Café Drechsler live im Progy & Bess

Cafe-Drechsler-(c)-Alicia-Ouschan

Café Drechsler live im Progy & Bess

In einer der bekanntesten und schönsten Konzertlocations der Stadt feierte das Wiener Jazztrio Café Drechsler ein strahlendes Comeback.  Das Progy & Bess war zum Bersten voll mit alten und neuen Fans; die Stimmung war ausgelassen und das Konzert war an musikalischer Qualität wohl kaum zu überbieten. Schon beim Erklingen der ersten Töne schuf die Band eine ruhige, beinahe schon zauberhafte Atmosphäre, welche langsam den in rot getauchten Saal erfüllte. Bereits bei der zweiten Nummer bewiesen die drei Herren, dass sie sich, vor allem energietechnisch aber auch musikalisch gesehen, noch immer auf demselben Level bewegen, wie sie es vor über zehn Jahren getan haben. Im Frühjahr 2006 spielten Café Drechsler das letzte gemeinsame Konzert in dieser Location und spielten dort nun erstmals wieder in Originalbesetzung.

Durch eine Mischung aus Expertise, jahrelanger Erfahrung, Professionalität und Experimentierfreudigkeit kreierten die drei Musiker einen Sound, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Bereits nach der Hälfte des ersten Sets hatte die Band das Publikum zur Gänze für sich gewonnen. Unter lautem Jubel und viel Applaus wurde das erste Set beendet und eine kurze Verschnaufpause eingeläutet. Die Begeisterung der Besucher war deutlich spürbar.

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Auch im zweiten Teil des Konzerts gab es flotte Rhythmen und Melodien, die zum Tanzen anregten. Saxophonist Ulrich Drechsler bewies Treffsicherheit und überzeugte mit viel Gefühl, Alex Deutsch überzeugte mit seinem humorvollen, fetzigen und einzigartigen Stil an den Drums und Oliver Steger am Kontrabass untermale das Ganze mit einer spielerisch leichten Bassline. Symphytisch und  locker führte die Band das Publikum durch den Abend und wurde für die grandiose Leistung mit tosendem Applaus belohnt. Beendet wurde das Konzert, wie es begonnen hatte – mit einer ruhigen, sanften Nummer als Zugabe, die den perfekten Ausklang für ein wunderschönes Konzert bot.

Verbesserungspotential gibt es lediglich beim mangelnden Bewegungsspielraum. Da die Raumaufteilung nicht ausreichend Platz zum Tanzen bot, hielt es die meisten Gäste leider davon ab, sich von der Musik mitreißen zu lassen und von ihren Sitzplätzen aufzustehen. Die stehenden Gäste ließen sich das Abtanzen jedoch auch bei kaum vorhandener Tanzfläche nicht nehmen. Die Musik von Café Drechsler hat, vor allem live, definitiv für jeden Musikfan etwas zu bieten und ist auf alle Fälle auch in Zukunft wieder einen Konzertbesuch wert.


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Autor

Alica Ouschan

Aufgabenbereich selbst definiert als: Abenteuerlustige Festival-Nomadin. Findet „It ain’t the speakers that bump hearts, it’s our hearts that make the beat“ (Twenty One Pilots) die einzig wahre Herangehensweise, um Musik zu verstehen.


 
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