Bildung brutal



Unser Bildungssystem ist nichts anderes, als eine Waffenschmiede mit Ausbilungscharakter. Dort werden Kämpfer gezüchtet für die kapitalistische Schlacht untereinander konkurrierender Firmen

Vom Lernen erschöpftKurzkommentar – In immer kürzerer Zeit wird unseren Kindern immer mehr unsinniger Lernstoff in den Rachen gestopft, nicht um sie zu bilden, sondern zum Zweck der Selektion. Wer klaglos und ohne jeden Widerstand seinen achtstündigen Schularbeitstag absolviert, kommt eine Runde weiter, der Rest wird ausgesondert und entsorgt. Fördern von Nachzüglern war einmal. Verschärft wird die Brutalität des Vorganges durch die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre. Schüler kosten den Staat Geld, etwa 5000 Euro jährlich pro Kopf. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn die Schulzeit irgendwann um ein weiteres Jahr verkürzt würde.

Zugleich brökelt in den Schulen der Putz von der Decke und die Toiletten erinnern an einen Angriff mit Chemiewaffen. In dieser anregenden Umgebung sollen also gedankliche Höchstleistungen erbracht werden. Auf diesem Weg werden die Schüler systematisch zu Lernstoffboulimisten geformt, die das Erlernte auf Befehl auskotzen. Dabei ist Lernen bedeutend anstrengender als Arbeiten, zumindest für den Kopf. Denn es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich tagtäglich acht Stunden lang dasselbe tue, oder ob ich täglich acht bis zehn Stunden lang neues Wissen verinnerlichen muss. Das alles nur mit einem Ziel. Dem weiteren Vorantreiben einer ungeheuerlichen Bereicherungsorgie für eine korrupte und kriminelle Versagerclique auf Kosten der gesamten Menschheit und der Umwelt. Nur mit dem Untergang dieser Mischpoke wird auch dieses abscheuliche Bildungssystem zusammenbrechen und einer reiferen und menschlicheren, didaktischen Grundlage Platz machen.