Das Ende der GroKo scheint gekommen

Das Ende der GroKo scheint gekommenDen Ausdruck Causa Maaßen für unseren aktuellen Fall von Politzirkus in der Regierung gebraucht kaum noch jemand. Inzwischen ist es für die meisten eher eine Causa Seehofer geworden.

Die ersten „News“ wurden schon vorab durchgesteckt

Nachdem Seehofer über seine Hauspostille „Bild“ erst einmal Vorbedingungen für seine Teilnahme am geplanten Treffen der Parteivorsitzenden diktierte, flimmerten am späten Nachmittag die ersten durchgestochenen Informationen über die Bildschirme von „Welt“ und „ntv“: „Alles wie geplant, inklusive Beförderung von Maaßen zum Staatssekretär, aber ohne Gehaltserhöhung.“

Die Damen und Herren Politiker schienen immer noch zu glauben, damit durchzukommen. Eine halbe Stunde später gab es neue durchgestochene Infos auf diesen Nachrichtensendern: „Er wird auch nicht befördert.“

Seehofer, Merkel und Nahles sind am Ende

Die Koalition aus CDU, CSU und SPD ist klar am Ende, das haben alle drei Vorsitzenden öffentlich zelebriert. Und alle haben massiv an Vertrauen bei der Bevölkerung verspielt – und natürlich auch an Prozenten in den Umfragen.

  • Seehofer als permanenter Brandstifter mit braunen Sprüchen, der spätestens nach der Bayernwahl in 14 Tagen sowieso als zum Abschuss freigegeben gilt, wollte wohl das Ende seiner Laufbahn mit einem großen Knall krönen, nachdem der neue Landesvater Söder „König Horst“ in Bayern quasi vom Hof gejagt hat.
  • Das Ende der GroKo scheint gekommenMerkel hat die Macht, ihn aufzufordern, Maaßen einfach zu entlassen – und wenn er nicht folgt, kann sie Seehofer entlassen. Sie tut es aber nicht.Ob aus Angst vor der bayrischen Landtagswahl oder dem Auseinanderbrechen der Koalition kann uns dabei eigentlich egal sein. Die Frau ist durch!
  • Das Ende der GroKo scheint gekommenKommen wir zur „Fat Lady“ der SPD aus der Eifel, die angetreten war, um zu beweisen, dass sich eine Partei auch in der Opposition erneuern kann, hat das Gegenteil bewiesen: Deutschlandweit ist inzwischen die AfD die zweite Kraft hinter der CDU/CSU.Das beweist eindeutig, dass es nicht ausreicht, mit Bätschis, Pipi-Langstrumpf-Songs oder „in die Fresse hauen“ zu argumentieren und fast in jeder öffentlichen Rede herumzuschreien wie ein Arbeiterführer anno dunnemals beim Kampf um die 40-Stunden-Woche.
    Parteiführung, Strategie und Taktik beherrscht Andrea Nahles genauso schlecht wie die Kunst des Gesangs, wie die Causa Seehofer sehr deutlich gemacht hat. Die SPD ist ja auch seit dem Genossen der Bosse und Hartz 4 nun wirklich keine Arbeiterpartei mehr.
    Noch ein Tipp für die SPD: Ich habe in dem Film „Independence Day“ von Will Smith gelernt, dass es die „Fat Lady“ nur bei Erfolg gibt, und diese Scientologen kennen sich aus… 😉

Es mag ja sein, dass die drei Party-Bosse formal zusammenbleiben, damit sie bei Neuwahlen in Bayern und Hessen nicht umgehend reichlich Stimmen und damit Macht und Posten verlieren – oder vielleicht auch nur, weil das fette Gehalt doch bitte weiterlaufen soll.

Aber unser Land in schwierigen Zeiten in eine gute Zukunft führen – das können diese drei bewiesenermaßen sicher nicht!

Mein Vater sagte vor 6 Jahrzehnten in solchen Situationen recht gerne: „Alle in einen Sack stecken und dann kräftig draufhauen – das trifft garantiert keinen Falschen.“ Das war natürlich noch vor dem Aufkommen der antiautoritären Erziehung…

Foto: Sandro Halank, CC BY-SA 3.0

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