Der Freude auf die Sprünge helfen

Der Freude auf die Sprünge helfenIch habe mir für das neue Jahr nur eine einzige Sache vorgenommen: Glücklicher zu sein. Das bedeutet für mich: das Leben mehr geniessen, das Gute und Schöne im Alltag sehen, mir selbst was gutes tun. Nun ist glücklich sein zu einem Grossteil einfach eine Entscheidungssache. Ich kann selbst bestimmen, wie ich auf die Welt schauen möchte. Trotzdem gibt es jede Menge Bücher, Blogs und Videos mit schlauen Tipps, wie man ein glücklicher Mensch wird.
Ich wollte meine Glücksmission nicht zu systematisch angehen. Anstatt mit jeglichsten Tipps und Strategien zu experimentieren und mit Vollgas an allen Ecken und Enden gegen die Trostlosigkeit zu kämpfen, bin ich nett zu mir selbst und mache Schritt für Schritt kleine Veränderungen, die (hoffentlich) irgendwann zu guten Gewohnheiten werden.
Eine Stunde früher schlafen gehen. Ok, das ist wirklich schwierig. Denn da ich ohnehin schon immer um zehn ins Bett gegangen bin, sollte ich jetzt um neun Uhr in die Federn kriechen. Das ist die Bettzeit in den meisten Altersheimen (glaube ich)! Ausserdem ist es auch ziemlich schwierig umzusetzen, wenn man erst um sieben Uhr nach Hause kommt und sich ab und zu noch um Haushalt, Hund und den Liebsten kümmern möchte. Ich habe es bis jetzt erst ein paar Mal geschafft, aber oh, was für süsse Momente waren das! Um viertel nach neun fix und fertig abgeschminkt ins Bett gehen, noch ein bisschen lesen - und am nächsten Morgen taufrisch noch vor dem Wecker aufwachen. Es ist einfach super! 
Kein Handy am Morgen. Das ziehe ich jeden Tag problemlos durch und es hat meinen Start in den Tag unglaublich verbessert! Ich schalte das Handy auf lautlos, hänge es an die Ladestation und lasse es da bis nach dem Frühstück. Das Ergebnis ist beeindruckend! Ich bin so viel schneller, wenn ich morgens nicht erstmal gemütlich zwanzig Minuten durch Instagram, News Seiten, Zalando & Co. scrolle. Ausserdem bin ich viel besser gelaunt, wenn ich den Tag nicht damit beginne, mir das perfekte Leben von anderen Leuten reinzuziehen oder mir anzuschauen, welche Klamotten ich mir heute nicht leisten kann. Komisch...
Das 6-Minuten-Tagebuch. Zugegeben: Der Moment, in dem ich 40 Franken für das blöde Ding abgedrückt habe, hat mich nicht gerade glücklich gemacht. Aber das Geld war wirklich gut investiert. Ich schreibe zwar erst seit zwei Wochen regelmässig morgens und abends in das Buch, aber schon in dieser kurzen Zeit konnte ich eine grosse Veränderung spüren. Alleine schon aufzuschreiben, worauf man sich heute freut, macht gute Laune. Ich gehe aufmerksamer durch den Tag und halte geradezu  nach schönen Momenten oder guten Taten Ausschau, die ich Abends in mein Buch notieren kann. Und Abends das Erlebte in Ruhe noch einmal vor Augen zu führen, hilft mir wirklich, mehr wertzuschätzen, wie viel Glück ich in meinem Leben eigentlich habe. 
"Ja" sagen. Kennt jemand den Film Der Ja-Sager? So ähnlich mache ich das auch. Nur etwas reflektierter. Ich sage "Ja" zu Verabredungen, Ausflügen, neuen Filmen, Gerichten, die ich noch nicht kenne...zu allem, was mein Leben bunter und reicher machen könnte.
Einen Verwöhntag einlegen. Einmal im Monat gönne ich mir etwas. Eine Massage, eine Maniküre, einen Friseurbesuch. Irgendetwas, das meiner Psyche gut tut. Nichts Materielles. Einfach ein bisschen Zeit mit mir selbst. 
Zuckerwatte für den Kopf. Ich wäre ja gerne jemand, der die tiefste Freude daraus zieht, alte russische Romane zu lesen. Bin ich aber nicht. Ich ziehe grenzenlose Freude und Zufriedenheit daraus, auf der Couch zu liegen, mir die Nägel zu lackieren und mir zum hundertsten Mal The Intern anzuschauen. Oder im Zug Shopaholic zu lesen und dabei leise vor mich hinzukichern. In der Literatur wie im wahren Leben gilt: Es müssen nicht erst alle heulen, damit man etwas lernt. Auch aus dem ein oder anderen Unterhaltungsroman kann man etwas mitnehmen. Wie man das Leben nicht zu ernst nimmt, zum Beispiel. Oder, dass es sich lohnt, etwas neues auszuprobieren. Dass man immer an die Liebe glauben sollte. Und ich finde, das ist auch wertvolles Wissen.
Schluss mit Multitasking. Im Laufen lesen, noch schnell ein Youtube Video laufen lassen, während ich mich schminke, einen Film schauen und dazu noch schnell online nach dem besten Selbstbräuner suchen...ich war immer ein grosser Fan von Multitasking. Bis mir mal aufging, dass ich so von nichts wirklich etwas mitbekomme und obendrauf auch noch dauernd gestresst bin vom zwei-Sachen-gleichzeitig-machen. Deswegen achte ich jetzt ganz besonders darauf, solche Situationen zu vermeiden und bei allem, was ich tue voll und ganz bei der Sache zu sein. Und es ist so eine simple Massnahme, aber wirklich eine grosse Verbesserung in meinem Leben. Es ist erstaunlich, wie viel mehr man einen Film geniessen kann, wenn man nicht die Hälfte der Zeit über googelt, wie die Schauspieler heissen und mit wem sie verheiratet sind.

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