Die leichte Modifizierung kostet fast den doppelten Preis?

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,322407,00.html

Man muß sich wirklich fragen für wie blöd die Autoindustrie ihre Kunden hält.

Die leichte Modifizierung kostet nicht den doppelten Preis. Natürlich nicht. Die Autoindustrie ist nicht blöd. Blöd ist eher der deutsche Kunde der eben viel zu viel fürs Auto hinlegt. Deutschlands liebstes Kind ist es eben das Auto. Wenn ich mir ein paar mal jährlich die Freaks anschaue die sich auf den Tuning Days am Hockenheimring gerade mal eben 5 km von hier entfernt treffen und Autos fahren die nicht gerade billig sind und in die sie nochmal 10000 Euro für Tuning-Teile reingesteckt haben braucht man sich doch nicht zu wundern. Die mit Abstand(!) meisten dieser Freaks kommen aus Deutschland. Fast die Hälfte aller Auto-Tuner Europas stammt aus dem hiesigen Lande. Und ein Freund von mir der an der Tankstelle arbeitet kann mir dann bestätigen wie verrückt sich manche verhalten. Die kommen mit nem Auto für 30000 Euro an und tanken dann 7 Liter um gerade noch nach Hause zu kommen. Für ne Dose Cola reicht das Geld im Geldbeutel dann nicht mehr. Da brauchen sie dann ne halbe Stunde an der Kasse um das letzte Geld zusammenzusuchen weil von der EC-Karte auch schon nichts mehr runter geht.

Soviel dazu. Aber natürlich verlangt VW in Deutschland einen höheren Preis für die Autos als in Brasilien. Nicht weil die Verschiffung und die Transportkosten nach Europa extrem teuer sind. Nein ganz einfach weil die Deutschen eben bereit sind mehr für ein Auto zu bezahlen. VW rechnet auch nur aufgrund der eigenen Marktumfragen aus bei welchem Preis sich der Umsatz maximiert. Die Preisgefüge sind ganz einfach zwischen Brasilien und Deutschland verschieden. Wahrscheinlich sieht es in Brasilien so aus, daß bei rund 5500 Euro pro Auto der maximale Umsatz erreicht wird und in Deutschland wird dieser irgendwo zwischen 8000 und 10000 Euro erreicht. Würde man in Deutschland für 5500 Euro verkaufen dann würden wohl sicherlich auch ein paar Auto mehr umgesetzt aber letztendlich bringt es nichts für VW wenn dadurch 7 oder 8 % mehr Autos verkauft würden aber man rund 30 % vom Preis runtergegangen wäre. Man macht WENIGER Umsatz und noch weinger Gewinn. In Brasilien gilt das Gleiche nur andersherum. Würde man mit dem Preis nach oben gehen über die 5500 Euro würde die einbrechende Zahl der verkauften Autos den steigenden Gewinn pro verkauftem Fahrzeug MEHR als kompensieren.

Fazit: Es gibt keine Grund weshalb ich VW kritisieren würde. VW ist auch nur ein Konzern der letztendlich sehen muß wo er bleibt und auch Konkurrenten hat. Und vor allem letztendlich auch Geldgeber die Rendite sehen wollen und die sind es ja letztendlich die wiederum den Vorstand bzw. die Führungsebene unter Druck setzen. Die Deutschen sind größtenteils “Mobilitäsfanatiker”. Sie geben wesentlich mehr für Mobilität und Auto aus als die Menschen in anderen Ländern und sind bereit mehr für “schöne” Autos zu bezahlen. Und die bekommen sie auch zu den entsprechenden Preisen.

Na ja, so hatte VW wohl auch beim neuesten Golf-Modell und beim Phaeton kalkuliert.
Aber neuerdings scheint wohl die Formel so nicht mehr ganz zu stimmen. Nun müssen sie gut aufpassen, sich beim nächsten Versuch nicht gleich wieder zu vertun …

In der Tat hat sich VW wohl verkalkultiert. Vielleicht hatten Sie durch Marktumfragen die schlechten Ergebnisse gesehen aber weil sie es nicht glauben wollten haben sie es vielleicht erst mal mit dem zu hohen Preis versucht. Der Verkauf des neuen Golf V lief sehr schleppend an. Bis man dann Extras einbaute und den Preis senkte. Aber dann hat der Verkauf relativ stark angezogen und man war sehr zufrieden bei VW. Mittlerweile debattiert man ja glaube ich sogar wieder eher um eine leichte Preiserhöhung oder den Ausbau der zusätzlichen Extras.


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