Das Beste

Ich sitze in der Lobby, neben mir der gepackte Koffer und ein Rucksack, ich habe ausgecheckt, die Rechnung bezahlt und warte nun auf den Transfer nach Tel Aviv. Der Sprachenwirrwarr um mich ist hoch, viele weitere Gepäckstücke stehen bereit. 3 Wochen Urlaub sind vorbei.

Das Beste war das morgendliche Bad im Toten Meer. Heute morgen war die letzte Gelegenheit dazu. Es ist ein Traum. Man kommt halb verschlafen raus, es ist kuschelig warm, eine leichte Brise bewegt die Morgenluft. Die Sonne versteckt sich noch hinter den jordanischen Bergen. Der Bademantel ist von gestern noch etwas feucht, der Badeanzug auch. Die Corcs stelle ich am Wasserrand ab und langsam gehe ich ins warme Wasser.

Die Füße graben sich in den salzigen Boden. Das Wasser ist schon richtig warm, aber es gibt noch kühle Strömungen, die um die Beine streichen. Die linke Seite der Meerpromenade ist gut besucht, ich bin rechts reingegangen, da war ich die erste, die den ruhig liegenden See aufweckt.

Das Beste

Etwas weiter draußen lasse ich mich ins Wasser gleiten, werde sanft getragen vom Salz und einer leichten Strömung. Der Himmel verfärbt sich von tief dunkelblau zu hellblau, jede Minute verändert sich die Farbe. Bald spitzelt die Sonne über die jordanischen Berge. In kürzester Zeit wird aus einem schmalen Halbkreis eine glühende Kugel, die das Wasser in rotes und oranges Licht taucht. Das Farbenspiel ist bombastisch.

Das Beste

Die Sonne verändert auch die Farbe der Berge. Sie wechseln von rotbraun zu orange. Im Wasser spiegeln sie sich und färben das Wasser ebenfalls orange. Orange Wellen schwappen auf mich zu, als würde man in orangem Wasser baden.

Die Natur ist noch ruhig und nachdem ich das geschwätzige Volk drüben verschmähte, kann ich die Ruhe genießen, unterbrochen nur von einigen rhythmischen Musikstücken, die von der Baustelle kommen, die schon jetzt zum Leben erwacht. Es riecht nach Erde, Sand und Salz.

Das Beste

Ich bin zufrieden. Ich komme auf jeden Fall wieder hierher.