Der Kurfürstendamm Dresdens. Die Prager Straße

Der Kurfürstendamm Dresdens. Die Prager StraßeDie Prager Straße wurde erbaut, um die Stadt an den Eisenbahnverkehr anzubinden. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zur Prachtmeile Dresdens. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erhielt die Prager Straße ein neues Erscheinungsbild. Eine Ausstellung in der SLUB zeigt noch bis zum 29. September Fotografien der Prager Straße aus den Jahren 1871 bis 2013.

Ausstellungsbeschreibung

Die von Katrin Nitzschke und Perk Loesch kuratierte Ausstellung präsentiert Fotografien der Prager Straße aus 142 Jahren – ein Spiegelbild deutscher Geschichte.

Die Prager Straße ist für Dresdner Verhältnisse relativ jung. Sie entstand als Anbindung der Stadt an den Eisenbahnverkehr binnen weniger Jahre und entwickelte sich zur Prachtmeile Dresdens.

Am 13. Februar 1945 endete abrupt die Exklusivität. Die Straße brannte im Bombenhagel völlig aus. 20 Jahre lang war sie Brachland, denn die Stadt entschloss sich, die „Prager“ komplett zu enttrümmern, obwohl viele Gebäude hätten rekonstruiert werden können – eine Entscheidung, die leider nicht einmalig in Dresden war.

Erst 1965 wurde der Neuaufbau in Angriff genommen. Es entstand eine großzügig gestaltete Fußgängerzone, die aber nie fertig gebaut wurde.

Im Oktober 1989 wurde die Prager Straße zum Ort deutscher Geschichte. Ausreisewillige DDR-Bürger, die in der Prager Botschaft Zuflucht gefunden hatten, reisten über Dresden in die Bundesrepublik aus. Viele Dresdner strebten zum Hauptbahnhof und wurden von Polizei und Armee mit brutaler Gewalt auseinander getrieben. Der »Gruppe der 20« gelang es, mit der Polizei und später mit dem Dresdner Oberbürgermeister Berghofer zu verhandeln und ein gewaltfreies Ende der Auseinandersetzungen zu erreichen.

Als die Flut im August 2002 über Dresden hereinbrach, stand die Prager Straße komplett unter Wasser. In den folgenden Jahren wandelte sich das „Gesicht“ des Straßenzuges enorm. Gekonnte Entwürfe wurden realisiert, aber auch Bausünden sind unübersehbar. Noch immer harrt die einstige Prachtstraße ihrer Vollendung.

Die Prager Straße aber ist geblieben, was bereits ihre Erbauer vor über 160 Jahren antrieb: Als Verbindung zum Stadtzentrum eine Einladung für die am Hauptbahnhof Ankommenden und für die Einheimischen eine Erlebnismeile zum Einkaufen, Flanieren und – nicht zu vergessen – zum Wohnen.

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Wann und wo

Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Deutsche Fotothek – Buchmuseum
Zellescher Weg 18
01069 Dresden

26. Juni bis 29. September 2014
Öffentliche Führung durch die Ausstellung am 10. September um 17:00 Uhr


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