Die Genossen laufen der SPD in Scharen weg

SPD-LogoAlle etablierten Parteien in Deutschland leiden unter Mitgliederschwund – aber keine so sehr wie die alte Tante SPD.

Die Zahl der SPD-Mitglieder ging im Vergleich zum Vorjahr um satte 3,7 Prozent auf 442.814 zurück.

Eigene Erfahrungen mit der SPD

Vor ziemlich genau 50 Jahren war ich in dieser Partei für ein paar Jahre Mitglied und saß in diversen Gremien wie dem Ortsvorstand Haltern oder dem Kreisjugendausschuss.

Das passte auch zu meiner Vita, denn zu meinem Ingenieurstudium kam ich mangels reicher Eltern über den zweiten Bildungsweg: Lehre, fachtheoretische und fachpraktische Überhöhung und dann ab zur Fachhochschule Essen zum Studium der Allgemeinen Elektrotechnik.

Deshalb weiß ich genau, was die SPD einmal war (kurz gesagt: eine Partei für Arbeiter  und „kleine Leute“). Inzwischen sind die Sozen aber zu den „Genossen der Bosse“ mutiert, und die letzten Mitglieder laufen ihnen weg, als sei der Teufel hinter ihnen her.

Kein Wunder – schließlich hat hauptsächlich die SPD den unterprivilegierten Menschen in Deutschland, die auf „ihre“ Arbeiterpartei gebaut hatten, die härtesten neoliberalen Marterwerkzeuge wie Hartz IV gebracht und Millionen Deutsche in das himmelschreiende Elend prekärer Arbeit gestürzt.

In einer anderen Partei war ich nie. Inzwischen sehe ich die Parteiendemokratien mit Berufspolitikern egal welcher Farbe als einen der sichersten Wege, den Zusammenhalt der Menschen zu zerstören und unseren Planeten letztlich unbewohnbar zu machen.

Die nächsten Generationen tun mir einfach nur noch leid. Und den Reichen, die glauben, sich mit ihren von den Armen geraubten Millionen auf eine Insel der Glückseligkeit (USAnada läßt grüßen) zurückziehen und ihr Leben genießen zu können, sei gesagt, das das durchaus klappen könnte – aber nicht mehr auf diesem Planeten.

Die aktuellen Zahlen der anderen Parteien

Der Vollständigkeit halber noch die Zahlen der anderen Parteien: Die SPD schrumpfte nach den Angaben einer Parteienstudie des Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren, als einzige deutsche Partei flächendeckend in allen Bundesländern.

Damit verliere die SPD auch ihre Position als mitgliederstärkste Partei an die CDU – die komme mit einem Minus von 2,9 Prozent aktuell auf 444.400 Mitglieder. Die CSU registrierte nach der Studie ein Minus von 1,5 Prozent (144.360), die FDP soll 3,2 Prozent (53.197) verloren haben.

Auch die Grünen mussten laut Niedermayer im zweiten Jahr in Folge einen Schwund von 1,5 Prozent auf 59.418. Der Linken liefen liefen laut der Studie des Berliner Parteienforschers 2,6 Prozent weg – sie hat noch 58.989 Mitglieder.

Politikverdrossenheit über alle Parteien hinweg

Allen genannten Parteien zusammen ist seit 1990 die Hälfte ihrer Mitgliederbasis weggebrochen, von 2,4 Millionen Parteimitgliedern insgesamt im Jahr 1990 sind heute nur noch 1,2 Millionen bei der Stange geblieben.

Wenn man einen Gewinner sehen möchte, müßte man dazu die Zahlen der von Wirtschaftsliberalen zu Rechtsradikalen mutierten AfD hernehmen – die werden aber in der Studie nicht aufgeführt – angeblich, weil es keine Daten dazu gibt. Man sollte es dem Führer schreiben!


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