Corpse Party

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Corpse Party

6Adventure

Man kann leicht einen Bogen um Corpse Party machen, einen Vertreter des Visual Novel-Genres, der die texthaltigen Screens mit etwas Interaktion anreichert. Doch irgendwie hält sich das Spiel hartnäckig in den Release-Listen und arbeitet sich über Jahre von System zu System. Mit dem Release auf dem 3DS findet der Titel nun Vergleiche mit Klassikern wie 999, womit es wohl wirklich an der Zeit ist nachzusehen, was sich dahinter verbirgt. Wie es sich für eine Visual Novel gehört besteht Corpse Party natürlich aus jeder Menge Story.

In erster Linie nimmt man Teil an Dialogen zwischen einer Gruppe an Teenagern, die durch einen Fluch in einem alten, verfallenen Schulgebäude gefangen sind. Die Charaktere wirken zwar lebendig, jedoch besteht ein hartnäckiger Fokus auf Fanservice und billige Anime-Klischees, weswegen das Spiel sich eher für ein Publikum eignet, das mit diesen Aspekten vertraut ist. Sind die Charaktere also endlich mal still, bewegt man sich wie in einem Rollenspiel durch die Gänge des Schulgebäudes und sucht nach Gegenständen. Oftmals gilt es dabei einfache Rätsel zu lösen oder übernatürlichen Fallen zu entkommen.

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Corpse Party versteht es recht gut, eine isolierte Atmosphäre aufzubauen, sodass es durchaus zu spannenden Situationen kommen kann. Doch dem Ganzen setzt die Hauptmechanik einen Dämpfer auf: Die Idee des Spiels ist es, die gerade mal fünf Kapitel immer wieder zu wiederholen, bis man das beste Ende herausgeholt hat. In gewisser Weise sind die Kapitel so in sich selbst Puzzles – ein falscher Weg und schon kann es vorbei sein.

Nicht einmal oftmaliges Abspeichern hilft hier, da man oftmals sehr spezifische Dinge ausführen muss und interessant genug für ein mehrmaliges Durchspielen sind die Kapitel bei weitem nicht. Immerhin kann die 3DS-Version mit Extra-Content aufwarten: In Form von Nebenkapiteln, die freigeschalten werden können, kommt dann doch noch ein ganz akzeptables Paket zusammen, auch wenn es sich dabei um völlig isolierte Einzelepisoden handelt, die wenig zum Gesamt-Narrativ beitragen.

Während die Grafik mittelmäßig ausfällt und detailarme Umgebungen sowie kleine Charakterportraits wenig Charme versprühen, weiß man immerhin den 3D-Effekt zu schätzen, der gewisse Grafiksequenzen begleitet. Auch der Soundtrack sorgt für Stimmung.

Alles in allem ist Corpse Party ziemlich mittelprächtig ausgefallen und dürfte eigentlich nur einem eingefleischten Anime-Publikum zu empfehlen sein. Immerhin ist der Titel aber recht einzigartig und somit vielleicht genau das Richtige für jemanden, der auf der Suche nach Neuem ist.

Plattform: 3DS (Version getestet), Spieler: 1, Altersfreigabe (PEGI): 18, Release: 26.10.2016, corpsepartygame.com


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Autor

Florian Kraner

Aufgabenbereich selbst definiert als: Pixel-Fachmann mit Expertenausweis. Findet ”Das Fürchterliche muß sein Gelächter haben!” zutreffend.


 
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