Co-Abhängigkeit in der Beziehung

Co-Abhängig zu sein, bedeutet für mich, dass ich mein Verhalten, Handeln und Sprechen am anderen ausrichte, an dem, der in irgendeiner Form krank ist. Und diese Krankheit können Süchte, Depressionen oder physische Behinderungen sein. Ich schaue als Co-Abhängiger immer darauf, dass ich es dem anderen Recht mache, nichts provoziere und vor allem meine eigenen Bedürfnisse hinten an stelle. Aus meiner Erfahrung heraus eher eine weibliche Verhaltensweise. Und innerlich gärt es, weil irgendjemand in mir weiß, dass ich mich gerade verbiege und es mir nicht gut tut. Dummer Nebeneffekt: Je mehr ich mich nach den anderen Menschen orientierte, desto mehr verlerne ich, meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und natürlich auch zu befriedigen. Und werde dafür gelobt: Geben ist weniger denn nehmen!

Co-Abhängigkeit in Beziehungen tut weder mir noch dem anderen gut!

Sie ist aber eine bequeme Lösung, weil sie eine ungute Dynamik aufrecht erhält, einen Burgfrieden, der nicht weh tut, nur innerliches Leiden verursacht. Nach außen mildtätige Aufopferung, nach innen stilles Leid. Dadurch verhindere ich sowohl mein Wachstum, als auch das, meines Gegenübers. Denn niemand muss aus seinen erlernten Verhaltensmustern raus, niemand muss vielleicht etwas Unbequemes sagen oder sich Konsequenzen bewusst werden und/oder stellen.

Wege aus dem Dilemma: Ehrlicher zu sich werden. Das ist der erste Schritt. Was mache ich denn ungern, was nur meinem Gegenüber zuliebe? Wann habe ich damit begonnen (meistens schon in der Kindheit sehr profund gelernt)? Wie geht es mir dabei? Und was würde ich – wenn ich auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen müsste – denn am Liebsten tun? Das ist für mich die Selbstbeobachtungs- und Sortierphase. Nichts tun, kein handeln, nur beobachten und sortieren.

Und wenn ich in dieser Phase genügend Informationen / Empfindungen / Gefühle gesammelt habe, dann kann ich mich mit meinen Ängsten beschäftigen. Mit dem, was mich derzeit daran hindert, mutige Schritte aus der Co-Abhängigkeit zu tun. Was hält mich denn zurück? Was befürchte ich? Mit welchen Konsequenzen rechne ich und wie würde es mir mit diesen Konsequenzen denn gehen? Um dann in einem dritten Schritt in die Aktion bzw. den Dialog mit meinem Gegenüber zu gehen. In einer konsequenten Haltung. Warum konsequente Haltung – das verrate ich Ihnen nächsten Sonntag.


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