Das neue Herz

Das neue Herz

Ein Berg würde sich vor Demut spalten,

wäre der Koran auf ihn herab gesandt.

Meine Seele will mich bei diesem Vers halten

Sie schreit ihre Botschaft zu meinem Verstand:

„Wieso zeigt ein Berg, was du nicht zeigst?

Wieso hast du dich immer noch nicht niedergeworfen?

Wieso lässt es dich kalt, dass du immer noch schweigst?

Wieso hat dich dieser Vers nicht direkt ins Herz getroffen?“

Meine Seele sehnt sich nach ihrem barmherzigen Herrn.

Sie leidet unter meiner monotonen Alltagsroutine.

Mein einst starker Iman scheint so weit entfernt.

Meine Gebete bete ich, als wäre ich eine Maschine.

Meine Seele hungert, ist fast schon am Sterben.

Und mein Verstand kriegt nichts davon mit.

Sie droht zu zerspringen in tausend Scherben.

Doch ihre Schreie werden leiser, mit jedem Schritt.

Kurz bevor die Schreie für immer verstummen,

höre ich der Seele letzter Hilfeschrei voller Trauer.

Schalte die anderen Stimmen aus, die in meinem Kopf summen

Sehe was zwischen mir und meiner Seele steht: eine hässliche Mauer.

Oh Allah, warum erkenne ich nicht deine Barmherzigkeit?

Wieso weiß ich dein Geschenk, den Islam, nicht wertzuschätzen?

Wieso habe ich mit diesem demütigen Berg keine Ähnlichkeit?

Schenke mir ein neues Herz, ich werde dieses hier beisetzen.

Was will ich mit einem Herz, das bei deinen Worten nicht bebt?

Mit einem Herz, das nur durch Anstrengung Dir gedenkt?

Mit einem Herz, bei dem die Seele weint, anstatt schwebt?

Mit einem Herz, das seine Zeit sinnlosen Dingen schenkt?

Ich will ein Herz, das bei deinen Worten zittert.

Ein Herz, das auf jedes Gebet wartet und sich freut.

Ein Herz, das überall deine Barmherzigkeit wittert.

Ein Herz, das sich nicht vor dem Kampf mit dem Ego scheut.

Oh Allah, bitte schenke mir ein solches Herz.

Oh Allah, bitte lass meine Seele nicht zerspringen.

Oh Allah, bitte nimm meiner Seele den Schmerz

Und lass nie wieder mein Herz mit dieser Dunya ringen.

Doch ein solches Herz bekommt man nicht geschenkt.

Es ist meine Aufgabe mein jetziges Herz zu veredeln.

Es braucht viel Mühe, doch ich werde immer wieder abgelenkt.

Von der ersten Perle, die wir in einen unendlich langen Faden fädeln.

Wenn Wir diesen Qurʾān (als Offenbarung) auf einen Berg hinabsendeten, würdest du ihn wahrlich aus Furcht vor Allah demütig werden und sich spalten sehen. Diese Gleichnisse prägen Wir den Menschen, auf daß sie nachdenken mögen.

Sure 59, Vers 21

von Fida M.


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