Bibliotheken in der Krise

Bibliotheken in der Krise
Habt ihr auch einen Büchereiausweis? Leiht ihr euch hin und wieder Bücher aus? Ich ja. Meist allerdings für Hausarbeiten für die Uni! Ein Artikel, den ich jetzt gelesen habe, hat mich schockiert. Bibliotheken befinden sich tatsächlich in der Krise. Nicht weil zu wenig Besucher kommen, im Gegenteil, es fehlt an Geldern.
Auch in den Bibliotheken geht es anscheinend nur um Politik, denn Einsparungen seien besonders bei Bibliotheken beliebt. Die Komunen sehen dort ein enormes Sparpotential und eine weitere Einnahmequelle. Insgesamt sind wohl Zwei Drittel aller kommunalen Büchereien von diesen Einsparungen betroffen.


Allein 20 Prozent der hauptamtlich geführten Einrichtungen müssten seit dem Frühjahr mit Haushaltssperren arbeiten. In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern seien es sogar 40 Prozent aller Einrichtungen.
Die 10 855 Bibliotheken in Deutschland würden «als Sparschwein für öffentliche Haushalte genutzt», beklagte Ziller. Dabei seien Bibliotheken mit jährlich 200 Millionen Besuchen das wichtigste Bildungs- und Kulturmedium überhaupt - trotz aller Unkenrufe, dass das Internet der Tod der Bibliotheken sei. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Entleihungen um 22 Prozent, doch gleichzeitig seien die Öffnungszeiten reduziert worden.

Insgesamt mussten sich 43% aller hauptamtlich betriebenen Büchereien den Einsparungen hingeben. Bei ihnen wurde das Budget kurzer Hand gekürzt, oder aber diese Kürzungen stehen noch an. Rund 28% mussten sich den Vorgaben fügen, und höhere Begühren verlangen. 8% mussten die Öffnungszeiten verkürzen, knapp ein Viertel musste Veranstaltungen kürzen.
Bei 20 Bibliotheken kam es sogar zu Schließungen von Abteilungen oder ganzen Nebenstellen. Von den ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen wollen wir erst gar nicht anfangen, denn diese stehen unter keinem guten Stern.
Es drohe eine flächendeckende Unterversorgung, warnten die Bibliothekare. Selbst in Baden-Württemberg, das man noch als «Musterländle» bezeichnen könne, gebe es bereits große Gebiete ohne Bibliotheken. Dies sei vor allem für Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Migrationshintergrund verheerend, für die Medienangebote zur Sprachförderung und Integration wichtig sind. Bereits jetzt habe nur jede dritte Gemeinde zwischen 5000 bis 10 000 Einwohnern überhaupt eine eigene Bibliothek.
Zur Schieflage trage auch bei, dass nur jede dritte Bibliothek regelmäßig ihren Medienbestand erneuern könne. Deutschland gebe pro Kopf und Jahr im Schnitt 8,21 Euro für öffentliche Bibliotheken aus, in Finnland sind es 54,55 Euro, in den USA umgerechnet etwa 27 Euro.

In wissenschaftlichen Bibliotheken an Universitäten stellt sich ein anderes Bild dar. Insgesamt gibt es 42 % mehr Entleihungen und die Öffnungszeiten konnten verlängert werden. Hier sind vor allem die Kosten für die elektronischen Medien gestiegen, von 11,7 auf 82,5 Millionen Euro. Deutschland hinkt im Vergleich aber noch nach. Man versucht hier, die Bestände zu digitalisieren und einer breiteren Masse zugänglich zu machen.
Hmmm... in der Uni Bibliothek bin ich tatsächlich hin und wieder. Ich liebe es zwischen Bücher zu sein.
Quelle

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