Buchempfehlung: Die Liebenden von Leningrad

Heute gibt es eine neue Buchempfehlung von mir. Ich stelle euch den 1. Teil einer Romantrilogie von Paullina Simons vor.

“Die Liebenden von Leningrad”
Paullina-Simons+Die-Liebenden-von-Leningrad

Dieses Buch zählt zu den Büchern, die ich wieder und wieder lesen könnte. Ich kann gar nicht genau sagen, wie oft ich diese Geschichte schon verschlungen habe. es ist eines jener Bücher, die ich nur schwer aus der Hand legen kann, wenn ich mit dem Lesen begonnen habe. Doch zunächst mal zur Autorin:Paullina Simons ist 1963 in Leningrad geboren und wuchs dort auf bis ihre Familie Anfang der 70er Jahre in die USA auswanderte. Mit dem Roman ‘Die Liebenden von Leningrad’ gelang ihr der internationale Durchbruch. Sie lebt in New York zusammen mit ihrem Mann und ihren vier Kindern.

Zusammenfassung der Gechichte laut Klappentext:
Ein mitreißender Roman vor der prachtvollen Kulisse der goldenen Paläste Leningrads.

An einem warmen Sommertag 1941 begegnet Tatiana dem jungen Offizier Alexander, der Liebe ihres Lebens. Doch Alexander hütet ein Geheimnis, das so lebensgefährlich ist wie der Krieg, der vor den Toren Leningrads steht. Werden sie jemals ihre Gefühle füreinander zeigen können?

“Doktor Schiwago” und “Vom Winde verweht” in einem Buch!

Meine Zusammenfassung:
Da ist zunächst die typisch russische Familie, die in einer Gemeinschaftswohnung in Leningrad lebt. Als am Morgen des 22.Junis 1941 der Einmarsch der Deutschen in die Sowietunion bekannt gegeben wird, soll Tatiana Lebensmittel einkaufen gehen. Doch sie vertrödelt ihre Zeit mit Lesen, macht sich erst schick und ehe sie unterwegs ist, stehen lange Schlangen vor den Geschäften und die Lebensmittel sind ausverkauft. Als sie auf einer Bank sitzt und ein Eis ist, sieht sie auf der anderen Straßenseite den Soldaten Alexander. Sie fühlen sich von Anfang an zueinander hingezogen.
Er ist jedoch der Freund ihrer Schwester und so treffen sie sich heimlich. Sie will ihre Schwester nicht verletzen und lässt ihre Liebe nicht zu.
Alexander hat ein großes Geheimnis, dass er ihr anvertraut. Ein sehr gefährliches Geheimnis, welches außer Tatiana nur ein Freund und Kamerad von Alexander weiß.

Paullina Simons findet in diesem Roman eine tolle Mischung. Ich kann die Straßen von Leningrad vor mir sehen, während ich lese. Ich bekomme eine ungefähre Ahnung von dem Leben während der Blockade, der Hunger, die Kälte, der Tod. Und ich habe oft Tränen in den Augen aufgrund der herzzerreißenden Liebesgeschichte. Die Darsteller und deren Gefühle sind so detailliert beschrieben, dass ich sie vor mir sehe, dass ich mit ihnen fühle.

Kennt ihr das auch? Wenn ihr beim Lesen eines Buches oder beim Schauen eines Filmes immer wieder die Hoffnung auf eine andere Handlung habt? ich sitze ganz oft da und denke “Nein, geh da lieber nicht rein.” oder “vertrau ihm nicht.”😀

Ich will gar nicht weiter von der Geschichte erzählen, denn dann verrate ich vielleicht zuviel. Dieses Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden, es ist unglaublich spannend, herzzerreißend, emotional, hoffnungsvoll und zum Teil auch lustig.

Ich habe vereinzelt gelesen, dass die Übersetzung nicht so toll sein soll und die Originalversion “The bronze Horseman” besser sein soll. Dazu kann ich selbst nichts sagen, aber demnächst werde ich mir den Originalroman kaufen und die beiden vergleichen.

Ich liebe schon lange historische Romane, doch dieser ist mein absoluter Favorit. Abgesehen von der Liebesgeschichte beschreibt die Autorin den Werdegang des 2. Weltkrieges in der Sowietunion, sie beschreibt die Lage während der Belagerung sehr anschaulich und sie nimmt einen mit auf einen Spaziergang durch Leningrad.

Das heutige Sankt Petersburg steht schon lange auf meiner Liste der Traum-Urlaubsziele. Die Schauplätze, die verschiedenen Szenen und die Gefühle aus diesem Roman werden mich dann sicher bei meiner Reise begleiten.

Viel Spaß beim Lesen.

Heike