Der Weltraum, unendliche Weiten…

Ehrlich Leute, die drei Folgen der „Mortis Trilogie“ sind mit ABSTAND das Beste, das diese Serie je hervorgebracht hat und ich weis wirklich nicht, wie Dave Filoni und seine Mannen das noch toppen sollten.

Diese drei Episoden hätten es sich verdient, als „Realfilm“ umgesetzt zu werden auch wenn sie natürlich nicht wirklich in das Schema der 6 Filme passen.

Auf der anderen Seite tun sie das aber natürlich schon. Denn es gibt Geschichten im Star Wars Universum, die sich mit dem Schicksal einer einzelnen Person befassen. Dann gibt es solche, bei denen es um einen bestimmten Planeten geht, oder vielleicht um ein konkretes System und dann gibt es Geschichten, bei denen steht das Schicksal der gesamten Galaxis auf dem Spiel.

Und dann gibt es die „Mortis Trilogie“, die sogar noch weit darüber hinausgeht und doch auch die vorher genannten Punkte in sich vereint…

Der erste Teil dieser Trilogie, genannt „Overlords“ weist (zumindest am Anfang) gewisse Parallelen zur „Raumschiff Enterprise“ Serie auf (ah, daher der Titel diese Artikels!): Ein Raumschiff mit Menschen und Nicht-Menschen an Bord triff weit außerhalb des bekannten Raums auf ein riesiges, fremdartiges Gebilde. Kurz darauf finden sich die drei Hauptpersonen, zwei Menschen und ein Nicht-Mensch auf einem höchst sonderbaren Planeten wieder, wo sie auf noch sonderbarere Wesen treffen, die ihnen teils freundlich, teils nicht so freundlich gesinnt sind.

Kommt Euch das so weit bekannt vor? Ja, mir auch. Nur dass die drei Personen hier nicht Kirk, Spock und McCoy, sondern Anakin, Obi-Wan und Ahsoka heißen.

Diese drei treffen auf der Suche nach dem Ursprung eines uralten Jedi-Signals auf ein riesiges, diamantenförmiges Gebilde, das sie auch gleich verschluckt, worauf sie sich auf „Mortis“ wiederfinden, einem Planeten, auf dem die Jahreszeiten im Tagesrhythmus wechseln und die Felsen in der Luft schweben (wenn das eine Referenz auf „Avatar“ sein soll, dann wäre diese meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen, aber das ist auch schon so ziemlich das Einzige, das ich dieser Trilogie ankreide).

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Mortis von außen

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Nein, das ist nicht Pandora...

Wobei ich persönlich ja, der Ansicht bin, dass Mortis kein Planet ist, auch wenn die offizielle Site und auch Wookiepedia das behaupten. Für mich ist Mortis mehr ein „Ort“, der überall und nirgends ist, so wie auch der Himmel (im religiösen Sinn) ein „Ort“ und kein physischer Platz ist.

Jedenfalls treffen unsere Helden hier auf drei Wesen, die sich selbst als „Force wielders“ bezeichnen, tatsächlich aber die Personifizierung der Macht sind: eine Tochter (mit bis zum Nabel reichendem Dekoltee und grünen Haaren), die die helle Seite verkörpert, einem Sohn, der die Personifizierung der dunklen Seite ist und einem Vater, der versucht, seine beiden Kinder – und damit die Macht – im Gleichgewicht zu halten.

 

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Der Vater...

Der Weltraum, unendliche Weiten…

...der Sohn...

Der Weltraum, unendliche Weiten…

...und der heilige Geist? Nein, die Tochter

Jetzt könnte man natürlich die Frage aufwerfen, wenn es nur einen Vater gibt, wer hat dann die Kinder geboren? Aber das wäre für mich etwa so, als würde man fragen: wer hat Gott zur Welt gebracht? Ich glaube nicht, dass Vater, Sohn und Tochter jemals tatsächlich „zur Welt kamen“. Sie waren irgendwie immer schon da und werden es in einer gewissen Form auch immer sein.

Neben diesen an sich schon beeindruckenden Wesen (und beeindruckend sind sie, fürwahr!) hat diese Folge aber noch einiges mehr zu bieten:

So trifft Obi-Wan auf den Geist von Qui-Gon Jinn (der mit der gleichen Stimme spricht wie in Episode I), wobei das was Obi-Wan hier sieht meiner Meinung nach nicht sein alter Meister ist, denn: das Erste, das er Obi-Wan fragt, nachdem er auftaucht ist, ob dieser Anakin auch ausgebildet hat. Und wenn man bedenkt, dass Yoda, als Anakin in AOTC die Tusken niedermetzelt Qui-Gons Stimme hört, dann sollte dieser doch eigentlich wissen, dass Obi-Wan den letzten Wunsch seines Meisters erfüllt hat, oder? Ich glaube, dass der Qui-Gon, den wir hier sehen nur eine weitere Inkarnation des Sohnes ist. Aber es ist trotzdem cool ihn wiederzusehen und Liam Neeson wieder zu hören.

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Der alte Meister

Anakin auf der anderen Seite trifft auf seine „Mutter“ (gesprochen von Pernilla August) aber auch die ist nicht das, was sie zu sein scheint…

Und schließlich erscheint Ahsoka eine Version ihres zukünftigen Ichs, die immer noch ziemlich sexy aussieht. Das bedeutet aber nun nicht, dass Ahsokas Zukunft damit geklärt wäre und es feststeht, dass sie die Klonkriege überlebt. Denn in dieser Trilogie erlebt die kleine Togruta so ziemlich alle ihre möglichen Zukünfte: sie überlebt, sie wird zu einer Sith und sie stirbt!

Der Weltraum, unendliche Weiten…

Snips, die Ältere

Und genauso wie ihr jüngerer Widerpart, so hat auch die ältere Ahsoka zwei Lichtschwerter. Wo hat sie eigentlich das zweite her, habe ich da was verpasst?

Und schließlich wird in dieser Folge auch erstmals offen ausgesprochen, was dieses berühmte „Gleichgewicht der Macht“ eigentlich bedeutet, nämlich die Balance zwischen dunkler und heller Seite. Auch wenn dies offensichtlich sein mag, so stellt sich doch die Frage, ob Vader als er den Imperator in den Reaktorschacht warf und kurz darauf selbst sein Leben aushauchte wirklich das Gleichgewicht wieder hergestellt hat und die Prophezeiung damit doch noch erfüllte. Denn eigentlich hat er damit die dunkle Seite vernichtet. Für GL gibt es zu einer Zeit immer nur zwei Sith, keine Klone des Imperators oder irgendwelche Sith Clans, die sich seit Jahrtausenden irgendwo im Exil aufhalten. Für GL war am Ende von ROTJ die dunkle Seite vernichtet und damit ja eigentlich das Gleichgewicht zerstört…

Nichtsdestotrotz ein großartiger Beginn einer noch großartigeren Trilogie!

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • In dieser Folge, wie auch in den beiden kommenden, ist häufig das „Force Theme“ zu hören und wo würde es besser passen als hier?
  • Die Worte mit denen der Vater Anakin auf Mortis halten will, sind sehr ähnlich wie die, mit denen Yoda Luke davon abhalten will, Dagobah zu verlassen und nach Bespin zu fliegen.

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.


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