Bewusstes ElternSein

Schande, Schande, Schande – ich habe heute fast den ganzen Tag ge-verschlafen .. Damit wird sich mein Körper sein Recht auf Erholung zurückgeholt haben, nachdem ich die letzten Tage über viel körperlich malocht, aber auch nicht wenig geschrieben habe.Daher bin so frei, heute den Eltern unter euch eine interessante Lektüre zu unterbreiten: Es geht dabei um eine bewusste Elternschaft .. ein, wie ich meine, wichtiges Thema .. Ich danke für euer Verständnis und sage bis Morgen .. Zwinkerndes Smiley

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Grundregeln des bewussten ElternSeins
von
Aletha Solter, Ph.D.

Foto von Dr. Solter

 

1. Bewusste Eltern erfüllen die Bedürfnisse ihrer Kinder nach Nähe und Körperkontakt (durch Umarmen, Halten, Zärtlich sein, usw.). Sie haben keine Angst, hiermit ihre Kinder zu „verwöhnen.“

2. Bewusste Eltern akzeptieren die gesamte Bandbreite an Gefühlen und hören dem Gefühlsausdruck ihrer Kinder urteilsfrei zu. Sie sind sich bewusst, dass sie nicht alle Trauer, Wut und Frustration ihrer Kinder vermeiden können, und versuchen deshalb nicht, sie daran zu hindern, schmerzliche Gefühle durch Weinen und Toben loszuwerden.

3. Bewusste Eltern bieten ihren Kindern altersgemässe Anregungen und vertrauen ihnen, in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Art und Weise zu lernen. Sie unterlassen es, ihre Kinder vorzeitig in neue Entwicklungsstadien hineinzudrängen.

4. Bewusste Eltern ermutigen ihre Kinder, sich neue Fähigkeiten anzueignen, aber sie bewerten deren „Leistungen“ nicht, weder mit Kritik noch mit Lob.

5. Bewusste Eltern geben ihren Kindern jeden Tag eine gewisse Zeit lang volle Aufmerksamkeit. Während dieser besonderen Zeit sind sie als Beobachter Zuhörer, Antwortgebende und Mitspielende (falls dazu eingeladen) voll für ihre Kinder da, ohne jedoch deren Aktivitäten zu lenken.

6. Bewusste Eltern schützen ihre Kinder vor Gefahren, aber sie versuchen nicht, alle Fehler, Probleme und Konflikte ihrer Kinder zu verhindern.

7. Bewusste Eltern ermutigen ihre Kinder, ihre Probleme eigenständig zu lösen, und helfen dabei nur wenn nötig. Sie lösen die Probleme nicht für sie.

8. Bewusste Eltern setzen vernünftige Grenzen, leiten die Kinder sanft zu annehmbarem Verhalten an, und berücksichtigen die Bedürfnisse aller Beteiligten bei der Lösung von Konflikten. Sie kontrollieren die Kinder nicht mit Bestechungen, Belohnungen, Drohungen oder Strafen irgendwelcher Art.

9. Bewusste Eltern schauen gut zu sich selbst und sind ehrlich in Bezug auf ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Sie opfern sich nicht so weit auf, bis sie ärgerlich werden.

10. Bewusste Eltern bemühen sich wahrzunehmen, inwiefern ihre eigenen Kindheitsschmerzen sie daran hindern, gute Eltern zu sein, und strengen sich bewusst an, ihre eigenen Verletzungen nicht an ihre Kinder weiterzugeben.

DER UMGANG MIT GEWALT

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Aletha Solters Buch, Auch kleine Kinder haben großen Kummer (Kösel Verlag)

Für mehr Information zu diesem Thema, siehe Dr. Solters Bücher, Warum Babys weinen (Kösel Verlag und Deutscher Taschenbuch Verlag) Wüten, toben, traurig sein (Kösel Verlag), und Auch kleine Kinder haben großen Kummer (Kösel Verlag).

Wir machen uns heute sehr viele Sorgen um all die Gewalt in der Welt. Was sind die Ursachen für Gewalt? Warum schlagen oder beißen manche Kinder? Und wie werden süße kleine Babys zu bewaffneten Bandenmitgliedern, vielleicht sogar Mördern und Terroristen?

Es gibt zwei grundlegenden Umstände, die bei Menschen zu gewalttätigen Tendenzen führen. Einer ist, dass der Mensch verletzt wurde. Ein Kind, dem der Hintern versohlt, das geschlagen, herumgestoßen oder mit Gewalt bedroht wurde, läuft Gefahr, selbst gewalttätig zu werden. Sexueller Missbrauch und emotionale Vernachlässigung sind weitere Verletzungen, die zur Gewaltneigung führen können. Die Ansammlung von vielen kleineren Verletzungen (Stress) kann ebenfalls gewalttätiges Verhalten nach sich ziehen. Die Ängste, Enttäuschungen und Frustrationen der Kindheit können sich häufen und ein Kind dazu bringen, zu schlagen oder zu beißen.

