Die Acht Verse des Geistestrainings

Geshe Langri Tangpavon Geshe Langri Thangpa

1) Indem ich alle fühlenden Wesen wertvoller als selbst das wunscherfüllende Juwel ansehe,
möge ich sie immer achten und ihren höchsten Nutzen bewirken.

2) Wo auch immer und mit wem, möge ich mich als niedrigsten von allen sehen;
indem ich so denke, möge ich die anderen als Allerhöchste sehen.

3) Möge ich mich in allen Handlungen beobachten, und sobald ein negativer Zustand eintritt
da er mich und andere gefährdet, möge ich ihm fest entgegentreten und ihn abwehren.

4) Ebenso, wenn ich negativ (handelnde) Wesen sehe, oder solche die von Negativität und Schmerz verstört sind,
möge ich sie als wertvoll ansehen, wie wenn man einen Schatz findet, denn auch sie findet man nur schwer.

5) Wenn andere aufgrund von Eifersucht mich verleumden und auf andere Weise schlecht behandeln,
möge ich die Niederlage auf mich nehmen und den Sieg den anderen überlassen.

6) Wenn jemand, dem ich geholfen habe oder in den ich Hoffnungen gesetzt habe,
mir mit großer Ungerechtigkeit schadet, möge ich ihn als heiligen Freund erkennen.

7) Kurz, möge ich direkt und indirekt alle Freude und alles Wohl ausnahmslos allen Wesen,
meinen Müttern, schenken, und möge ich heimlich all ihr Leiden auf mich nehmen.

8) Mögen sie nicht abgelenkt sein von den Konzepten der acht weltlichen Belange, und bewusst,
dass alle Dinge illusorisch sind, mögen sie , nichtergreifend, frei sein von den Fesseln.


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