Delegiertentagung 2012 des Landesverbandes Bayern

Am Wochenende des 24./25. März trafen sich an beiden Tagen bis zu 120 Delegierte aus ganz Bayern in Burgkirchen zu ihrer diesjährigen Versammlung. Die Tagung begann bereits am Freitag mit einem Empfang im Rathaus Burgkirchen und Sitzungen der Stiftungsvertreter der „Stiftung Schlesien. Bayern – MMIX – “ und des Beirates der Landsmannschaft. Bürgermeister Dr. Stephan Merz begrüßte die Schlesier und drückte seine Freude über die Wahl Burgkirchens als Tagungsort aus. Bei seiner Vorstellung der Alzgemeinde hob Dr. Merz die Aufbauleistung der Vertriebenen für Wirtschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft in Burgkirchen hervor. Landesvorsitzender Christian Kuznik dankte für die freundliche Aufnahme, erläuterte kurz die Ziele der landsmannschaftlichen Arbeit und überreichte an den Bürgermeister einen Bildband über Schlesien. Im Landesbeirat wurde noch am Freitag die Sitzung an den beiden folgenden Tagen eingehend besprochen und vorbereitet. Die Konsolidierung der seit zwei Jahren bestehenden Stiftung Schlesien war einer der wichtigsten Punkte auf der umfangreichen Tagesordnung der Landesdelegiertenversammlung. Sie soll den schlesischen Beitrag zur deutschen und europäischen Kultur deutlich machen und über die Vertreibung hinaus erhaltenes schlesisches Kulturgut sammeln, archivieren und der Nachwelt präsentieren. Um den Alltag im deutsch geprägten Schlesien darzustellen, möchte der Landesverband ein Museum einrichten, das es in dieser Art in ganz Deutschland noch nicht gibt. Ein geeignetes, aber sanierungsbedürftiges Gebäude für das geplante Museum in Treuchtlingen hat die Stiftung bereits im Auge. Peter Stanek, stellvertretender Stiftungsvorsitzender und der anwesende Bürgermeister von Treuchtlingen, Werner Baum, erläuterten die Pläne und Möglichkeiten des Projektes. Um die noch fehlenden Geldmittel zu ergänzen wurde ein Förderverein begründet. Letztlich soll die Stiftung auch für Kontinuität der Arbeit für Schlesien sorgen, auch dann, wenn es einmal die Landsmannschaft nicht mehr geben sollte. Nicht nur die Geschichte und Kultur des über 800 Jahre deutsch geprägten Schlesiens sollen im Bewusstsein der Gesellschaft erhalten bleiben, auch die Zukunft Schlesiens bleibt im Blick. Ein wichtiges Anliegen des Delegiertentreffens war das Bemühen um den Erhalt der Ortsgruppen und der einzelnen Mitglieder auch dann, wenn sich eine Gruppe aus Altersgründen der Mitglieder und mangelnder Möglichkeiten, die Organisation zu erhalten, auflösen sollte. Diese besteht in einer unmittelbaren Mitgliedschaft im Landesverband. Die Zusammenarbeit mit den heimatverbliebenen Landsleuten nahm einen wichtigen Teil der Beratungen in Anspruch. Dabei geht es in erster Linie um den Erhalt bzw. die Wiederbelebung der deutschen Sprache in Schlesien und die Zusammenarbeit mit den dortigen „Freundschaftskreisen“ (DFK`s) der „Deutschen Minderheit in Polen“. Der Landesverband organisiert seit über 10 Jahren Seminarwochen für Deutschlehrerinnen und Erzieherinnen aus Schlesien, dieses Jahr zum 14. Mal. Zum umfangreichen Tagesprogramm gehörten auch alle vereinsrelevanten Fragen und Probleme. So wurde die Vorstandschaft nach ausführlichen Rechenschaftsberichten einstimmig entlastet und der Haushalt für 2012 verabschiedet. Die höchste Auszeichnung der Schlesischen Landsmannschaft, das Schlesierkreuz, wurde drei verdienten Mitgliedern verliehen: Luci Botta aus Burgkirchen, Klaus Ertelt aus Waldkraiburg und Lothar Fischer aus Weiden.

Frau Luci Botta wurde für 35 Jahre Vorstandsarbeit des Ortsverbandes Burgkirchen, und hier besonders für ihren Einsatz als Kulturreferentin und Mundartsprecherin, den Aufbau und die Leitung der Trachtengruppe und die Anfertigung der Trachten für 18 Mitglieder geehrt. Auch dem Vorsitzenden des Ortsverbandes Waldkraiburg, Klaus Ertelt, wurde das Schlesierkreuz für 50 Jahre Mitgliedschaft und 41-jährige Tätigkeit als Ortsvorsitzender vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden und gleichzeitig Landesvorsitzendem in Bayern, Christian K. Kuznik, angesteckt. Ertelt bedankte sich mit bewegten Worten und sagte, dass er es mit Freude und Stolz tragen werde. Lothar Fischer, OStD i. R., blickt auf über 60-jährige Mitgliedschaft und über 30 Jahre Einsatz in verschiedenen Vorstandsfunktionen zurück. Sein Einsatz für die schlesische Literatur und die seit Jahren organisierten Fahrten nach Schlesien und innerhalb Bayerns tragen zum Erhalt bzw. Aufbau des Kulturbewusstseins auch vieler Nichtschlesier bei. In der Delegiertenversammlung wurde er außerdem zum Kuratoriumsmitglied der Stiftung und Gründungsmitglied des Fördervereins gewählt. Musikalische Darbietungen des sudetendeutschen Chores aus Burgkirchen und Videoaufzeichnungen von Luftbildern aus Schlesien und dem Alztal bereicherten den folgenden Heimatabend. Am Sonntag sprach der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer über die Absichten und Möglichkeiten der Unterstützung der Vertriebenenverbände durch die schwarz-gelbe Koalitionsregierung und besonders die CSU und die Rolle der Vertriebenen in der Zukunft. Er unterstrich die weiterhin bestehende Aktualität der Vertriebenenfrage auch der Deutschen, für die die jetzige Generation – auch der Abgeordneten – offener ist, und der sie vorurteilsfreier entgegentreten als die ältere. Allerdings gilt es hier, das Wissen über die Geschichte zu erhalten und zu mehren. Er unterstrich die Bereitschaft der CDU/CSU-Fraktion für einen eigenen Gedenktag an die Vertreibungen und die korrekte Ausgestaltung des Gebäudes der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin. Das Haus solle trotz aller Aspekte in erster Linie ein Haus für die Vertriebenen werden. Weiterhin meinte er, die Unrechtstaten und Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus seien keine Rechtfertigung für die Vertreibung der Deutschen. Er unterstrich auch die Bereitschaft zu weitergehender Unterstützung. Mit einer positiven Bilanz des Treffens und dem Lied „Kein schöner Land“ schloss der Landesvorsitzende die Tagung.


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