Der zweite wesentliche Grund ist nicht so schnell ersichtlich. Dem Menschen wurde nicht erlaubt, sich von den Emotionen zu entlasten, die auf Verletzungen beruhen. Er trägt Gefühle zu seinen Erlebnissen mit sich herum, die sich nicht lösen konnten und nicht zum Ausdruck gebracht wurden. Nur dann hat er die Tendenz, anderen Menschen gegenüber gewalttätig zu werden. Die Erfahrung, Opfer von Gewalt oder anderen schmerzlichen Erfahrungen zu sein, erzeugt nur dann Gewalt in Kindern, wenn ihre Emotionen blockiert und unterdrückt wurden. Wenn das der Fall ist, ist Gewalt gegen die eigene Person oder gegenüber anderen eine fast unvermeidliche Folge. Gewalt ist ein fehlgeleiteter Ausdruck der Wut oder des Entsetzens einer Person in einer Umgebung, in der die Sicherheit fehlt, starke Gefühle zeigen oder sich von ihnen entlasten zu können.

Zu diesen beiden grundlegenden Bedingungen kommt die Tatsache hinzu, dass Gewalt in den meisten Industrieländern toleriert, wenn nicht gar verherrlicht wird und gesellschaftlich als angemessenes männliches Verhalten gilt. Kinder kommen mit Sportarten, Fernsehsendungen, Filmen und elektronischen Spielen in Berührung, in denen zumeist männliche Hauptfiguren Gewalt ausüben.

Kleinen Jungen gibt man Spielzeugsoldaten, Gewehre und anderes Kriegsspielzeug in die Hand. In Büchern und Schultexten wird der Krieg oft als überwiegend männliche Aktivität gerühmt und männliche Eroberer werden als großartige Helden dargestellt. Viele Eltern loben ihre Söhne, wenn diese sich gegen Spielplatztyrannen selbst verteidigen und kämpfen. Sie machen sich Sorgen um Jungen, die sich weigern, kämpfend zu reagieren. Kommt dann noch die Tatsache hinzu, dass wir von Jungen erwarten, sich abgebrüht zu verhalten und nicht zu weinen, überrascht es nicht, dass Männer mehr gewalttätige Verbrechen begehen als Frauen.

Wenn wir bewusst eine Kultur planen würden, die das Ziel hat, gewalttätige Menschen hervorzubringen, dann würde diese genauso so aussehen, wie die Gesellschaft, in der die meisten Jungen heute aufwachsen.

Um Gewalt vorzubeugen, müssten wir als Erstes aufhören, Gewalt gegen Kinder zu verüben. Das heißt, keine Prügel oder Schläge. Außerdem müssten wir Kinder vor gewalttätigen Szenen im Fernsehen oder in Videofilmen schützen. Wir müssten Jungen neue Botschaften über Gewalt vermitteln und von ihnen das gleiche gewaltlose Verhalten erwarten wie von Mädchen.

Außerdem müssen wir Jungen und Mädchen erlauben, zu weinen und zu wüten. Sonst hegen sie unbewältigten Ärger, Groll, Frustration und Angst, die sie als Gewalt gegen andere oder sich selbst ausagieren könnten. Weinen kann aggressive Energien sehr wirkungsvoll auflösen. Viel von dem emotionalen Schmerz der Kindheit ist unvermeidlicher Bestandteil des Wachsens und Lernens. Selbst bei den liebevollsten Eltern und Lehrern werden Kinder verletzt und erleben Stress. Deswegen ist es von entscheidender Bedeutung, den natürlichen Heilungsmechanismus des Weinens und Wütens zuzulassen.

Zusammenfassend können wir über den Umgang mit Gewalt sagen, dass Kinder, die Gewalt ausüben, immer an schmerzlichen Gefühlen leiden. Es gibt wirkungsvolle Wege, gewalttätiges Verhalten ohne Strafen zu unterbinden und dabei dem Kind zu helfen, die unterschwelligen Gefühle loszulassen. Es ist wichtig zu wissen, dass Kinder unsere Liebe und Aufmerksamkeit am meisten dann brauchen, wenn sie es durch ihr Verhalten scheinbar am wenigsten verdienen

Quelle dieses Beitrags: http://www.awareparenting.com/gewalt.htm

PS: Auf der Website des “Aware Parenting Institutes” sind noch weitere, informative Artikel für interessierte Eltern aufgelistet ..



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