Bildung als Schablone

Noch ein paar Gedanken über Schule / Bildung an sich:

Die Berufsausbildung wird heute als unbedingte Voraussetzung des Erfolges angesehen.

Mag das an sich stimmen, so ist die Berufsausbildung kein grundsätzlicher Garant des Erfolges. Beweis dafür sind die Massen von Akademiker-Proletariat, die von der Schulmaschinerie gnadenlos produziert werden. Anderseits gibt es viele Fälle, wo man ohne jede Ausbildung es ganz hoch schaffte.

Die Ausbildung hilft nämlich nicht, wenn man selbst in einer gewissen Hinsicht nicht geraten ist. Man muss schon die Prinzipien des Erfolges intus haben, um mit seiner Ausbildung richtig umgehen zu können. Hat man dieses gewisse Erfolgsdenken nicht drauf, so kann man noch so gute Berufsausbildung haben, man kommt doch damit nicht ins Reine.

Man muss eben das elitäre Denken beherrschen, dann ist die Bildung so gut wie unwichtig. Allerdings fällt die Bildung (= das Schablonendenken des Systems) dem elitären Denken extrem leicht: das elitäre Denken ist ja das Schablonendenken in Vollendung: will man schnell denken, was die unbedingte Voraussetzung des Erfolges ist, darf man keinesfalls kreativ sein, sondern hat man schnellst möglich das System auszuarbeiten, mit dem die bestimmte Situation gemeistert wird: und das Denken mit System ist ja das schablonierte Denken.

Aber eben darum ist die Bildung die Grundlage der Eliten und das Lieblingskind der Politik.



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