Das kleine Mädchen und die Kosten eines Wunders!

Das kleine Mädchen und die Kosten eines Wunders!
Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute eine wahre Geschichte erzählen, die vor einigen Jahren in einer amerikanischen Zeitung veröffentlicht wurde:
Das kleine Mädchen und die Kosten eines Wunders!

Tess war eine zauberhafte Achtjährige, als sie ihre Mutter und Vater über ihren kleinen Bruder Andrew sprechen hörte. Alles, was sie wusste war, dass er sehr krank war und dass sie überhaupt kein Geld mehr besaßen.
Nächsten Monat sollten sie in eine Etagenwohnung ziehen, denn Daddy hatte nicht das Geld für die Arztrechnungen und das Haus. Nur eine sehr teure Operation könnte ihn noch retten, und es schien niemanden zu geben, der ihnen das Geld leihen würde.

Sie hörte, wie ihr Daddy ihrer tränenüberströmten Mutter mit hoffnungsloser Stimme sagte:
"Nur ein Wunder kann ihn noch retten."
Tess ging in ihr Zimmer und zog ein gläsernes Marmeladenglas aus dem Versteck im Wandschrank. Sie schüttete all das Kleingeld auf den Fußboden und zählte es sorgfältig - gleich drei Mal. Die gesamte Summe musste genau die richtige sein. Ein Irrtum war vollkommen ausgeschlossen.
Sorgfältig steckte sie die Münzen zurück in das Glas, drehte den Deckel darauf und schlüpfte aus der Hintertür hinaus. Sie ging an sechs Häuserblöcken entlang bis zu Rexalls Drug Store mit dem großen roten Indianerhäuptling auf dem Schild oberhalb der Tür. Sie ging zur Abteilung mit dem Apotheker im hinteren Teil des Ladens.

Geduldig  wartete sie, dass er  sie bemerkte, aber er hatte gerade zu viel zu tun. Tess machte mit ihren Füssen ein quietschendes Geräusch. Nichts. Sie räusperte sich und versuchte dabei möglichst ekelerregend zu klingen. Nichts tat sich.
Endlich nahm sie ein Geldstück aus ihrem Glas und knallte es auf den Glastresen. Das war erfolgreich! "Und was möchtest Du?" fragte der Apotheker in gelangweiltem Ton. "Ich unterhalte mich gerade mit meinem Bruder aus Chicago, den ich schon ewig nicht mehr gesehen habe", sagte er, ohne eine Antwort auf seine Frage abzuwarten.

"Nun, ich möchte mit Ihnen über meinen Bruder reden", gab Tess in demselben gelangweilten Ton zurück.
"Er ist wirklich sehr, sehr krank .... und ich möchte ein Wunder kaufen".
"Wie bitte?", sagte der Apotheker.
"Er heißt Andrew und in seinem Kopf wächst etwas Böses, und mein Vater sagt, nur ein Wunder kann ihn noch retten. Was kostet also ein Wunder?"
"Wir verkaufen hier keine Wunder, kleines Mädchen. Es tut mir leid, aber ich kann Dir nicht helfen´", sagte der Apotheker mit etwas freundlicherer Stimme.
"Hören Sie, ich habe Geld, um es zu bezahlen. Und wenn es nicht genug ist, werde ich den Rest noch holen. Sagen sie mir nur, wie viel es kostet."

Der Bruder des Apothekers war ein gut angezogener Mann. Er beugte sich runter und fragte das kleine Mädchen: "Was für ein Wunder braucht Dein Bruder denn?" "Ich weiß es nicht", antwortete Tess und ihre Augen füllten sich mit Tränen. "Ich weiß nur, dass er wirklich sehr krank ist und Mommy sagt, er brauche eine Operation.  Aber mein Daddy kann sie nicht bezahlen, also möchte ich mein Geld dafür nehmen".
"Wie viel hast Du?", fragte der Mann aus Chicago. "Einen Dollar und elf Cents", antwortete Tess kaum hörbar. "Und das ist alles Geld, was ich habe, aber ich kann mehr holen, wenn ich es muss."

"Nun, was für ein Zufall", lächelte der Mann. "Ein Dollar und elf Cents - genau der Preis für ein Wunder für kleine Brüder."
Er nahm ihr Geld in eine Hand und mit der anderen Hand ergriff er die ihre und sagte: "Zeige mir, wo Du wohnst. Ich möchte Deinen Bruder sehen und DSeine Eltern treffen. Wir wollen mal sehen, ob ich das Wunder habe, das Du brauchst."

Dieser gutangezogene Mann war Dr. Carlton Armstrong, ein Chirurg, spezialisiert auf Neuro-Chirurgie. Die Operation wurde kostenlos durchgeführt, und es dauerte nicht lange, da war Andrew wieder zu Hause und es ging ihm gut.  Mom und Dad erzählten glücklich von den  Ereignissen, die sich so gut gefügt hatten. "Diese Operation", flüsterte ihre Mom, "sie war ein wirkliches Wunder. Ich würde gern wissen, was sie wohl gekostet hat."

Tess lächelte. Sie wusste genau, wie viel ein Wunder kostet ... ein Dollar und elf Cents ... und der Glaube eines kleinen Kindes.

Ein Wunder ist nicht die Aufhebung eines Naturgesetzes, sondern die Umsetzung eines höheren Gesetzes...“

Ihr Lieben,

viele Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin, warteten auf ein Wunder, aber merkwürdigerweise betonten sie im gleichen Atemzug, dass sie nicht an Wunder glauben.

Was für arme Menschen!
Wenn wir mehr wie die kleine Tess an Wunder glauben würden, könnten mir auch mehr Wunder erleben.
Wir erleben deshalb oft kein Wunder, weil wir selbst nicht daran glauben, dass es geschehen kann.
Dabei spricht unsere Sprache immer wieder von „wunderbar“, von „unglaublich“.

Lasst uns, Ihr Lieben, die kleinen Wunder im Alltag mehr wahrnehmen, und lasst uns mehr an Wunder glauben.

Nicht jedes Mal, wenn wir um ein Wunder bitten,
wird ein Wunder geschehen, aber immer öfter.

Das tiefe Geheimnis ist dies:

Wenn Du nie um ein Wunder bittest und nie daran glaubst, dass ein Wunder geschehen kann, wirst Du auch nie ein Wunder erleben!
Wenn Du aber um ein Wunder bittest und auch fest daran glaubst, dass es geschehen kann, wirst Du hin und wieder auch ein Wunder erleben.
In der Bitte liegt der Zauber, in der Bitte liegt das Wunder verborgen, in der Bitte zeigt sich der Glaube!
Ich wünsche Euch einen gemütlichen fröhlichen Nachmittag und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen mit der roten Blume der Zuversicht, der grünen Blume der Hoffnung und der blauen Blume des Glaubens an ein Wunder

Euer zuversichtlicher Werner

Das kleine Mädchen und die Kosten eines Wunders!

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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