Das Kind, meine erste Fitzek Enttäuschung

Das Kind, meine erste Fitzek Enttäuschung
Fitzek- das ist jetzt mein viertes Buch von ihm und ganz bestimmt nicht das Letzte!
Bisher gelesen habe ich „Der Augensammler“, „Der Augenjäger“ und „Der Seelenbrecher“. Bisher war ich von all seinen Bücher total begeistert. Nur von diesem nicht. Ich bin mir aber sicher, da sich noch mehr von ihm lesen werde!

„Das Kind“ von Sebastian Fitzek erschien im April 2009 als Knaur Taschenbuch.

Inhalt
Robert Stern lernt den an einem Gehirntumor erkrankten Jungen Simon Sachs kennen, der seit einer Rückführung der Überzeugung ist, Menschen in einem früheren Leben ermordet zu haben.

Themen
Pädophilie, Handel mit Babys, Polizeiarbeit, Reinkarnation, Hypnose

Meinung
Das Cover des Knaur Verlags gefällt mir. Es zeigt eine wichtige Szene des Endes und verrät doch nicht zu viel. Gleichzeitig wirkt das Cover düster, was zu dem Thriller passt.

Aufbau
Das gesamte Buch besteht aus sieben Teilen, die Überschriften der Teile machen neugierig, und zeigen, dass es ein gut strukturiertes Buch ist. Immer, wenn ein neuer Teil beginnt, waren auf der Seite mit der Überschrift Zitate zum Thema „Reinkarnation“. Das war etwas, was meines Erachtens gut war, denn als Leser wurde man so zum eigenen Denken angehalten, man konnte reflektieren, wie man selber darüber denkt.

was gut war…
…der Überraschungseffekt, als herauskam, wer „die Stimme“ ist. War ich nicht drauf gekommen.
…der Teil „Der Anfang“, in dem Wichtiges erklärt wird
…dass durch dieses Buch definitiv deutlich wird, wo die Gefahren einer Rückführung liegen. Selbst wenn die These stimmt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, heißt es nicht, dass Rückführungen ungefährlich sind.

was mich verstimmt…
…die Vorhersehbarkeit. Nach den ersten Seiten kommt langsam Langeweile auf. Noch eine Leiche, und Stern findet sie. Und die nächste…und Stern findet sie etc. Erst im Teil „Die Wahrheit“ kommt für mich Spannung auf. Für einen Thriller hätte ich gerne mehr Spannung gehabt.

… dass Robert Stern so extrem weit ging (Teil: Der Handel). Ohne zu viel verraten zu wollen: Er war nicht alleine unterwegs, und das Kind hat durch das, was es erlebte, psychischen Schaden genommen. Und da spielt es keine Rolle, ob es einen Gehirntumor hat und demnächst verstirbt oder nicht! Es hat einen Schaden genommen. Spannung war natürlich da, aber sie wäre auch dagewesen, wenn man di e ganze Handlung kurz vorher abgebrochen hätte.

…der letzte Teil (10 Tage später)- die Vorgeschichte dazu ist stimmig. Die Idee, die im letzten Teil rübergebracht wird: auch stimmig. Aber irgendwas ist da, das mich stört…woher weiß Simon davon? Von derselben Person? Inwiefern macht das Sinn?

Fazit
Es ist mein viertes Fitzek Buch. Nachdem ich von allen bisherigen begeistert war, bin ich nun von diesem maßlos enttäuscht.