen_plattform/detail/artikel/unversoehnliche-vorkaempfer-von-versoehnung-60-jahre-vertriebenen-verbaende/

Siehe auch Blogeintrag: http://globalinformations.wordpress.com/2011/11/22/rechtsstaat-vs-rechts-staat/



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