Das solltest du über ein Leben mit einem Akita wissen

Es ist wirklich unglaublich, wie die Zeit rennt. Unser Amerikanischer Akita Inu "Brixton" ist mittlerweile 1,5 Jahre jung. Was haben wir für Phasen durchgemacht und was bin ich glücklich, dass er mittlerweile doch ein ganz braver ist.

Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir einen Akita ins Haus zu holen, lese meinen Erfahrungsbericht rund um die Hunderasse Amerikanischen Akita durch. Das solltest du über ein Leben mit einem Akita wissenAmerikanischer Akita Inu

Ein Hund mit eigenem Kopf

Akitas sind für ihren Sturkopf bekannt. Will man einen Hund, der aufs Wort hört und gut abrufbar ist, dann solltest du dich definitiv NICHT für einen Akita entscheiden. Diese Rasse ist gut zu vergleichen mit einem Kleinkind: Eigener Kopf, eigene Entscheidungen. Hat er keine Lust, dann will er nicht. Kommt man dann mit Tadel und Befehlen um die Ecke, macht er dicht. Es ist also gar nicht so einfach, immer den richtigen Ton und das richtige Verhalten zu zeigen. Hier benötigt man viel Geduld, man muss verstehen, muss auf die Situation immer wieder individuell eingehen. Eine Gewisse Strenge ist natürlich auch nötig.

Mein Hund ist ein Alleingänger

Es ist immer wieder ein Erlebnis, mit meinem Hund Gassi zu gehen. Brixton wirkt aufgrund seiner Körperhaltung und Körpergröße (Ja, klein ist was anderes) sehr dominant anderen Hunden gegenüber. Aber so ist der Akita - königlich und am liebsten der Chef im Walde. Es war uns natürlich bewusst, bevor wir Brixton zu uns holten, nur mit der Zeit wird es immer klarer: Ein Akita ist kein Hund, um im Rudel Gassi zu gehen. Brix hat seine bekannten Hundefreunde, da sagt er mal Hallo und er bellt auch freundlicher weise nicht, aber das war es dann auch schon. Fremden Hunden wird direkt klar gemacht, wer der stärkere ist. Lautes Belles und Hochspringen unterstreichen das dominante Verhalten. Man wird zum Alleingänger, freut sich, wenn der Hund mal ruhig bleibt und man nicht mit aller Gewalt die Leine halten muss. Da Akitas nicht die kleinsten Hunde sind und einen starken Jagdtrieb haben, halten wir unseren immer an der Leine! Und wenn er zieht, dann ist das ein großer Kraftaufwand. Ich bin 1,56m klein und nicht die stärkste. Für mich ist mein Krafttraining dann erfolgreich abgeschlossen. Ich wechsle also immer die Straßenseite, versuche Brix abzulenken, gehe tiefer in den Wald und versuche Hundebegegnungen aus dem Weg zu gehen. Und nur DANN ist ein entspanntes Laufen möglich.

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Nö, da lang möchte ich nicht!

Nun war es das aber noch nicht. Der Spaziergang kann für dich auch anstrengend werden, wenn Hund nicht da lang laufen möchte, wo du hin willst. Oder noch besser: Er will gar nicht mehr laufen. Gerade im ersten Jahr mussten wir erst einmal lernen und verstehen, wieso sich unser Brixton so häufig auf die Erde schmeißt, das Laufen verweigert. Mittlerweile ist klar: Er hat einen Duft in der Nase und möchte diesem folgen. Akitas sind keine Hunde, die immer und immer wieder die gleiche Strecke laufen möchten. Abwechslung ist hier gefragt. Bereits ab Frühlingshaften Temperaturen, sind regelmäßige "Ich hab jetzt keine Lust mehr zu Laufen" - Pausen unumgänglich. Bleibt dein Hund plötzlich stehen, weil du einen Weg läufst, der ihm nicht gefällt und alles ziehen bringt nichts, gehe in die andere Richtung. Und plötzlich läuft der Hund wie ein Traum. Mittags wirklich nur mal schnell Pipi gehen lassen - und unbedingt immer eine Trinkflasche dabei haben! Sie hat Brix sehr oft geholfen. Er versteht mittlerweile das Wort "Wässerchen". Möchte er dann trinken, kommt er zu mir. Hat er keinen Durst, läuft er gekonnt weiter - oder eben auch nicht.

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Das solltest du über ein Leben mit einem Akita wissen

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Was hast du gesagt? Ich kann dich nicht hören?!

Ach, bevor ich es vergesse: Brixton kann zuhause total brav auf die Kommandos hören: Sitz, Platz, Bleib, Stopp, Bei Fuß. Er kann es. Geht es jedoch nach draußen, dann ist er Taub. Anderer Hund kommt: Brixton versteht meine Sprache nicht. Brixton sieht ein Eichhörnchen: Meine Ansage wird einfach ignoriert. Ist jedoch nichts in Sicht und im Ohr, dann kann er auch hören. Natürlich dank der Leckerlis. Deswegen würde ich Brixton niemals ohne Leine draußen ausführen. Er ist und bleibt unberechenbar und reagiert schon so heftig auf eine kleine Biene, das mir die Gefahr einfach zu groß ist. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber auch da gibt es keinen Garant.

Das Spazieren gehen ist nicht immer entspannt und häufig eine Herausforderung. Das sollte dir bewusst sein.

