die Pusteblumenreise …

kalt ist es auf der Alb, es stürmt, schneit und zwischen morgens und abends liegt gerade mal, ein sich in der Helligkeit verändender Grauton. Das Wetter lädt wirklich nicht ein, nach draussen zu gehen.
Und doch überwinde ich mich, denn trübe Wintertage haben auch was … nach dem Spaziergang eine Kanne heißen Tee, Kerzenlicht und einem schönen Musikstück zuhören …

die Pusteblumenreise …
Fotos: Dagmar Hiller

doch irgendwann reicht es mir mit kalt. Dann lasse ich es in meiner Fantasie Frühling werden. Frühling, mit seinen lauen Tagen, hellen Abenden und gelb leuchtenden Löwenzahnwiesen.

die Pusteblumenreise …

Die ersten Blüten im Frühjahr, die letzten im Herbst und im Sommer kleine gelbe StrahleSonnen, soweit das Auge schaut.
Doch wenn sie dann verblüht sind, die dicken weißen Puschel sich gebildet haben, die Wiesen weißlichgrau getupft sind, dann erinnere ich mich …
die Stängel ganz vorsichtig abbrechen und sanft pusten … und schon fliegen sie los, hunderte kleiner Fallschirmchen …
sie laden meine Fantasie zu einer Reise ein:

die Pusteblumenreise …
Fotos: © Dagmar Hiller
ich stelle mir vor ich bin winzig klein, kleiner als eins dieser Schirmchen und ich sitze als Passagier in dem Samenkorb. Weit geht es in die Lüfte, jeder Windhauch trägt uns höher und weiter, unter uns wird die Landschaft immer kleiner. Ich sehe Felder Wiesen Wälder, winzig klein wie im Spielzeugland.
Das Schirmchen trägt meinen Samenkorb durch die Welt, die ich vor meinem inneren Auge sehe und führt mich zu Orten, die ich mir schon immer mal anschauen wollte.
Mal sinken wir ab, dann wird die Landschaft deutlicher. Dann wieder trägt uns ein Aufwind nach oben, hoch über Baumwipfel oder Gebirge hinweg. Ich sehe steile Hänge, Spielzeuggemsen springen an den Steilwänden entlang und als Begleiter segelt im Aufwind ein majestätischer Raubvogel neben uns her.
Dann sinken wir wieder ab und fliegen dicht über einen glasklaren grünblauen Bergsee … alles darf geschehen, alles ist erlaubt auf dieser fantastischen Reise.

die Pusteblumenreise …

Ich sitze entspannt in meinem Korb, lasse mir den Wind um die Nase wehen und fühle mich herrlich. Lösgelöst von der Realität erlebe ich das Abenteuer, in einem Pusteblumensamenkorb zu sitzen und meiner Seele die Welt zu zeigen.

Und habe ich genug von meiner Reise, lande ich wieder im Alltag. Ausgeruht, gelassen und mit einem Lächeln wende ich mich wieder dem zu, was mich gerade beschäftigt. Und stelle freudig fest, nach dieser Reise geht alles sehr viel leichter.
Ach, und fast hätte ich es vergessen … mit den Stielen des Löwenzahns lässt sich Musik machen: in unterschiedlichen Längen abschneiden und hineinblasen … das tönt herrlich! Schmeckt halt ein wenig bitter ;-)


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