Die Magie von Licht und Schatten

Die Magie von Licht und Schatten

Hedy Lamarr, Schauspielerin

Fotografie ist eine Kunst. Ihre Magie liegt im Auge des Fotografen, dem richtigen Gefühl für Perspektive und heute auch - in den künstlerischen Händen, die ein Bildbearbeitungsprogramm bedienen. Mit einem einzigen Klick lassen sich jetzt kleine Fehler und ganze Flächen retuschieren. Sogar Fotomanipulationen sind möglich.
Vor einigen Jahrzehnten war diese Kunst noch mit sehr viel mehr "menschlichem" Einsatz verbunden.
Die einzigen Dinge, die zur Verfügung standen, waren primitive Kameras, Licht und Schatten und das Auge hinter der Kamera, welches beides miteinander zu kombinieren wagte. Es entstanden zauberhafte Portraits, nicht nur von den Filmstars unserer Großeltern. Im Einsatz weniger Dinge lag der Zauber echter Fotokunst.
Die Handhabung der lichtempfindlichen Fotoplatten und das Auftragen der Kollodiumlösung war eine andere Sache. Hier war Timing gefragt. Nach der Aufnahme musste die lichtempfindliche Platte so rasch wie möglich in die Dunkelkammer.
Die Entwicklung heute ist ein Klacks gegenüber der oft gefährlichen Arbeit mit toxischen und brennbaren Materialien in der Dunkelkammer! Das zumindest ist ein Segen!
Ein weiterer Segen ist, dass der Brauch der Totenfotografie (Post-Mortem Fotografie) nicht mehr gepflegt wird - eine Tätigkeit, die heute außer Polizeifotografen wohl kaum noch jemand machen würde!

Die Magie von Licht und Schatten

Nachkoloriertes foto

Später wurde die Schwarzweißfotografie durch das Einfärben per Hand aufgehübscht - nun ja, man bediente sich dabei vorzugsweise der wenigen Grundfarben, das musste genügen. Das Einfärben war ebenfalls eine Kunst für sich, die ein gutes Auge, eine ruhige Hand und oftmals ein Vergrößerungsglas voraussetzte. Vor allem für den Verkauf von Postkarten wurden die Bilder gerne eingefärbt.
Was auf Fotos noch relativ freundlich aussah, wirkte bei der Nachkolorierung ganzer Filme eher lächerlich, da diese noch durch die Licht-/Schattenwirkung der Stummfilmzeit lebten und so effektvoll wie möglich abgedreht wurden. Das Einfärben jedes Einzelbildes war eine Heidenarbeit bis die Technik auch hier Fortschritte machte.
Wenn wir uns heute die alten Portraitfotos der früheren Stars betrachten, liegt ihnen eine ganz besondere Faszination zugrunde, welche ein digitales Bild so gut wie nie erreichen kann. Es ist der wahre Zauber, die Magie, die nur begnadete Fotografen in ihren Augen haben.
(Fotos: Pixabay)

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