Auch der Garten ist noch eine Herausforderung: Dort darf Brixton ohne Leine den ganzen Tag liegen und entspannen, spielen und toben. Der Garten ist komplett umzäunt und für ihn ist das natürlich das Paradies auf Erden. Nur geht es dann in die Abendstunden und Hund muss rein, beginnt das Spiel. Aktuell sind wir noch am Üben, aber er rennt von uns weg, hört nicht auf Kommandos, lässt sich nicht an die Leine nehmen. Er verkörpert in dem Moment das typische Kleinkind, das am liebsten heulend am Boden liegen würde und schreit "Ich will noch nicht ins Bett!" Nur kann man Kleinkind dann mal eher auf den Arm packen und reinholen, als einen 60kg schweren Akita, der so schnell rennt, das man nicht hinterherkommt. Das Problem ist aber häufiger bei Hundehaltern und erfordert ein konsequentes üben. Wir bleiben am Ball - oder auch Hund.

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Die Entwicklung unseres Hundes

Denke ich an die Welpenzeit zurück, bin ich wirklich froh, dass diese rum ist. Brix war zwar zuckersüß, aber auch Mega anstrengend. Er hatte geknabbert, gekämpft, sich ausgetestet. Mit der Zeit wurde die Intelligenz immer klarer: Brixton versteht wahnsinnig schnell Zusammenhänge und kann diese auch wiedergeben. Brixton überlegt sichtlich und versucht schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Regelmäßige Gedächtnis- und Schnüffelspiele sind daher besonders wichtig. Nach wie vor denken viele, Hunde müssen einfach nur Spazieren gehen, um ausgelastet zu sein. Da liegt ihr falsch. Unser Hund ist ein sehr gemütlicher, braucht keine Stundenlange Spaziergänge. Stattdessen wird er zuhause mit Schnüffelspielen bei Laune gehalten und gelobt. Alleine 15 Minuten aktives Trainieren macht Hund wahnsinnig müde.

Das Söckchenspiel: Alte Socken haben wir in einem Korb gesammelt. Sage ich "Komm wir spielen Söckchen", geht er zum Korb und macht Platz. Ich räume die Socken auf den Fußboden, packe ein Leckerli in den Socken, lasse ihn daran riechen und verstecke diese unter dem Socken. Auf das Kommando "Such" durchwühlt er den Berg und findet seine Belohnung. Nur ein paar Minuten am Tag lasten Brixton schon aus.

Ein Familienhund durch und durch

Mit einem Akita hast du einen absolut treuen Hund zuhause. Für ihn gibt es "das eine Herrchen", welches in diesem Falle mein Mann ist. Die Liebe zwischen den beiden ist unbeschreiblich. Mich akzeptiert und liebt er auch, aber wirklich schmusen tut er nur mit Herrchen.

Brixton ist wahnsinnig anhänglich und ist, wenn möglich, immer bei uns. Brixton kann gut mit Kindern. Komischerweise kann er genau dann ruhig sein und kann seine Kraft besser einschätzen. Babys lieben es, wenn er bellt und springt. Mir ist es unangenehm, Babys lachen. Warum auch nicht. Dennoch sind wir vorsichtig, wenn er sich den Nachbarkindern nähert. Er ist eben groß und stark - und da er meist hochspringt wenn er sich freut (typische Akitakrankheit), gehe ich lieber auf Abstand.

Bekannte Freunde der Familie akzeptiert und liebt er ebenfalls. Eine absolut stürmische Begrüßung ist dann meist unumgänglich. Auch da üben wir, aber das ist noch ein weiter Weg. Wovor er jedoch mittlerweile Respekt hat, sind Männer. Wo er anfangs absolut euphorisch und verspielt war, reagiert er nun mit Abstand und Bellen, sowie einem unsicheren an-mich-heranschmiegen. Woran der plötzliche Sinneswandel liegt, wissen wir nicht. Vielleicht fremdelt er einfach gerade - so wie es jedes Kind mal tut.

Das Alleine bleiben haben wir schon früh geübt und das klappt ohne Probleme. Brix schläft dann und bewacht freudig das Haus. Klingelt es, schlägt er Alarm, aber jaulen tut er nicht. Wir achten jedoch darauf, das er nicht länger als 5 Stunden alleine ist. Und damit kommen alle klar und sind zufrieden.

Ein Hund, eine Herausforderung

Ich weiß, Akitas sind wunderhübsch. Als Welpen sehen sie aus wie kleine Bärchen. Nur diese Zeit ist nach 2-3 Monaten Geschichte. Dann hast du einen großen Hund, einen schweren Hund. Einen Hund, der anderen Hunde eher unfreundlich begegnet. Ein Hund mit eigenem Kopf, der dir nicht unbedingt gefallen will. Ein Hund, der Aufmerksamkeit braucht, Liebe, Übung, Schnüffelspiele, Gehirntraining.

Das solltest du über ein Leben mit einem Akita wissenAmerikanischer Akita

Wir lieben Brixton und würden ihn niemals hergeben. Gerade weil er so eigensinnig ist, lieben wir ihn umso mehr. Bis hier hin war es ein langer und anstrengender Weg, für den man natürlich auch belohnt wird. Wenn er dich an der Türe begrüßt und sich mit seinem großen Körper an dich schmiegt und seinen Bauch gekrault haben möchte. Wir haben ihn und sein Wesen akzeptiert.

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