Der neue Thriller von Paula Hawkins: Into the Water

Der neue Thriller von Paula Hawkins: Into the Water
Girl on the Train von Paula Hawkins war in den letzten Jahren wohl eines der meist gehypten Bücher. Auch ich habe das Buch gelesen und war fasziniert. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass es endlich ein neues Buch der britischen Autorin gibt. Am 24.05.2017 ist Into the Water erschienen. Ich habe das Buch schon ein paar Tage vorab zugeschickt bekommen und habe es sofort verschlungen, denn auch hier ist die Geschichte wieder unglaublich fesselnd.

Worum geht es in Into the Water? 

Das Buch erzählt die Geschichte rund um den Ort Beckford im Norden Englands. Durch diesen Ort schlängelt sich ein Fluss, der von den Dorfbewohnern auch der Drowning Pool genannt wird. Denn schon seit Jahrhunderten ertrinken hier Jahr für Jahr "unangenehme Frauen". Früher waren es Hexenprozesse, später sind es Morde, Stürze und Selbstmorde. Eine der Frauen, die im Fluss ihr Leben lässt ist Nel Abott. Die bekannte Autorin und Fotografin war vom Fluss und den darin umgekommenen Frauen, den Schwimmerinnen, fasziniert. Sie hat sogar ein Buch zu diesem Thema geschrieben. Als Nel im Wasser gefunden wird, werden Fragen aufgeworfen. Ist sie gestürzt, gesprungen oder hat jemand anderes sie ins Wasser gestoßen? 

Was macht Into the Water lesenswert? 

Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass es sich hierbei um ein besonderes Buch handelt. Zwar wird in Thrillern oft mit Perspektivwechseln gearbeitet, doch in Into the Water wird dieses Element auf die Spitze getrieben. Alle paar Seiten erzählt ein anderer Charakter seine Sicht der Dinge. So ist es auch schwierig zu sagen, wer denn nun eigentlich die Hauptfigur dieses Romans ist. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich ganz eindeutig, dass Julia, die Schwester der Verstorbenen diese Rolle einnehme. Doch auch Nels Tochter Lena, die Ermittlerin Erin Morgan und weitere Bewohner der Kleinstadt erzählen einen großen Teil der Geschichte. Am Anfang macht es das zunächst etwas kompliziert in die Geschichte reinzukommen. Man kann die einzelnen Charaktere noch nicht so recht zu ordnen. Doch je weiter man liest, desto spannender wird es. Die verschiedenen Perspektiven machen die Geschichte zu einem Puzzle, das immer neue Teile liefert, die man nur richtig zusammensetzen muss. Obwohl es viele einzelne Charaktere gibt, schafft Paula Hawkins es diese lebendig und authentisch wirken zu lassen. Und wie schon bei Girl on the Train muss man vorsichtig sein, wenn man die Geschichten dieser Protagonisten lauscht, denn es sind keinesfalls verlässliche Erzähler. 
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen, wie Hawkins es schafft, diese Geschichte aus einer psychologisch tiefgreifenden Sicht zu erzählen. Action und große Verschwörungen stehen hier nicht im Vordergrund. Stattdessen sind es die tiefsten und natürlichsten menschlichen Emotionen, die zum Vorschein gebracht werden. Die Verhältnisse der Charaktere untereinander und zu Nel Abbott sind es, die dieses Buch spannend und definitiv lesenswert machen. 

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