Costa Dorada: es geht los

1 Die Wetterprognose für die nächsten Tage ist mies. Zumindest im grössten Teil Frankreichs. Also wollen wir relativ gschwind nach Südfrankreich kommen. Ursprünglich wollte ich durch die Mitte Frankreichs fahren und da einige schöne Sachen anschauen. Aber mal sehen, vielleicht klappt’s ja dann auf dem Rückweg.
Wie auch immer – in etwa vier Tagen sollten wir in der Nähe von Tarragona sein. Denn dort sind wir mit Freunden verabredet. Die sind da unten mit ihrem Segelboot unterwegs - und wir dürfen ein stückweit mitsegeln!
Seit wir am Morgen losgefahren sind regnet es. Erst hinter Grenoble wird das Wetter nach und nach trockener. Manchmal scheint jetzt sogar die Sonne. Und es ist spürbar milder als zuhause.
Wir brummen auf der laaangweiligen Autobahn südwärts. Es hat so gut wie keinen Verkehr und wir kommen gut voran. Bei Valence fahren wir auf die Westseite der Rhone hinüber und brummen auf der Landstrasse weiter südwärts.
Costa Dorada: es geht losCosta Dorada: es geht losDie legendäre Hängebrücke von Saint-Martin-d’Ardèche ist nur 2,70 Meter breit; Für uns reicht das. Doch die Brückenzufahrt ist auch noch sehr steil und es geht zugleich auch noch eine 90° Kurve. Sowas gefällt mir.
Costa Dorada: es geht losAuf der anderen Flussseite liegt Aiguèze, wo wir heute übernachten wollen. Auf dem Wohnmobil-Stellplatz (n44.3052, e4.5523) stehen schon mindestens ein Dutzend Wohnmobile. Das letzte Mal war das hier bloss ein Kiesplatz zwischen den Olivenbäumen. Das ist es jetzt zwar immer noch, jetzt scheint der Platz wesentlich bekannter zu sein. Wir stellen uns dazwischen und versuchen möglichst unauffällig auszuschauen. Vielleicht bemerkt keiner, dass wir als einzige keine gelben Radkeile benutzen…
Costa Dorada: es geht losDas waren heute fast 600 km, dreimal so viel wie normalerweise. Das muss reichen. Die milde Herbstsonne blinzelt durchs Geäst und es riecht nach Pfefferminz. Sauromantisch hier.